Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 4 (27.1.18444)
- Date
- 1844-01-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Elbląg 1× ep/1047890
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1844. Diese Aeitschr. erscheint wöchentlich einmal, u. zwar so, daß sie mit der P ost zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbeZahr ift 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von I)r. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DD. I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Jeitungs - Expeditio: nen des Znu. Auslan: des nehmen Bestellun: gen an. — Außerdem kann das'Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Bo, den 27. Januar. פ׳ בא 6. Schebat, 5604. Sabbath-Gabe. Eile beim Genuß. ״Und also sollet ihr euer Mahl halten: Eure Lenden gegürtet, die Schuhe an euren Füßen und euren Stab in der Hand. Ihr sollet es in Eile genießen; es ist ein Ueberschreitungsmahl, dem Ewigen gewcihet." 2. B. Mos. Kap. 12, Vers 11. Der Text spricht von dem Passahmahle in Egypten, kurz vor dem Auszuge. Unsere Weisen aber benutzen dieses Wort, um auf den Gegensatz des Genusses dieses Lebens, und der Genüsse der Ewigkeit hinzudeuten. In dieser Welt, sagten sie, da gilt die Aufforderung ואכלתם אתו בחפזון ״Ihr sollet es in Eile genießen", aber von der andern Welt, was Jesaja sagt: ״ כי לא בחפזון תצאוEs wird eine Zeit kommen, da keine Eile und keine Flüchtigkeit euch mehr beherrschen, da der schroffe Gegensatz der Vergangenheit und Zukunft, ja die beänstigende Gewalt der Zeit und Zeitlichkeit vor eurem erleuchteten Auge nicht mehr sein wird, indem dann, das was war, und das was wird, in dem Lichte Gottes, als ein großes Gemälde seines einigen, zusammenhängenden Weltenreiches vor euch da fteht Denn ״vor euch her gehet dann der Ewige und die Herrlichkeit des Gottes Israels folget euch." (Jes. 52, 12.) Wo ihr dann auch, verklärten Blickes, hinschauet, überall umgiebt, umleuchrer euch die Herrlichkeit Gottes, und ihr schauet dann eure zeitliche Vergangenheit im Spiegel eurer ewigen Zukunft. Dann werden wir es inne werden, wie irrig unsere Ansicht war, wenn wir dieses Leben als ein Fest betrachteten, bei dem wir uns Zeit lassen und wohl thun mochten; und wenn wir versuchten, uns schon hienieden zu dem hohen Gleichnisse der Ewigkeit zu erheben, so wird es uns klar, wie anwendbar es auf dieses ganze Dasein ist, was von dem Paffahmahle geboten wird: ״Also sollet ihr es genießen, zur Reise gegürtet, eure Wanderschuhe an euren Füßen, und den Stab in eurer Hand." Zur Reise sollen wir gegürtet sein; hier ist nicht unsere Heimath, כי גר אנכי עמך sagt der Psalmist, ״ein Fremdling bin ich hienieden." Wir müssen erst einen weiten, beschwerlichen Weg machen, der, wie dort in der Wüste, 40 Manncsjahre währet, wir müssen vorüber kommen an den ״ קברות התאוהden Gräbern der Lust," wo wir alle tauschende Lust dieses Lebens zu Grabe tragen, dann erst gelangen wir nach dem gelobten Lande, aber zu dessen Höhen, mit den Waffen des Glaubens emporzuklimmen, gar Manchem, gleich wie Jenen, welche dem Gebote Mosts nicht folgen wollten, beschwerlich und entmmhigend scheint, und dessen ״Lob und Preis," wie dort, nur wenige Kundschafter im rechten Sinne zu verkündigen wissen. Und gleichwohl müssen wir alle dort hin, hier ist, unsere Ruhe, unsere Heimath nicht, und darum müssen unsere Schritte gefestigt und gewaffnet sein, auf dem Pfade der uns zu dem Flaust unserer Väter führt, und der am, גרן האטד, an mancher dornenvollen Strecke vorüber gehet, ä.