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Sabbath-Blatt · 1843-12-23 · 51 (23.12.1843) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
51 (23.12.1843)
Date
1843-12-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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O/ 1843. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal, u. zwar so, daß sie mit der P o ft zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für bas halbeZahr i st 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Li'i' Herausgegeben von »r. Hermann Sommerfeld, israelrtiffhcin Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der NN I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich al? festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs - Expedition nen des Znu. Auslan: des nehmen Bestellun: gen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Chanuka, Sabbath Mikez, den 23. December. ^חנוכה, פ' מ 30. Kislew, 5604. Sabbath-Gabe. Seelengroße. Erste Betrachtung. לא בחיל >לא בכח כי אם ברוחי אמר יי צבאות Nicht durch Heeresmacht und nicht durch Menschenkraft, sondern mit meinem Geiste, spricht der ewige Gott der Sternenheece. Haftara. Sacharja, 4, 6. Das Fest der Tempelweihe, das wir in diesen Tagen feiern, ist ohne Zweifel eines der schönsten Feste Israels. Es weiset zugleich so manche Anklagen, welche Haß und Unwissenheit gegen unser Volk ersonnen, es weiset sie in ihr lächerliches Nichts zurück, und zeigt uns unsere Väter als Männer, welche wahrhaften Muth und wahrhafte Seelengröße besaßen. Als Anliochus Epiphanes, König der Syrer, unter dessen Botmäßigkeit damals Palästina stand, die Israeliten zwingen wollte, die Religion ihrer Väter zu verlassen, im Jrrthume Eins zu werden mit seinen andern Völkern, und den heidnischen Aberglauben und Götzendienst der Griechen als wahre Religion anzuerkennen — da widerstanden Viele solchem Ansinnen, und sie ertrugen lieber den martervollsten Tod, als daß sie Gotte und der Wahrheit untreu würden. Und als die Tyrannei zu stark ward, eine Tyrannei, die Israel nicht nur äußerlich, sondern seinen Glauben, seine Gewissensfreiheit knechten wollte, da sammelte sich eine muthige Schaar unter den Makkabäern, den Söhnen des Hohenpriesters Matthalhias, und sie traten den Syrern im offenen Kampfe entgegen, und sie siegten über die starkern und zahlreichem Schaaren der Feinde ״nicht durch Heeresmacht und nicht durch Menschenkraft, sondren mit meinem Geiste, spricht der Herr Zebaot." Und sie zogen gewaffnet mit diesem höhern Geiste im Lande umher und vernichteten den Götzendienst und zerstörten die heidnischen Altäre. Sie kamen im Glanze des Sieges und der errungenen Freiheit in den Tempel und sühneten und weiheten ihn wieder dem einzigen Gotte und zündeten die heilige Leuchte an in seinen Raumen. So litten, so handelten die Vater, und in all' ihrem Thun leuchtet die Tugend wahrer Seelengröße. Sie traten hin vor Könige und Fürsten und bekannten frei und offen: wir sind Israeliten und wir wollen es sein! sie wiesen die ihnen angebotenen Aemter, die ihnen angeborenen Schätze zurück, die man ihnen für das Opfer ihrer Ueberzeugung geben wollte, sie wollten die von der Religion ihnen verbotenen Speisen nicht nehmen, und ertrugen lieber die martervollsten Todesarten. Es handelte sich hier nicht um die Speisen selbst, die waren ihnen im Falle einer Lebensgefahr gestattet gewesen, wie man dem Kranken das Verbotene darreichen darf und muß. Aber es handelt sich hier um das mit der Hinnahme dieser Speisen verbundene Geständniß, daß sie von dem Gesetze ihrer Religion abweichen und sich zu dem des Heidenthums bekennen wollten. Es galt dies als ein öffentliches Aeugniß, es gab wenigstens den Schein ihres Uebertrittes, der mit vielen Ehren und Vortheilen verbunden war, wobei man sie gern in ihrem Herzen 51

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