Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 43 (26.10.1844)
- Date
- 1844-10-26
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1844. Diese Jeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P oft zum Sabbath überallhin versandt fein kann. Der Preis für das halbeJahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten» welche wünschen, daß ihneu d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Für Belehrung, Erbauung und Unterhaltung jüdischer Leser. חציו לי׳י וחציו לכם. יפה תלמוד תורה עם דרך ארץ. (Abot, 2, 2.) (lieza, 15 b.) de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. KUe wohllöbl. Postänstalten u. Zeitungs -Expeditionen des Inu. Auslan» des nehmen Bestell»», gen an. — Außerdem kann das Sabbath-Bl. auch durch jedeBuchhdl. bezogen werden. Sabbath Lech Lecha, 26.׳ Oktober. .פ׳ לך לך 13. Marcheschwan, 5065, Ermahnung von R. Bechaji den;Josef ben Bakoda. Nach dem Hebräischen von Dr. M. Sachs. (Beschluß.) Mein Geist! mit reicher Reisekost versieh' dich in der Zeit, So lang du Macht hast und Gelegenheit; Denn der Weg ist weit. Sprich nicht: ich will erst morgen Mit Nahrung mich versorgen, Denn es fleucht der Lag Du weißt nicht, was das Heute bringen mag, Das Gestern ist ohn' Widerruf entflogen, Nur was du thatst, das ist gezählt, gewogen. Sprich nicht: das thu' ich morgen.^ Der Todestag ist jedem Lebenden verborgen, Drum eil' und thu' mit jedem Tag sein Lheil, Es schnellt der Tod in jeder Stunde Blitz und Pfeil. Drum thu' an jedem Tag das Seine — ohne Rest! Aus seiner Heimath eilt derMensch gleich wie derVogel aus demNest! Denk nicht: Wenn aus des Leibes Haft ich bin befreit, Ist noch zur Umkehr Zeit Von sündiger Abtrünnigkeit: Dort ist zum Gutthun keine Zeit, Zur Sünde nicht Gelegenheit. , Dort frommt nicht Reue Noch Untreue, Nicht kann Gewiffenspein Von Sünd' und Schuld befrei'n. Denn jene Welt — Die ist zur Rechenschaft bestellt, Für's Buch, drin, was geheim und unter Riegel Geschah, tragt von der Menschenhand das Siegel, Bestimmt, Lohn Gottes zu gewähren Den Gottcsfürchtigen, die seinen Namen ehren, Und Strafgericht mit ׳den zu halten, Die Gott vergessen und sein Walten, Die zu ihm sprechen: Weiche von uns — wir mögen deine Wege nicht betreten; Was nützt uns, Gott zu dienen, was frommt, zu ihm zu beten. Mein Geist! So du weise bist, kst's dein -Gewinn, Dein Schaden — hegst du eitlen Thorensinn, Drum höre Warnung an, sei klug, verwirf nicht Rath, Zu Herzen nimm, was Davkd's Sohn gesprochen hat: Das Höchst' und Letzt' ist: Fürchte deinen Gott, Bewahre treulich sein Gebot. Das macht den ganzen Menschen aus! Denn alles Thun bri.ngt Gott einst in's Gericht, Ob gut ob bös — er zieht Verborgnes an das Licht. Vergiß es nicht, daß jedes Menschen Hand Sein Thun besiegelt, daß cs wieder wird erkannt. Gedenke, daß nicht Finfterniß und Todesnacht Verhüllet den, der Böses hat vollbracht. Suche Gott, deinen Meister, Mit aller Kraft deiner Lebensgeister! Such' frommen Sinn und Demuth, Das schirmt dich wohl am Tag der Zorngluth. Dann wirst du glänzen, wie das Firmament, Wie hell in ihrer Pracht die Sonne brennt. Dann leuchtet dir der Gnaden Sonne, An ihren Flügeln Heil und Wonne. Drum jetzt wohlan! zu deinem Gotte singe, Daß deines Flehens Ruf zu deinem Meister dringe,- Lobe Gott! denn schön ist's, unserem Gott zu singen. Süß, ihm den gebührenden Preis zu bringen. '