Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Journal
- Archiv für jüdische Familienforschung, Kunstgeschichte und Museumswesen
- Volume
- 1 (1912-1913)
- Issue
- 2 und 3 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 gestorben 1570. Ein Sohn des Zollikofer-Bufflerschen Ehepaares war Sigismund Büffler, vermählt mit Anna Schultheiss. Der beiden letzteren Sohn war Christoph Büffler, vermählt mit Margarete Menholzer. Eine Tochter des Buffler-Menholzerschen Ehepaares, Susanna, heiratete ihrerseits wieder in das verschwägerte Geschlecht Zollikofer, nämlich Tobias, der 1696 gestorben ist. Der beiden letzteren Tochter endlich ist die oben genannte Susanna Zollikofer, die Gemahlin des Johann Jakob Heyder. Unter der Nachkommenschaft im Weibesstamme dieses Heyder-Zollikoferschen Ehepaares befindet sich nun eine Persönlichkeit, der in diesem Zusammenhange zu begegnen bei vielen Lesern gewiss grosse Ueberraschung hervorrufen wird : der ehemalige Staatssekretär des Reichkolonial-Amtes Bernhard Dernburg. Er ist nämlich ein Sohn des verstorbenen Schriftstellers Friedrich Dernburg (wie allgemein bekannt sein dürfte), aus dessen Ehe mit einer geborenen Stahl, Tochter des Pfarrers Karl Stahl aus dessen Ehe mit Mathilde, geborenen Huth. Mathilde Huth, die mütterliche Grossmutter also von Bernhard Dernburg, war eine Tochter des Med.-Rates Dr. Bernhard Huth aue dessen Ehe mit Susanna Maria Heyder. Letztere, geboren 1780, war eine Tochter von Johann Georg Arledter genannt Heyder, gestorben 1809, aus dessen Ehe mit Maria Christina von Heyder, gestorben 1797. Maria Christina von Heyder war ihrerseits eine Tochter von Johann Friedrich von Heyder aus dessen Ehe mit Susanna Maria Mühl. Johann Friedrich von Heyder, geboren 1714, gestorben 1772, war ein Sohn des Johann Jakob von Heyder und der Susanna Zollikofer — die beide oben bereit» erwähnt sind. (Es ist hier einzufügen, dass die Generation: Johann Jakob von Heyder und Susanna Zollikofer im „Gothaischen Genealogischen Taschenbuch der Briefadeligen Häuser", Jahrg. 1911, S. 422, aus Vergehen ausgelassen, und infolgedessen Johann Friedrich [der Jüngere] von Heyder, geboren 1714, dort zum Sohne seiner Grosseltern, gemacht worden ist. Doch das nebenbei!) Das höchst merkwürdige Ergebnis ist also, dass in den Adern Kaiser Wilhelms II. und seines ehemaligen Kolonialstaatssekretärs je ein Tröpflein des gleichen Blutes rollt. Das Testament der Baronin Eleonora Wetzlar v. Plankenstern. Mitgeteilt von Dr. Bernhard Wachstein. Bei meinen Nachforschungen über die Gründung der Wiener Chewra Kadischa im Jahre 1763 begegnete ich unter den Unterzeichnern des ersten Statutes dem Namen: Naftali Hirz, Sohn des Abraham Wetzlar. Die Durchstreichung, die der Name aufweist, brachte mich auf die Vermutung, dass wir es hier mit einem Mitgliede der Familie Karl Abraham Wetzlars zu tun haben, die in der Folge aus dem Judentume ausgetreten war und in den österreichischen Freiherrn stand erhoben wurde.1) Vgl. meine Gründung der Wiener Chewra Kadißcha, S. 15 und S. 23.