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Sabbath-Blatt · 1844-03-02 · 9 (2.3.1844) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1844
Issue
9 (2.3.1844)
Date
1844-03-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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1844. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal, u. zwar so, daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis sür das halbeJahrist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wermm Herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der BO. I. L. Saalschütz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Älle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs - Expeditionen des Inu. Auslandes nehmen.Bestellunggen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jedeBuchhdl. bezogen werden. Sabbath Lezaew, den 2. März. פ׳ הצור■ 11. Adar, 5604. Sabbath-Gabe. Die Kleinodien des Lebens.*) Die Parascha enthält die Fortsetzung der göttlichen Anvrdnungen für das in der Wüste zu errichtende Heiligthum. Die prachtvolle Ausstattung des Ganzen, welche durch die reichen Geschenke, die das Volk darbrachte, möglich gemacht wurde, vertrat würdig die Idee, daß alle Schätze und aller Reichthum ihre schönste Anwendung im Dienste heiliger Zwecke finden. Den Mittelpunkt all' dieser Pracht bildete die Kleidung des Hohenpriesters und an derselben namentlich das Brustschild (Choschen), welches an dem Schulrerkleide, Efod, befestigt und die heiligen Urim und Tummin aufzunehmen bestimmt war. Zwölf kostbare Edelsteine schmückten dieses Brustschild, erinnernd an die zwölf Stämme Israels, deren Namen auf denselben eingegraben waren. Die Schilderung des Choschen, welche wir im 28 Kap. des 2. B. und daselbst vom 15. V. finden, lautet also: ״Mache den Choschen in Kunstweberarbeit. Viereckig soll er sein und gedoppelt. Fasse in denselben vier Reihen von Steinen. Erste Reihe: אדם (Odem), פטדה *) Ich darf wohl erwarten, daß man die sinnbildliche Anknüpfungsweise dieser, durch eine besondere Veranlassung entstanbene, Betrachtung nicht gar zu streng rexegetisch beurtheilen werde. D. Vers. (Piteda), בדקת (Bareket); zweite Reihe: נפך (Nopech), ספיר (Sappic), und יהלם (Jahalom); dritte Reihe: לשם (Leschem), שבו (Schebo) und אחלמה (Achlama), תרשיש (Tarschisch), שהם (Schoham) und ישפה (Jaschpe). Wiewohl nun die Namen der 12 Edelsteine hier angegeben sind, so ist man dennoch, bis auf einige wenige, keinesweges jetzt darüber im Klaren, welche von den uns bekannten Edelsteinen sür den Choschen gewählt waren. Indeß gleich wie man schon seit dem fernsten Alterthum vecsucht hat, in der ganzen Einrichtung des Heiligthums zugleich sinnbildliche Erinnerungen an die höchsten Gedanken der Religion und des Glaubens zu entdecken, so möge es auch uns vergönnt sein, allgemeine Wahrheiten an die Reihe der zwölf Worte anzuknüpfen, welche die Steine bezeichnen, um so dieselben, nachdem sie verloren gingen, für uns gleichsam auf's Neue aufzusinden und in geistige Schatze und Edelsteine, nach unfern Kräften, umzuwandeln. Wir halten uns aber hierbei an den ursprünglichen Wortverstand dieser Namen. Die in die Augen fallende Bedeutung einiger derselben, wie des אדם, des אחלמה, den auch unsere Weisen schon als den Stein des Traumes (von תלם) bezeichnen, giebt uns die Veranlassung und ein gewisses Recht, uns um die Erklärung des Wurzelwortes, auch bei den übrigen, zu bemühen, indem wir hierbei die mit dem Hebräischen verwandten und von demselben abstammenden Sprachen, wo es sein muß, zur Hilfe nehmen. Die 12 Steine geben uns schon durch ihre Zahl, eine Erinnerung an die 12 Monde des Lebensjahres, ein Sinnbild mensiHlichen Lebenskreises, und ähnliche Erinnerungen bieten uns 9

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