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Sabbath-Blatt · 1843-10-21 · 42 (21.10.1843) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
42 (21.10.1843)
Date
1843-10-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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1843. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P ost zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeLahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenÄbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von Br. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DD. I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen datür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich!als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Seitungs - Expedition nen des Znu. Auslan: des nehmen Bestellung gen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Bereschit, den 21. Oktober. S'abbath - Gäbe Die Ehe. ״Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und hanget an seinem Weibe und sie werden zu Einem Leben." 1B. Mos. Kap. 2. V. 24. Die Worte, mit denen die Schrift das eheliche Bundniß einsetzet, deuten uns Alles an, was es in Wahrheit sein solle, sie lassen uns ahnen, welchem seligen Glücke, welchem Frieden, welchen Hoffnungen für die heiligsten Wünsche des Herzens es die innig Verbundenen entgegen führen werde. — Ich will ihm, spricht Gott, ich will dem Manne eine Gehilsin bilden, die ihm liebend entgegenkomme. Dieses Ent, gegenkommen, dieses Aufgeben und Vergessen der eignen Persönlichkeit, um ganz mit dem Gatten und für ihn zu sein und zu leben, dies macht die schönste Pflicht, macht die Seligkeit der treuen Gattin aus. D^Mann, ermüdet, verstimmt in dem Gewühle der Welt, w^er nur kämpfend zum Ziele gelangen kann, wo er oft Ungerechtigkeit, Haß, Eigensucht seinen besten, seinen gemeinnützigsten Bestrebungen sich entgegenstellen sieht — er tritt in den Kreis seiner Häuslichkeit, um zu ruhen, um unter den Mühen des Lebens auch Genuß und Erholung zu finden. Hier hat der Kampf aufgehört. Freundliche Gestalten treten ihm in den Seinigen entgegen, für ihn Engel des Friedens und des Trostes; so wird ihm sein Haus ein 27 פ׳ בראשית• Tischri, 5604. Tempel, ein Asyl der Ruhe und der Seligkeit, dessen Schöpfer, dessen Pristerin die Gattin ist. Unter allen Völkern der Erde gebühret dem unfrigen der Ruhm, diese hohe Würde des Weibes zuerst anerkannt und ausgesprochen zu haben: ״Wer ein biederes Weib gefunden," sprechen unsere heiligen Schriften ״deren Werth gehet weit über Perlen. Sie waltet mit Fleiß im Hause, und frühe schaffen ihre Hände. Sie thut ihren Mund auf mit Ueberlegung, und Liebe spricht von ihren Lippen. Ihr Haus ehret und ihr Mann segnet sie. Alle Güter der Erde und alle Vorzüge sind vergänglich, aber ein gottesfürchtig Weib ist ewigen Preises werth." Darum heißet es auch von dem Manne: ״Er wird Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen und sie werden fortan nur Ein Leden sein." Und gewiß noch immer ist es ein Moment voll tiefer Bedeutsamkeit, nicht nur für die, welche es zunächst betrifft, sondern für jeden Gläubigen, jeden denkenden Freund der Menschheit — ein Moment voll tiefer Bedeutsamkeit, in welchem, unter den vielen Täuschungen des Lebens, unter seinen beengenden Gewalten, unter vergebens genährten Hoffnungen so vielfacher Art, einmal wiederum ein Wünschen erfüllet, ein Bund zweier Herzen geschlossen, ein Glück gefestiget wird. Es liegt etwas Tröstendes, etwas Erhebendes in jedem neuen Zeugniß, daß der Friede und die Freude aus unserer Mitte noch nicht geflohen sind — daß bei dem Drucke der Zeiten, über welchen die Menschheit klagt, die reinern, die ideellen Gefühle noch nicht verstummen durften, daß vor den Dissonanzen der Begebenheiten die Harmonieen der Herzen nicht verklungen sind. 42 ׳

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