Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 32 (10.8.1844)
- Date
- 1844-08-10
- Page
- Seite 128 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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128 seiner Schrift ״die- Juden im Mittelalter.," S. 23-^-24: ״DiA Juden in Kaffong-Fu sprechen ein mit Persischem gesmischtes HÄräisch, ׳woraus M entnehmen ist, daß ibceVorfahren sich einige Zeit in Persien aufgehalten haben, ehe ste sich weiter nach Westen wandten.. Ihre Synagoge hat, .wie k>er alte Tempel zu Jerusalem, ein Heiligthum, welches das 'Haupt derselben allein betreten darf. Ihrer geheiligten Bü- ׳cher sind dreizehn an der Zahl, zu Ehren des Moses und der ׳zwölfStamme. Es sind Rollen,׳ welche T akin g heißen, und deren jede auf einem -eigenen Tische ruht und mit einem Vorhang von Seide bedeckt ist. Unter diesen Büchern bemerkt man ein sehr altes Manuskript des Pentateuch. Ändere ffagenj es sei das Buch Esther. Am Purimfeste wird es ehrfurchtsvoll aus׳ seinem Aufbewahrungsorte geholt, gesegnet und׳ vorgelesen. Den Rest es Jahres über!ist. dieses alte Manuskript sorgfältig verschlossen." —- Ausführlicheres über t>ic. Juden in China werden wir nächstens mittheilen. 2: ' Die Juden in Aden. . Unter der Ueberschrift: ״Aden. 'Spaziergang durch die angehende Hauprst'ädg des b'riciischen Arabiens" theilr das ,״Ausland" eine Schilderung dieser Stadt mit, worin u. A. folgende für unsere Leser interessante Stelle sich findet:'Auf den rohen Stufen der eng zusaminenstehenden Wohnhauschen fitzen — umgeben von rosenwangigen kleinen Schel- ,men — zahlreiche schwarzgcaugte und gutgekleidete Jüdin- .,neu. Rachel, obwohl besonnen und auf den strengst:'״ ..äußern Anstand haltend, Aff.unverschleiert (wahrend die Frauen der Muslims ,sich in Schleier hüllen.. .Wäre ׳es'möglich, , sie dahin .zu. bringen, daß sie zu täglicher Waschung ihre Zusiucht nähme, so .würde ihre Hautfarbe nicht minder hell, .,als die . einer Südeuropaerin fein undkn den gutgeschnitte- ..nen Zügen und dem.. scharfgebogenen Profil der Brünette sind alle..jene bestimmt, ausgeprägten Eig'enthümlichkeiten erhalten,, woran man ,in jedem Theil der Welt die zerstreuten . Töchter.'Israels .vor andern Erdenröchtern erkennt. Die sonst täglich miShandelrcn Juden genießen jetzt unter' englischer Herrschaft eine völlige Sicherheit. ׳' Das GsüB ist blinde »... ä :AWs dem. Peesistzen. s- Als Tamerlan (eigentlich Limür71611A, der lahme Timür) nach Hindostan kam, ließ er Sänger *) holen, indem ec sagte: ״Ich habe von vielen Vornehmen gehört, daß es in dieser Gegend vortreffliche. Sänger giebt.". Ein blinder . Sänger-., der anwesend war, sing zu singen an. Dem König gefiel der Gesang,, und als er den Sänger nach deffen Namen fragte, antwortete dieser: ״Ich heiße Daulet" *)׳Die mutribän sm'gen und spielen zugleich, wie dies über- Haupt bet den alten Musikern gewöhnlich war. Verantworriicher Verleger E. L Fcitzsche in Leipzig. (d. h- GIu <£}>; Der König versetzte: ״D as G l ü ck i st a l s o blin d." .״Wau das Glück nicht blind," erwiderte der Blinde, -,so würde es nicht in das Haus eines Lahmen gekommen sein." Dem-König, gefiel diese Antwort und er ließ dem Blinden ein. großes Geschenk geben. Vermischte Nachrichten. Aus Italien höben wir vom jesuitischen Manoeuvrcs. Die unsterblichen Jesuiten suchen nämlich junge Kinder aus dem Fami» lienschooße in den Schooß der Alleinseligmachenden zu führen. Der jüd. Bankier Fl0 sheim in Frankfurt <1. M. wurde vcm dortigen Kasino ausgeschlossen, obwohl sein neugeborner Knabe zu den Unbeschniltenen gehören wird. Dr. B a r a sch, gegenwärtig in B u k a re st, beabsichtigt ein in chebr. ׳,Sprache, geschriebenes und aus 20 Lieferungen ä 10 Sgr. -bestehendes Werk: unter dem Litel אוצר חכמת,, das alle Zweige der Wissenschaft umfassen soll, herauszugeben. ׳ In Birmingham leben 110 jüd. Familien, die zumeist mit dem Handel sich beschäftigen. Es besteht dort eine Schule, worin ''50-Knaben und 20 Mädchen unterrichtet werden. ,'׳Das Kirchenbüdget der Juden ln Frankreich erhält 100,000 Fr. Zuschuß vom Staate,'und jetzt verlangt der Minister noch ' 1st,0si0'Fr.' —' Hat in dieser Beziehung Deutschland den französi- , scheisi i^taat überflügelt? ' Die Refvrmparlei in B re sla:u ist jetzt in der größteü Berte- 'gmlstit. Der Eigenthümer der von ihr gemietheten Synagoge har, da ev nicht bezahlt werden kann, den Herren eine Aufkündigung zükömMen lassen. " ' •'-׳" Auf eine Anrede des Dr. Hirsch in Luxemburg antwortete der König dev Niederlande : ״Sie wissen, daß nicht bloß hier, daß auch - in meinen-Medertauden: viele׳ Juden im Staatsdienste sind, und ich kann- Mich deshalb nur-freuen. Sie haben sich immer als treue und bewährte Unterryanen und von jeher .als die besten.Freunde mei- --nes Hüüses -ge^eigki -Meine Staaten waren ihnen immer eine offene Zufluchtsstätte,׳ urid sie haben sich aufs, rühmlichste dieser Wohlthat ' dankbar errviesenr" ׳ ..; Von wehren Missionären ist eine Schrift in französ. Sprache ck'Luropk kt 66 Pnl68tin6" erschienen, aus der wir ,:nächstens unser» geehrten Lesern Auszüge in deutscher Sprache lie- , sexy wexden. — Zugleich machen wir Hausväter und Lehrer auf ) dm Schrift : Schuschan-Eduth von M. M endet so!1 in Hamu bürg. (Stuttgart, Hallberger'sche Verlagshandlung) aufmerksam. :Eine,ausführliche AnzeigeHabe» wir jm ״Orient" Nr. 31 gegeben. Druck von I. H. Nagel in Leipzig.