Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 28 (13.7.1844)
- Date
- 1844-07-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜ> 28. 1844. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeIahr ist 20 Sgr., ohne Porto: Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Belehrung, Erbauung und Unterhaltung jüdischer Leser. יפה תלמוד חורה עם דרך ארץ. (Abot, 2, 2.) חציו לי"׳ וחציו לכם. (Beza, 15 b.) de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Poftanstalten u. Aeitungs -Expeditio» nen des In-u. Auslardes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Matot-Mas'e, 13. Juli. פ׳ ממוח מפעי 26. Tammus, 5604. Die Religionsparteien im Juöenthunr. (Fortsetzung.) Kennt Ihr jenen großen Ringer, Völker-Staaten-Reichsbezwinger, Gallien's heldenmüth'gen Sohn! Der gewürfelt nur um Kronen, Dem ein Spielzeug nur Nationen — Bonapart Napoleon! Muthig trat er jene Hyder, Alten Völkerhasses nieder, Und des Pabstthums Allgewalt; Lehrt' im menschlichen Geschlechte, Daß die alten Menschenrechte, Gleich einander an Gehalt! g Kennt das Licht Ihr unsres Rathes, Den gepriesenen Sokrates, Der Mosaischen Nation? Den bescheid'nen, superfeinen, Weisen, anspruchlosen, kleinen, Großen Moses Mendelssohn! — Der, dem Volke, das erblindet, Erst das Licht hat angezündet, Leitend an die Spitze trat? Der, den Himmel ihm geläutert, Und das Dunkel ihm geheitert; Jener Helle gleich im Staat! Ach, Ihr kennt sie! Prangt im Lichte Doch, im Buche der Geschichte, Ewig ihres Namens Ruhm! In unsterblich lichter Reinheit, Als erhabener Dreieinheit, Heiliges Trifolium! (Fortsetzung folgt.) Das Calwev Missions-Blatt und die schottische Missionsgefellschaft zu Jassy. Die immer größern Boden gewinnende religiöse Toleranz hat die das Mittelalter auszeichnenden Schreckensscenen gegen die Bekenner der Einheit Gottes aus unserer Mitte schwinden gemacht. Dafür aber drohet den Juden von einer andern Seite eine Gefahr, die, weil sie unter einer lockenden und verführerischen Form auftritt, schädlicher in ihren Wirkungen ist: wir meinen die Missions-Blatter und Missions-Gesellschaften. Wir sind weit davon entfernt, den Nutzen der Missionen ganz in Abrede zu stellen. Abgesehen von den Vortheilen, welche die Wissenschaft von den Missionaren gezogen, verbreiten sie wenigstens die bei Juden und Christen allgemein gültigen Moralgesctze unter den Heiden der alten und neuen Welt. Allein was wollen die Herrn von den Juden, deren Bücher sie selbst als heilig anerkennen? — In Jassy lockt die schottische Missions-Gesellschaft jüd. Kinder in die von ihnen errichteten Schulen, um sie, die unmündigen Kinder vom väterlichen Glauben abzuwenden. Heißt das redlich, ehrlich handeln, zarte Kinder, die das Gute vom Bösen nicht unterscheiden köynen, den liebenden und besorgten Eltern zu entreißen? Und die deutschen Zei- . 28