Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 33 (17.8.1844)
- Date
- 1844-08-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1844. Diese Jeitfchr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. DerPreis für das halbeZahr ist 20 Sgr., ohne Porto» Anschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen» daß ih» nen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- I' J Belehrung. Erbauung und Unterhaltung jüdischer Leser. de. zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. All« wohllöbl. Postanstalten u. Aeitungs -Expeditio» nen des In-u. Auslan» des nehmen Bestell»״- gen an. — Außerdem kann das Sabbath-Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. יפה תלמוד תורה עם דרך ארץ. (Abot, 2, 2.) חציו לי״י וחציו לכם. (Beza, 15 b.) Sabbath Schofetim, 17. August. פ׳ שופטים 2. Elul, 6604. Die Reliaionsparteien im Judenthum. Und es hemmen keine Schranken, Noch das allgemeine Schwanken; (Fortsetzung von Nr. 28.) Ziellos starren wir und bang' — Doch, die Sonnen, jene großen. Wie erschienen, so zerflossen, Bald sie wieder unserm Blick; Ließen, kaum am Ziel des Strebens, Kaum am. Mittag ihres Lebens — Halb erleuchtet uns zurück! Starren immer noch und starren» Harren immer noch und harren, Gleich den Blinden, der verirrt Klagen immer noch und klagen, Fragen immer noch und fragen; Was aus dieser Krists wird? ׳ Nimmer hatten diese Sonnen Kommen sollen, wenn — zerronnen Sie so früh, — eh's kaum getagt! Kamen sie, so sollten enden Sie, und volle Helle spenden! Hätte einst Alfons gesagt. Halb gebrochen, halb gekittet, Halb geordnet, halb zerrüttet, Ließ ihr Lichtstrahl uns zurück; Dunkel halb, halb richtumflossen, Haben halb wir nur genossen, Der Erleuchtung süßes Glück! Und im Klauben, gleich den Lahmen Schwankend, konnten im Examen Kindern gleich, wir kaum besteh'n; Eben, weil d i e lichten Sonnen, Als sie kaum den Lauf begonnen, Wir schon sahen untergeh'n! Und des wilden Zweifels Beute, Sind seit damals wir, bis heute, Wurfball wildem Wogendrang; Und noch quält uns der Gedanke: Wird das Judenthum, das kranke, Nimmer denn genesen mehr? —- Nie verlassen soll's das Bette? Klirren blos mit seiner Kette, Immerdar, so wie bisher? Soll, zur Liad'rung seiner Wehen, Nie ein milder Zephir wehen. Der ihm Licht und Heilung bringt? Soll aus dieser langen Gährung, Nie entfalten sich Verklärung, Wie sich Licht der Nacht entringt? —> Soll, aus langem Kampf entschieden, Nimmer werden uns ein Friede», Der uns endlich Herl gewährt?!Soll aus langer Meinungsspaltung, Reifen nie die Umgestaltung, Die das Lebensziel uns lehrt? — (Beschluß folgt.) 33