Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 1-3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/8823644-8824830-8824837--137-8824786- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8a namen bezeichnet.“ — Zunz war der goldene Strahl der Wahrheit stets hold; von Nah oder von Fern winkte er ihm freundlich zu. Die Chiffre will nämlich — wenn es auch aus dem Texte hervorzugehen scheint, dass es sich um einen französischen oder deutschen Glossator handelt — folgendermassen gelesen werden: מה״ר שמ-ישון נוגד, שיח d. h. von Schimschon Astrologo. (Die ältere, volkstümliche Form mag wohl Astrolago gelautet haben). Man bedenke noch, dass das ה in der Ausspräche der italienischen Judenheit lautlos ist; das Wortspiel gewinnt daber an Klang. Man mag sich also bei Abfassung der Chiffre ungefähr eine solche Redewendung gedacht haben: מאר ישמש ונוגד, <מיח d. h. Licht, 2) Sonne und Glanz verkünden, (n^>־Logos) was alles für den ״glanzvollen“ Namen eines Schimschon Astrologo trefflich passt. ,׳שיחיד gehört selbstredend nicht hieher, S. 84 ist ריינא gleichbedeutend mit דיאנה, (Diana) (Rachel); Stein- Schneider (S 227, Anm.) schlägt die Emendation in ״Reina“ vor. ln Cod De Rossi 72 (Berliner, S. 25, Anm. 1) wird wohl דייאנד statt דייאכה zu lesen sein Bei Jizhak וידא ist letzteres als Bezeichnung für den Abstammungsort oder als Familiennamen aufzufassen; so gibt es heute noch eine Familie ״Levi della Vida“. nT^e~bei N e p i-G hi rjo n di, S. 229 u. S. 155, Nr. 39. Richtig bemerkt Steinschneider, dass S. 119 statt למירנרולד zu lesen sei: למירנרולד (La Mirandola); andererseits ist seine Emendation von מדינייאני in מרינייאנו״ aus Rignano?“ nicht unbedingt notwendig. Die (S. 128) in der Handschrift vorkommende Angabe kann eben ״aus Dignano“ (Istrien) bedeuten, wobei auch der daselbst erwähnte Name ״Liebermann“ in Erwägung zu ziehen wäre. Zu ״Hebräische Grabschriften“, Teil I, sei Folgendes bemerkt: Zur Inschrift des בנימין מקן (S. 16, Nr. 12) bemerkt Berliner: ״Für den Beinamen מקן kann ich kein Analogon finden.“ — Es will bedeuten: Benjamin aus Covo (eovo-Nest). Zur Inschrift 46 — כדן תמרי — fügt Berliner hinzu: ״So ave hält "תמי identisch mit Datolo; doch kommen in der Sammlung noch mehrere Inschriften sowohl mit diesem, als mit jenem Namen vor, bei תמרי ist aber immer die Bezeichnung כדן vorhanden, nicht aber bei Datolo.“ Dem italienischen, als Vornamen gebrauchten ״Datolo“ (Dattolo, Dattilo) entspricht jedoch der Regei nach יואב und umgekehrt; überdies kann sowohl hier als auch in den Inschriften Nr. 165 und 166 — in der letzteren heisst es מ^ד בן דרופא דה״ר יוסף כדן תמרי — das תמרי nicht als Vorname betrachtet sondern muss viel eher als zum Familiennamen gehörig angesehen werden Filosseno Luzzatto fand in Padua die Grabschrift eines Märtyrers ישבתי בר מישר, דכדן דתמרי; die Form דתמרי ginge für einen V o rnamen nicht an In einem Schriftstücke Leo Modena’s aus dem J. 1649 wird ein מתתיד כדן תמרי erwähnt; der gelehrte Herausgeber der Schriftstücke Modena’s, Prof. Ludwig 2) Vgl. D. Kaufmann, Ges. Schriften. III, S. 205, Anm. 3.