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Sabbath-Blatt · 1843-10-28 · 43 (28.10.1843) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
43 (28.10.1843)
Date
1843-10-28
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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1843. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal u. zwar so, daß sie mit der P o st zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeIahr ist 20 Sgr., ohne Porto; Zuschlag für Preußen. DiejenigenÄbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von Hr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DD. I. L. Saalschütz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Jeitungs - Expeditionen des Znu. Auslan: des nehmen Bestellun: gen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. 4. Nar6!1e86I1>vLll, 5604. Sabbath Noach, den 28. Oktober. פ׳ נח Sabbath-Gabe. Die ewigen Gesetze der Natur. ״So lange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Lag und Nacht." U Mose 8, 22. Gott hat die Welt erschaffen und erhält dieselbe. Die Welt ist das größte Kunstwerk, beruhend auf ewigen Gesetzen. Tritt hinaus, o Mensch in den großen Wundersaal, und schau die wunderbaren Werke Gottes. Wer ist es, der der Sonne angewiesen ihren Platz, dem Monde seine Bahn und den Planeten ihren Lauf? Wer halt Himmel und Erde zusammen, wer schloß das Meer in Riegel ein, wer gab ihm Grenze und Gesetz, ein ewiges Gesetz, das nicht übertreten wird! Es ist ein Gott! Die Himmel erzählen seine Ehre, das Firmament verkündet seiner Hände Werk. Alles was vorgeht im Himmel und auf Erden, giebt Zeugniffe von des Schöpfers Macht, von der Güte des allliebenden Gottes. Du kannst es nicht fassen, du kannst nicht begreifen, du kannst nicht durchdringen Gottes Tiefe, nicht durchdringen bis zur Vollkommenheit des Allmächtigen, du kannst nur staunend und bewundernd stille stehn an den Pforten des großen Tempels der Natur, kannst nur loben und preisen die Größe des Herrn, und dich versenkend in die Unendlichkeit ausrufen: ach Herr wie groß sind deine Werke! Hebe zum Himmel deine Augen! dort stehet verzeichnet des Herrn Schrift,? eine Flammenschrift, eine Sternenschrifc, eine heilige Schrift, dis du nicht entziffern, nicht enträthseln kannst. Blicke zur Erde nieder, auf den Weltkörper, den du bewohnest, auch da bist du von lauter Räthseln umgeben. Oder verstehst du den Tropfen Thau, der auf der Blume perlt, kannst du zu den Schatzkammern des Schnees gelangen begreifst du die wunderbare Gestalt seiner Flocken? Weißt du, wie die Pflanzen entstehen und wie der Blüthenstaub sich zur Blume findet, zu der er gehört? Schau die Blumen an und ihre Farbenpracht, steh' bewundernd still vor der Nelke, deren tausend Striche so wunderbar gezeichnet sind, wie kein Maler' mit aller Kunst sie schaffen könnte. Siehe den Wurm im Staube an, der seine Nahrung sindet, und sein Eintagsleben in Freudigkeit vollendet. Siehe die.Riesenthiere, und wie der Schöpfer für ihre mannigfachen Bedürfnisse Sorge getragen, sie ausgerüstet mit Kunstfertigkeit aller Art, und mit bewundernswürdigen Waffen gegen ihre Feinde. Die Thiere befrage, sie werden dich belehren; des Himmels Vogel, des Meeres Fische, sie werden dir erzählen von den ewigen Gesetzen der Natur. Blick auf dich selbst, auf deine Hülle in der du weilest, und denke nach über die wunderbaren Gesetze, worauf die inneren Bewegungen deines Körpers beruhen. Und mit dem Körper steht ein Geist in Verbindung, und obwohl wir den Zusammenhang fühlen, die Gesetze, wie eins auf das Andere wirkt, begreifen wir dennoch nicht. Aber das wissen und erkennnen wir, daß, seit dem Gott das große Schöpferwoct ausgesprochen, alle Kräfte ohne Aufhören wirken, alle Gesetze der Natur in Ewigkeit fortbestehen. Oder ist je die Sonne des Morgens zu früh erschienen, oder des Abends 43

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