Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 44 (4.11.1843)
- Date
- 1843-11-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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ס 1843. ♦י Diese Aeitschr. erscheint wöchentlich einmal,u. zwar so, daß sie mit der P oft zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbeJahrist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daßihnen d. Blatt v. der Post ni's Haus geschickt wer- Herausgegeben von HA,׳. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der VW. I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen daiür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Aeitungs - Expedition nen des Znu. Auslan: des nehmen Vestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Lech Lecha, den 4. November. 11 פ' לך לך. Marclieschwan, 5604. S'abbath ־ Gabe. Der Ruf ins Leben. ויאמר יי אל אבדם לך לך מארצך וממולדתך ומבית אביך אל הארץ אשר אראך: " Der Ewige sprach zu Abraham: gehe hin aus deinem Lande, aus deinem Geburtsorte, aus deines Vaters Hause in das Land, das ich dir zeigen werde." 1. W. Mos. Kap. 12. 33.1. Ein ernster Ruf war es, den Abraham in jenen Worten vernahm, und weit entfernt, ihm den Schmerz des Augenblickes, des zu fassenden Entschlusses zu verhüllen, lassen sie ihn den Kelch dieses Schmerzes gleichsam bis zur Neige leeren, und es ist dies nicht das eine Mal, noch öfter in der Geschichte der göttlichen Verkündigungen, die Abra- Ham wurden, wiederholt es sich, daß er in solcher Beziehung nicht geschont ward. Denn als Gott seinen Bund mit ihm schloß, als er ihm ein großes Besitzthum und zahlreiche Nachkommen verkündigte, da zeigte er ihm zugleich in einem angstvollen Gesichte, die zukünftigen, Jahrhunderte langen Leiden dieser Nachkommen: ידע תרע כי גר יהיה ׳רעך ״ בארץ לא להםWissen magst du, daß deine Nachkommen 400 Jahre lang Fremdlinge in Anderer Lande sein und daselbst Dienstbarkeit und harte Behandlung erfahren werden." Und ferner als Gott ihn auf das schmerzvollste prüfte und das große Opfer seines Sohnes von ihm forderte, da wurde ihm gleichfalls all das Bittre dieser Forderung vor Augen gestellt: ״ קח נא את בנך את יהירך אשר אהבתNimm deinen Sohn Isaak, deinen einzigen, den du liebest, und geh hin in das Land Morija," wo du seinen Tod ertragen mußt, wenn ich ihn verlange. Und also auch in unfern Textesworten: לך לך מארצך geh hin — den schmerzvollen Gang — aus deinem Lande, wo du deine Kindheit verlebt, aus deines Vaters Hause, hinweg in ein fernes Land, das ich dir zeigen werde! Und liegt nicht schon in den Worten unseres Textes selbst zugleich die Enthüllung einer solchen an Prüfungen reichen Zukunft, denn warum wird der Schmerz des Augenblickes ihm so unverholen nahe gebracht, wenn es nicht geschah, damit er sich durch die gefaßte Extragung desselben prüfen und erkrafrigen sollte, für das, wofür es der hohen Geisteskraft bedurfte, für einen Glauben, für eine Freudigkeit der Zuversicht, die über alle Ungewißheit und alle Schmerzen der Gegenwart erhaben war. Verlaß Alles, spricht Gott zu Abraham, was dir bis jetzt Bürgschaft und Stütze deines Glückes war, geh hin in ein fernes Land, das du nicht kennst, geh Prüfungen ertragen, die dir unausbleiblich kommen müssen, denn also ist der Weg, den ich dich führe, der ich aber auch deinen Namen groß machen will, daß die Geschlechter der Erde sich mit dir segnen sollen. ,והאמן ביי ויחשבה לו צרקר und Abraham vertraute dem Worte des Ewigen und Gott fand ihn würdig der Erfüllung al^, seiner hohen Verheißungen. Und wozu ward die Geschichte all jener Ereignisse, das große Gemälde all jener Verheißungen und Prüfungen uns vor Augen gestellt, als daß wir uns gleichfalls an demselben erheben und prüfen sollen. Denn ernst ist noch immer der Nus in's Leben, unentbehrlich ist noch immer die 44