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Sabbath-Blatt · 1843-11-11 · 45 (11.11.1843) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
45 (11.11.1843)
Date
1843-11-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so» daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeAahrist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- AMD Herausgegeben von Nr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DD. I. L. Saalschütz und I. Fürst. 1843. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Aeitungs - Expedition nen des Anu. Auslan: des nehmen Bestellung gen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Wajera, den 1l. November. Sabbath-Gabe. Die Prüfung. ״Gott prüfte den Abraham." 1. Mose. 22, 1. Gott ist allwissend. Der Ewige braucht den Menschen nicht erst zu prüfen, um zu erfahren, ob er fest und standhaft fei. Vermöge seiner Allwissenheit weiß der Herr, ob wir sein Gebot erfüllen werden, oder nicht. Und dennoch heißt es: ״Gott prüfte den Abraham." — Diese Worte bedeuten: Gott gab dem Abraham eine Gelegenheit,. sich in einer Prüfung zu bewahren, und durch feste Treue und standhaften Glauben den Segen des Himmels zu verdienen. Der Ewige kennt auch uns, und schauet in unser Herz, und weiß wie wir es meinen, und wenn uns eine Prüfung auferlegt wird, so geschieht cs nicht um defsentwillen, daß Gott den Grad unserer Anhänglichkeit und das Maaß unserer Treue kennen lerne, sondern damit wir fester wurzeln im Glauben, gelautert werden im Feuer des Trübsals, und durch die standhafte Bewahrung in der Pcüfung die Fülle seiner Liebe und seines Segens verdienen. Darum spricht David: (Psalm 1i9, 7.) טוב לי כי עניתי למען אלמד חקיך ״Es ist gut für mich, daß ich geprüft werde, damit ich lerne deine Rechte." Es ist wohlthälig für uns, daß wir gelautert werden durch Leiden, wie das Metall von der Gluth, das Erz vom Feuer gereinigt wird. Der Baum wurzelt 18 פ׳ וירא. Marchescliwan, 5604. fester im Sturme, und der Mensch wird gekräftigt in der Noch. — Leuchtet uns aber beständig die Sonne des Glükkes, gleitet das Schiff unseres Lebens stets auf spiegelglatter Fläche, dann erschlaffet unsere Kraft, wird matt unser Wille und das Herz' zum Uebermuthe geneigt. Wir vergeffen nur zu bald im Glücke den Geber alles Guten, ergeben uns zu leicht den Freuden, die unser Herz gefangen nehmen, der Behaglichkeit, die unsere Thatkraft lahmet, der Sorglosigkeit, die jedes höhere Streben unterdrückt. Darum ist es heilsam für uns, wenn Gott uns eine Prüfung auferlegt, denn in dem Schmerze liegt zugleich der Balsam, die Thräne öffnet uns das Auge, und das Leiden weckt uns das Herz, darin die Kraft geschlummert. Daher wird selbst in bittern Leidensstunden der Dank auf unfern Lippen schweben, und wenn auch mit blutenden Herzen, so doch mit Hingebung und Vertrauen, werden wir sprechen: אורך יי כי אנפת בי ישב אפך ותנחמני ״Ich danke dir, o Gott, daß du mir gezürnet hast, es wendet sich dein Zorn und du tröstest mich." (Ies. 12, 1.) Wie wir in der Prüfung uns bewähren sollen, können wir von Abraham lernen, ״und die ihr nach Tugend strebet, blicket auf Abraham, den Stammvater." (Ies. 51, 1.) Es war das Wort des Herrn an ihn ergangen: ״Nimm doch deinen Sohn, deinen Einzigen, den du so lieb hast, und bringe ihn hinauf zum Opfer." Gott verlangte freilich nicht in Wirklichkeit des Kindes Blut, und wie unerklärlich auch dem Patriarchen das Wort des Herrn war, er wird nicht wankend in seiner Treue, und weicht nicht einen Zoll vom Wege des Gehorsames, sondern er schickt sich an, des Herrn Befehl zu vollsühren und bereitet selber Alles zu 45

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