Mannheim
Compact Memory

Sabbath-Blatt · 1844-08-31 · 35 (31.8.1844) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1844
Issue
35 (31.8.1844)
Date
1844-08-31
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8620046-8637379-8640861--579-8620506
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeJahr ist Lv Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Für Belehrung, Erbauung und Unterhaltung jüdischer Leser., - mm. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs -Expeditionen des In-u. Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. חציו לי׳י וחציו לכם. יפה תלמוד תורה עם דרך ארץ. (Abot, 2, 2.) (Beza, 15 b.) Sabbath Ki - Tabo, 31. August. חבא Die Religionsparter'err im Ju-enthurn. (Beschluß.) Soll des Zwiespalt's Schmerzenswunde, Heilen nie, lm alten Bunde? Nie der Einheit Blum' g.edeih'n? , Soll von Allen, jenen Dreien, Obgenannten Hauptparteien, N i e Vergleich zu hoffen sein? — Soll es fort im Laus der Zeiten, Lappend, irrend sich erweiten, In der Zweifel Labyrinth? — Soll es — Nein! Dies darf's nicht sollen - Soll es? — Dann seid Ihr die Tollen, Und das arme Volk nur blind. Ein Jahrhundert lang' schon streitet, Mit sich selbst es, irrgeleitet — Ein Jahrhundert und — noch heut? Und noch weiß es in den Pflichten, Sich nicht rechts, nicht links zu richten, Und noch kämpft es mit der Zeit!— Dies erwäget und bedenket: Gebet Aufschluß, Wächter, lenket Uns zum Licht, aus dieser Nacht! Zu des Judenthum's Erhaltung, Füllt die Breschen aus, die Spaltung! Wächter seid Ihr — darum wacht! Laßt uns nimmermehr beschließen, Das Jahrhundert — wie wir's grüßen . In der Zweifel bilt'rem Weh'! Um den Volkgeist zu erheben, Einet Glauben mit dem Leben Schafft ein weises Juste—milieu! 16 פ׳ כי. El ul, 5604. Darum auf! Ihr Zionswächter! Glaubenskämpfcr! Heilsverfechter! Panzer, Schild und Schwert gefeit! Nacht ist's — Eilt, die Fackeln zündet! Und den frommen Gläub'qen kündet; Kündet: was ist's an der Zeit! Der Werkeltag und der Sabbat. (Beschluß.) Dieses innige Familienleben ward aber noch intensiver durch andre, noch bedeutendere Momente, die ihre Quelle grade im Herzen der Gemeinde selber hatten. Das nach außen unscheinbare, wie es das Ansehen hatte, bloß dem Erwerbe, dem Gewinne, der List und dem verschmitzten Calcul zugewandte Leben, feierte unbemerkt seine stillen geistigen Feste in seinem Innern. Am Heerde erlosch nimmer das Feuer des geistigen Lebens, der edlen Begeisterung für das Geheimniß einer erhabenen Idee, eines herrlichen Jenseits. Die stille Erhebung zu Gott, eine unbegrenzte Hingebung und demuthsvolle Uebernahme des göttlichen Jochs und der Priesterdienstbarkeit, ein ununterbrochenes Hinweisen auf das Unsichtbare, beförderte, hob und veredelte das geistige Stillleben der jüdischen Familie. Mit dem zum Bewußtsein erwachenden Kinde erwachte das widerwärtige, zusammenschnürende Gefühl des Ausgestoßensein's aus dem Bezirke der großen Menschenfamilie, aber mit diesem verband sich das zugleich mit ihm erweckte Bewußtsein einer höheren Bestimmung, einer Weihe zu göttlichen Dingen, und verlieh 35

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.