Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1844
- Issue
- 1 (6.1.1844)
- Date
- 1844-01-06
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/8620046-8637379-8637385--409-8620370- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Elbląg 1× ep/1047890
OCR text
1844 Diese Zeitfchr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P oft zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von Nr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der VN. I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Jeitungs - Expeditio: nen des In-u. Auslan: des nehmen Bestellun: gen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Wa'jchi, den 6. Januar. פ' ויחי 14. Tebet, 5604. Das Sabbathblatt, Koches nun in seinen dritten Jahrgang tritt, hat sich wahrend der Zeit seines Bestehens Freunde erworben und erhalten. Wir werden uns indeß bemühen, das bei seiner Gründung uns gesteckte Ziel immer vollständiger zu erreichen, Belehrung mit angemessener Unterhaltung noch zweckmäßiger zu verbinden und in den Inhalt mehr Mannigfaltigkeit zu bringen suchen. So daß der liebe Leser, wenn ihm, bei dem ersten erbaulichen Aufsätze das Leben seiner innern Welt aufgegangen, in dem andern Theil des Blattes, von dem, was in der Außenwelt vorgeht, in kurzen Zügen, ein vollständiges Gemälde und auch sonst noch Mancherlei erhalten soll, woran er sich erfreue. Auch von dem Inhalte der das israelitische Interesse anregenden bessern Schriften, sie mögen nun Israeliten oder Christen zu Verfassern haben, werden wir, wenn auch in kürzerer Werse als bisher, den Lesern die Kenntniß verschaffen, und bitten wir Verfasser und Verleger die von ihnen herauszugebenden literarischen Erzeugnisse, über welche sie eine Anzeige in diesen Blattern wünschen, dem Herrn Dr. Saalschütz in Königsberg, durch Vermittelung des Herrn Verlegers, oder sonst portofrei zuzusenden. Kurze Mittheilungen über örtliche Ereignisse, soweit sie für dies Blatt gehören und eine würdige, Niemanden persönlich schmähende Darstellung der reinen Thatsachen enthalten, so wie andere kleine, volksthümliche Aufsätze, und die man gleichfalls auf demselben Wege einsenden wolle, werden gerne angenommen werden. Jedoch werden stets wenigstens die Anfangsbuchstaben von dem Namen der Verfasser beigedruckt. Die Redaktion. fühl nicht, wenn die Zeitlichkeit in der Seele des Menschen sich in das Bewußtsein der Ewigkeit verliert. Es ist noch Keinem zum klaren Bewußtsein geworden, wie der Mensch, in diesem Augenblicke des letzten Lebenskampfes, denkt und fühlt, wenn das für ihn verloren ist, was ihm bisher vielleicht Alles war, und sein Geist von der Ahnung dessen ergriffen wird, was ihm bisher vielleicht niemals als wirklicher Ernst erschienen. Oder wenn er bisher gequält von dem Leben, das ihm stets als feindliche Macht gegenübertrat, ihm nur Verluste und Schmerzen und Täuschungen und Hoffnungslosigkeit darbot, vielleicht zum erstenmale, mit dem letzten Athemzuge, frei aufathmet, aus der dumpfen Lust dieses 1 Sabbath-Gabe. Lebe» und Sterben. Der verlesene Abschnitt führt uns einen Patriarchen vor, wie er von den Seinen scheidet, noch einmal in dies Leben zurückblickt, sich zum Tode vorbereitet und stirbt. Dieses Bild des letzten Augenblickes eines Mannes, der nach vielfachen Prüfungen des Lebens, der Ruhe des Todes, den Hoffnungen der Seligen entgegengeht, weckt uns zu Gedanken über den Tod des Menschen. Wir kennen das Ge¬