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Sabbath-Blatt · 1843-12-02 · 48 (2.12.1843) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
48 (2.12.1843)
Date
1843-12-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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O/ 1843. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbeIahrist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von Di*. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der NN. I. L. Saalschütz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich alL festgesetztes Bestellgell» an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs - Expeditio: nen des Inu. Auslan: des nehmen Bestellun: gen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Wajeze, den 2. December. Sabbath-Gabe. Der Traum Jakobs. 1. B. Mos. Kap. 28, 11 ff. Wenn es wahr wäre, was Viele zu glauben, wonach Wiele zu leben scheinen, daß diese Erde eine Welt für sich, daß dies irdische Dasein ein in sich abgeschlossenes Leben sei, das mit der Wiege beginnend, und am Grabe endend, Nichts weiter zu denken gäbe, als wie wir den zugemessenen Weg zwischen jenen Beiden am Boden hinzuwandeln hätten — so hatten die wohl recht, die ihr Leben vollkommen nach solcher Ansicht einrichten. Denn wozu sollten sie sich dann durch irgend etwas irre machen lassen in dem freien Genüsse aller Ecdenlust, in der Ecstrebung ihres Vortheils, in dem eiteln Wunsche, ihre Gedanken, ihre Pläne, wie geartet dieselben auch sein mögen, zum Ziele zu führen? Es giebt zwar eine Religion, es waltet unter den Gläubigen die Lehre Gottes, der Glaube der Värer — aber Jenen liegt dies fern und sie können seinen Nutzen nicht begreifen, so fern es ihnen nicht Reichthümer schaffen, nicht Ehren und Würden verleiben kann. Immerhin, so denken sie, in ihrem betäubenden Jrrthume, immerhin mag die Religion gelten und äußerlich in Ehren gehalten werden, um das Laster und Verbrechen zu zügeln und uns so unser Vermögen, die Ruhe und Sicherheit unseres Lebens zu verbürgen; immer- 9 פ׳ ויצא. Kislew, 5604. hin, so ist ihre Meinung, mag sie als eine unschädliche Schwäche einiger Wenigen hingehen, die es lieben nach dem Himmel emporzublicken und deshalb Fremdlinge auf der Erde bleiben ׳— aber w i r sind — sprechen sie — weit erhaben über solche bemitleidenswerthe Grillen; uns darf — so lautet ihre Ueberzeugung — uns darf die Religion, uns darf das, was den Vätern heilig war, nicht in den Weg kommen, wenn es gilt, die Interessen der Erde für uns und die Unsrigen zu vertreten. Ja, je größer die Zahl dieser letztem ist, ישבעו בנים, je mannigfaltiger die Sorgen, die ihre Zukunft einflößen könnte, um so wehr, so sprechen sie, die der Pfalmist ״Menschen von dieser Welt" כותים מחלד nennt — um so mehr sind wir verpflichtet für sie zu handeln und zu wählen, sie eigenmächtig, ohne auf ihren möglichen, später erwachenden Willen Rücksicht zu nehmen, auf einen Standpunkt zu stellen, der sie jeder Unbequemlichkeit eines zu fassenden Entschlusses überhebe, um so mehr, sagen sie, sind wir verpflichtet, Alles, was unsere Kinder vielleicht in ihrem Gewissen in Verlegenheit setzen könnte, im Voraus zärtlich auf uns zu nehmen. In der That ließe sich vielleicht dies Alles sagen und rechtsertrgen, in der That möchte sich die Versuchung darbieten, mit den Ueberzeugungen der Religion also, wie mit einem blos Aeußerlichen und Zufälligen umzugen — כבגד יבלו כלבוש חחליפם — ohne die reife, unbefangene Innerlichkeit wahrhafter Ueberzeugung zu fordern und zu berücksichtigen, wenn jene Voraussetzungen richtig wären, wenn sein ganzer Umfang in Wahrheit so leicht zu übersehen, wenn der Gang unseres Geschickes, ohne unsere eigene Hilfe so hülflos wäre, und wenn nicht außer jenen zeitlichen In- 48

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