Mannheim
Compact Memory

Sabbath-Blatt · 1844-07-20 · 29 (20.7.1844) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1844
Issue
29 (20.7.1844)
Date
1844-07-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/8620046-8637379-8640181--549-8620482
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

1844. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal, u. zwar so, daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeIahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Für Belehrung, Erbauung und Unterhaltung jüdischer Feser. חציו ליי וחציו לכם. יפה תלמוד חורה עם דרך ארץ. (Abot, 2, 2.) (Beza, 15 b.) de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Seitungs -Expedit'0nen des In-u. Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Vuchhdl. bezogen werden. Sabbath Chcison, 20. Juli. שכח הווו 4. Ab, 5604. di i ZLon. (אלי ציון) Von M. S. Pappenheimer in Breslau. *) Klage Zion sammt dem Lande, gleich dem Weib' in Kindesnoth: wie die Braut im Trau'r-Gewände, klagt um des Verlobten Tod. — Trau're, daß die Burg zerfallen, ob der Heerde Missethat; daß des Tempels heil'ge Hallen, Gottesläst'rers Fuß betrat. Die einst Gott so lieblich priesen, ach! wie schrecklich war ihr Loos.' knechtisch in die Haft verwiesen, wo ihr Blut wie Ströme floß. Wo sonst tönten Dankeslieder, dort fleußt itzt der Sänger Blut; und des Hohenrathes Glieder, sind zerstreut durch Feindes Wuth. Hin sind Tagesopfer Spenden! Erstlings-Lösung ist gestört; **) Tempel - Schmuck in Frevel - Händen, * ״. Düften - Altar ward verheert. *) Die Klagelieder Jeremia's, übers, von M. S. Pappenheimer. Breslau, 1844. 8. Zum Besten der isr. Kranken-Ver- Pfleglings - Anstalt. D. R. **) Die Auslösung der Erstgebornen. Fürsten-Sprossen, David's Söhne, (Volkes hohes Oberhaupt) Schwärze deckt ihr Antlitz Schöne, seit der Krone sie beraubt. Gottes Schutz, deß wir genossen, wich von uns; der Tempel schwand; und des Zwingers Raubgenossen, hüllten uns in Traue' - Gewand. Zahllos rafften Streicheswunden, die geweiht sich dem Gebot; Säugling, Mutterbrust entwunden, fand am Fels zerschellt den Tod. Preisgegeben Feindes Spotte, der mit Hohn dem Unglück lacht, ward gebrochen durch die Rotte, edlen Volkes Freiheitsmacht. Daß sie Missethat begangen, und den Tugendpfad verkannt, schmachtet itzt ihr Heer gefangen, schwarz entstellt durch Sonnenbrand. Schmähend läßt der Feind erschallen Freudenruf, daß er gehäuft Leichenhügel in den Hallen, die er tobend frech umschweift. Gott! dein Name wird entweihet, durch der Frevler Lastermund; Hör'! dein Volk, das flehend schreiet, thu' ihm-׳ deine. Gnade kund. — 29

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.