Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 50 (14.12.1844)
- Date
- 1844-12-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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JH 50. ס 1844. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P oft zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeIahr i st 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten. welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Belehrung, Erbauung und Unterhaltung jüdischer Leser. יפה תלמוד תורה עם דרך אוץ. (Abot, 2, 2.) חציו לי״י וחציו לכם. (Beza, 15 b.) de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Jeitungs -Expeditionen des In-u. Auslau. des nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - BI. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Mikkez, 14. December. .פ' מקץ 4. Tehet, 5065. Betuel und Rebekka. Dramatische Bibelscene *). Personen des Dramas. Betuel. Rebekka, seine Tochter, Erzengel Michael. Der Engel des Segens. Der Engel des Glücks. Der Engel der Liebe. Erster Auftritt. Betuel und Nebekka. — Elfterer auf einem Labouret, Letztere zu seinen Füßen sitzend. — Ort der Handlung: eine Halle, wo Betuel seiner Tochter den täglichen Unterricht ertheilt. Betuel. Du warst, wie immer, heut' auch eine wack're Schülerin, Doch laß die Stunde der Belehrung mich beenden, Denn Wicht'ges, Ernstes Hab' ich noch mit Dir zu reden. Rebekka. Sprich immerhin, mein guter Vater! Mein Ohr ist stets geöffnet Dechen weisen Worten. Betuel. Erinnerst Du Dich noch, mein Kind! Wovon zuletzt wir sprachen? Nebekka. Du sprachst von Evens Sündenfall, ' Und wie durch ihre Schuld das schöne Paradies Dem Menschensohn verloren ging. Nun gräme ich mich oft und denke, Daß ich, die ein Geschlecht mit Eva, Auch an derselben Schuld betheiligt sei. — Betuel. Nicht doch, meine Tochter!. י *) Heber die Veranlassung und den Verfasser dieses kleinen Drama's vergl. die vorige Nummer. Hinzugefügt muß werden, daß der Vorname des gelehrten Bräutigams Josef, und der der Braut Rebekka ist. Die Red. Wer seine Schuld bezahlt, ist nicht mehr schuldig. Die Frauen haben uns das Paradies genommen, Doch sieersetzen 's auch. — Der Garten Gottes bleibt uns streng verschlossen, Doch ist das Weib, des Gartens schönste Blume, uns geblieben. Wahr ist's gar manche Stürme giebt's im Erdenleben, Und mühsam strebt der Mann, dem harten Boden Nahrung zu entringen. — Doch Abends kehrt er heim, und von des Hauses Schwelle Stürzt jauchzend ihm der Kinder frohe Schaar entgegen, Umarmt ihn liebevoll sein theures Weib. — Im sanften Lächeln ihres Strahlenauges Vergißt er schnell die harte Last des Tages Und nimmer fällt ihm ein, daß er das Paradies verloren; Denn seines Weibes holdes freundlich Walten Verwandelt ihm des Hauses Heerd zum Paradiese. Sieh, meine Ribka! Was Eva einst verbrochen, müssen Eva's Töchter solcherWeise sühnen. — Doch Alle sind so glücklich nicht, die Sühne zu vollbringen, Nur die von Gott Geliebten sind dazu erkoren. — Auch Du, mein Kind, bist auserwählt, Und wünscht ein braver Mann im fernen Lande Sein Haus durch Dich zum Paradies geschmückt zu sehn. — Jetzt, meine Tochter, sprich! Bist Du geneigt, der Weisung Gottes gern zu folgen? Rebekka. Wie sollt' ich, guter Vater, das nicht gern vollführen Was Du für rathsam hältst und Gottes Wille ist. — Doch werd' ich ihn, den fremden Mann, , Dev mich nicht kennt und meine Wiege nie geseh'n — , Wert»' ich ihn lieben können, wie ich Dich geliebt, Werd' ich, selbst wenn ich ihn auch lieben könnte, Für Dich nicht stärker fühlen als für ihn, den Gatten? Betuel. Als Gott die ersten Menschen schuf Da war es Mann und Weib, nicht Kind und Vater. So war die erste Liebe Gattenliebe Und hat natürlich auch die ält'sten Rechte. — Rebekka. Ach, Vater! zürne Deiner Lochtev nicht. Wenn bei dem ernsten Schritt sie ängstlich ist; 50