Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 48 (30.11.1844)
- Date
- 1844-11-30
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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1844. Mese Zeitscbr. erscheint wöckentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P ost zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeZahrist LOSgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post i'n's Haus geschickt wer- Belehrung, Erbauung und Unterhaltung jüdischer Leser. de, zahlen dafür 2 Sgr, 6 Pf. halbjährlich aü festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Äste wohllöbl. Postanstalten ti. SeitungsExpeditiünen des Inu. Auslatt» des nehmen Bestell:»«- ge» an. Außerdem kann das Sabbath-Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. יפה תלמוד חורה עם דרך אוץ. (Abot, 2, 2.) חציו לי״י וחציו לכם. (Beza, 15 b,) Sabbath Wajischlach, 30. November. .פ׳ וי^עלח 19. Kislew, 5065. Proben von Uebersetzungen aus Schönfeld's hebr. Anthologie (ע^ך ע^ אכוח). Preßburg, 1842. Von M. Steinschneider. I. Das Gleichnis (ץר המשל> Vom Gleichniß soll den Werth ein Gleichniß selbst dich lehren« Eröffnen dir das Aug', sein Licht dein Dunkel klaren! Ein König verlor einst gar kostbar Gerüche Das sucht er gar ängstlich, mit ihm seine Räche — Doch fand es nicht Einer! Da ging denn ein Diener Und zündete ein Lichtchen, an Werth einen Wiener, *) Was Allen entschwunden, sogleich ward gefunden! Solch' Lichtchen ist Gleichniß: Was noch so versteckt Mit ihm, so du suchest, gar bald ist's entdeckt. II. Der Fuchs und der Weinberg (השועל והכרם). Nackt wie du kamst vom Mutterleibe, Nackt gehst du hin, Nichts das dir bleibe! * * * Ein Fuchs am Weinberg stand, ihn lockt die goldne Frucht, Und schleichend um den Zaun vergebens Eingang sucht. Ein Loch nur eng und klein Das läßt ihn nicht hinein So er nicht seinen Leib mit Fasten schwer kasteit. Das, denkt er, will ich thun! und that's zur selben Zeit. Nun zwängt er sich hindurch, schmaust dort sich feist und dick Und wie er übersatt, denkt er auch an's Zurück: Das Löchlein eng und klein Läßt ihn nicht aus wie ein. ף Eine kleine Münze. Da muß er noch einmal nun fasten nach dem Prassen, Dünnleibr'g wie er kam den Schmauftplatz verlassen! Der Mensch den Mutterleib verläßt Er hält die Faust geschlossen fest: ״Der Erde Güter faß' ich hier!" Wird er in'S ew'ge Bert gelegt Hat er die Finger ausgestreckt: ״Von allem Nichts nehm ich mit mir!" Beleuchtung von ' Lagesbegebenheiten, die Juden betreffend. 1. Die Ausschließung der Juden von -er Militairpflicht. Wie es unfern Lesern bereits ^bekannt ist, hat dieSchleswiger Ständeversammlung die Juden vom Militairdienste ausgeschlossen. Die Triebfeder, welche die Maschine, gegen die Juden in Bewegung gesetzt hat, ist leicht zu erkennen. Der Militairdienst in seiner hohem Bedeutung ist der Kulminationspunkt in der Theilnahme an den vaterländischen Interessen, Jeder Soldat ist ein Stein der Schutzmauer, die der Staat gegen Angriffe von Außen um sich zieht. Sem Leben den Mordgeschützen blosstellend wahrt der Krieger die Sicherheit seiner Landesleute und zugleich die eigene. Nicht sklavische Aufopferung für ein regierendes Oberhaupt ist es, was den Kriegerstand erhebt und adelt, sondern das Bewußtsein des Kriegers, seine schwache Gattin und seine zarten Kinder, händeringende Witwen und verlassene Waisen, gebeugte Greise und bekümmerte Männer, die Ehre und die Freiheit des Vaterlandes gegen die Mordgewehre raubsüchti: ger und wüthender Feinde in Schutz zu nehmen. Ein Herz, 48