Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 7 (17.2.1844)
- Date
- 1844-02-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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1844. Diese Aeitschr. erscheint wöchentlich einmal, u. zwar so, daß sie mit derPost zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeJahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post i״'s Haus geschickt wer- Herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DD. I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Jeitungs - Epeditionen des Inu. Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath-Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Mischpatim, den 17. Februar. פ׳ משפטים 27. ScheLat, 5604. Sabbath ׳ Gabe. Sabbatsstille. ״Sechs Tage hindurch sollst du deine Arbeit thun, aber am siebenten sollst du feiern, so daß das Haus-Thier ruhe, welches du zur Arbeit hältst, und daß der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erhole." 2. B. Mos. Kap. 23, 22. Sechs Zage sind dem Israeliten zur Arbeit angewiesen. Da soll er durch emsige, wohlberechnete Thätigkeit den Bedarf des Hauses und der Seinigen herbeizuschaffen sich bemühen. Am siebenten Tage aber soll er feiern. Da soll die Arbeit, das tägliche Gewühl und vielgeschäftige Treiben ruhen, da soll ihn Sabbatsstille umfangen; da soll er ein« mal sich selber, den Seinigen und seinem Gotte angehören. Sechs Tage bringen ihm den Segen des Allmächtigen, aber am siebenten soll er diesen Segen genießen, sich dessen freuen mit seinem Weibe und seinen Kindern, da soll er sich erinnern, daß das, was er erworben, daß es ihm Gott erwarb, daß all' das Seinige die Gabe seines Schöpfers sei. Da soll er in sich gehen und bedenken, ob er nicht in jene Versündigung falle, vor der die Schrift uns warnt, indem sie spricht: ״so du issest und dich sättigest, Prachtvolle Häuser bauest zu deiner Wohnung, so dein Silber und dein Gold und alle deine Besitzthümer dir sich mehren, da könnte dein Herz sich übecheben, daß du vergesset den Ewigen, deinen Gott; da könntest du sprechen in beinem Herzen: ״Meine Kraft, und die Rüstigkeit meiner Arbeit hat mir all dies Vermögen erworben, — bedenke dann, כי הוא הנתן לך כח לעשות חיל daß der Ewige, dein Gott allein es ist, der dir eben die Kräfte gab, dir dein Vermögen zu erwerben," 5. B. Mos. 8, 12. Solche Erinnerungen in uns zu wecken; vor solchem Hochmuth, vor solchem sündigen Vergessen unser Herz zu bewahren, dazu hat Gott den Sabbat eingesetzt, der uns sagt, daß Er der Schöpfer ist, von Allem, was uns umgiebt und von jeder einzelnen Freude unseres Lebens. Und also ist der Sabbat, den du feiern sollst. Am Vorabend des Festes da thust du Alles ab, was die Woche an Arbeit zurück ließ, da sammelst du dich, da erinnerst du dich, daß du Gottes Kind bist, trittst, dieses heiligen Gedankens voll, in Gottes Haus und erhebst dich zu ihm auf den Flügeln der Andacht. Dann gehest du in dein Haus, wo die festlichen Kerzen dir entgegenleuchten, die die Gattin dir freundlich angezündet. Du sprichst den Segen über den Becher, den Becher der Festesfreude und brichst das Brod, das die Gefährtin deiner?Liebe dir vorgelegt und zuvor geweihet hat. Du brichst das Brod und theilest unter die Lieben, die dich in heiterm Kreis umringen, die Gabe Gottes aus, nachdem sie, du gewöhnest sie schon früh daran, mit ihrem Amen deinen Segensspruch bekräftigt; auch daß, wie der Psalmist sagt, schon das Lallen deiner Kinder ein Lobpreis Gottes sei. — Also auch am andern Morgen, wenn du im Hause des Herrn dein Gebet gesprechen und Gottes Wort vernommen hast. — Wie wohl ist dir dann, wie seligst fühlest du dich im Kreise der Deinen! Da umfängt dich Sabbatsstille, da bist du der Va-