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Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen · 1913-01-01 · 2 und 3 (1913) · p. Seite 28

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Journal
Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
Volume
1 (1912-1913)
Issue
2 und 3 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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28 nenne sie wegen ihren edlen Gesinnungen gegen ihn im vorzüglichen Verstände also — nicht mitzurechnen ist, indem ihr aulrichtiger mütterlicher Segen ihn bis zu diesem heiligen Altare begleitet. Er hatte schon als Knabe das grosse Glück, welchem er vielleicht unwissend diese glückliche Veränderung seines Sinnes ewig zu verdanken haben wird, er hatte, sage ich, das hochschätzbare Glück, sich durch Treue und Gehorsam im Dienste und verschiedenen wichtigen Geschäften, in dem hochansehnlichen Hause meines und seines gnädigen Herrn v. Laschovski besonders auszuzeichnen und beliebt zu machen. Johann Georg Fock. Anrede bei der Taufe eines Juden im hiesigen Bethause Augsburger Confession am 19. Juni 1785. Im Verlag Georg Philipp Wucherers, und gedruckt mit Weimarschen Schriften. (Sammlung M. v. Portheim, Nr. 2527.) S. 1. Gabriel David, der in der Taufe den Namen Andreas Friedrich David erhalten hat, ist im Jahre 1750 zu Altofen von jüdischen Eltern geboren, In seinem '19. Jahre kam er nach Rotterdam, verbarg seine väterliche Religion und ging als Soldat in den Diensten der Republik Holland nach B a t a v i a. Im vorigen Jahre kehrte er von daher wieder zurück, kam nach Wien, in der Absicht, sich öffentlich zum Christentum und zu unserer Kirchengesellschaft zu bekennen und dann in seinem Vaterlande sein Fortkommen zu suchen. Er wandte sich in der ersten Absicht unmittelbar an den Monarchen, und es erfolgte darauf der Auftrag an mich, ihm den erforderlichen Unterricht zu erteilen und ihn darauf zu taufen. S. 4. Da er in seiner Jngend von seiner väterlichen Religion nur äusserst dürftigen und mangelhaften Unterricht erhalten, . .. S. 5. Diese Begebenheit (Taufe eines Juden), die unter uns die erste in ihrer Art ist. D-t. Verschiedenes. Eine wertvolle Anerkennung'. In dem „Grenzboten1', Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst (1913, Nr. 5) schreibt Stephan Kekule v. Stradonitz folgendes über unsere Zeitschrift: Es ist deshalb vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt aus nur mit Freuden zu begrüssen, dass in Wien ganz kürzlich erst ein „Archiv für jüdische Familienforschung'4 begründet worden ist, dessen Heft 1 gerade eben zur Ausgabe gelangte. Da es sich hier um eine Zeitschrift auf streng wissenschaftlicher Grundlage handelt, wird man von ihr wertvolle Aufklärungen sowohl tatsächlicher Natur, wie über die Methode der jüdischen Familienforschung erwarten dürfen. Der Familientagder Nachkommen des Bassevi v. Treuenberg. Auf vielfache Anfragen hin teilen wir mit, dass im Sommer 1911 die Nachkommen des von Kaiser Ferdinand II. geadelten Bassevi v. Treuenburg einen Familientag in Ischl abgehalten haben. Bekanntlich ist Bassevis Descendenz in Oesterreich- Ungarn, Italien und England recht zahlreich, doch ist nur ein kleiner Teil auch heute adelig. Der Familienname der Nachkommen ist Bäsch, ein Teil hat im 18. Jahrhundert den Namen Fürst angenommen. Das Hauptreferat am Familientag erstattete Herr Michael Vajda aus Budapest, dessen Anträge auf Stabilisierung des Familientages und Errichtung einer Familienstiftung einstimmig angenommen wurden. Ausserdem wurde beschlossen, eine Familiengeschichte herauszugeben, in der auch die neuentdeckten Basseviurkunden veröffentlicht werden sollen. D. Eine Berichtigungdes Freiherrn Philipp v. Schey. Die „Oesterreichische Wochenschrift" brachte im vergangenen Herbst die Nachricht, dass die Barone Schey v. Koromla vom Judentum abgefallen sind. Daraufhin richtete Baron Philipp Schey folgende Berichtigung an die „Oesterreichische Wochenschrift", die auch in Nr. 1 dieses Blattes abgedruckt wurde.

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