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Sabbath-Blatt · 1843-10-16 · 41 (16.10.1843) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
41 (16.10.1843)
Date
1843-10-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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1843. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit der P ost zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeIahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschiÄt wer- Herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DD. I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs - Expedition nen des In- ». Auslan: des nehmen Bestell»»: gen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Schemini Azeret, den 16. Oktober. Fest-Gäbe. Tod und Unsterblichkeit. Es ist ein schöner Gebrauch in Israel, daß selbst am Freudenfeste — auf eine Stunde —Freude und Festlichkeit verschwindet, und ein tiefer, stiller Ernst eintritt, und die Gedanken sich erheben zu denjenigen, die einst mit uns dieses heilige Fest gefeiert, und mit uns angestimmt haben Gebet und Lobgesang. In allen Tempeln Israels wird heute das Andenken an die Verstorbenen gefeiert. An diesem Tage treten vor unsere Seele die Verstorbenen, sie kommen mit ihren gebrochenen Augen, mit ihren verblaßten Lippen, und bringen den Ernst in den Traum des Lebens. Es beugen sich hernieder die heiligen Geister des Himmels, sie werden bei ihrem Namen genannt, und aufgerufen zum ewigen Leben. In solcher Stunde fühlen wir uns angeregt von den Kräften der höhern Welt, und unser Herz ist enspfänglich für den heilsamen Eindruck des göttlichen Wortes. Das Wort.Gottes aber, das wir deuten wollen, stehet geschrieben in Kohelet 12, 7: וישב העפר על הארץ כשהיה והרוח חשוב אל האלהים אשר נתנה. ״Der Staub kehret zur Erde zurück, wie er gewesen, über der Geist kehret zu Gotte zurück, der ihn gegeben." Zwei Gedanken enthalt der Text: 1. eine traurige Wahrheit, daß der Staub wieder zu Staube werde, womit 22 שמיני עצרת. Tischri, 5604. gemeint ist der leibliche Tod; 2. ein Wort des Trostes, daß der Geist wieder zu Gott zurückkehre, womit gemeint ist das ewige Leben. 1. Gott bildete den Menschen aus Staub, darum muß der Staub wieder zu Staube werden. Was wir hier noch so fest halten, was uns noch so nah' am Herzen liegt, wird uns dennoch einst entrissen, denn alles -Irdische ist vergänglich, und ringsum umgeben uns Bilder der Vergänglichkeit. Wo wir uns hinwenden, überall treffen wir auf Blumen, die da verblühen, auf Wesen, die da schwinden, gleichwie die Schatten zur Abendzeit, wie die Wellen am Meeresrand. Der Sommer ist dahingegangen mit seinen schönen Tagen und Nächten, das bunte Kleid der Erde hat seine Hellen strahlenden Farben verloren,׳ die Baume stehen entblättert, das fallende Laub ist des Todes Ernte. Das deutlichste Bild der Vergänglichkeit zeigen die Gräber, wo Er-de bei Erde, und Staub bei Staube ruht. Dorthin gehe, o Mensch, dort schaue das Ende aller menschlichen Herrlichkeit und Größe, und du wirst oblegen deinen Stolz; an den Gräbern wirst du deine Nichtigkeit einsehen, und dein starrer Nacken wird gebeugt, dein stolzes Herz wird gebemüthigt werden. An die Gräber gehe mit deiner unersattlichen Gier nach Geld und Gut, schaue was das Ende aller Reichthümer ist, und du wirst einsehen, wie eitel und nichtig das Streben nach Gütern der Erde ist, da du von allen Schätzen auch nicht Eins mit hinüber nehmen kan'nst. An die Gräber gehe, der du an Eitelkeiten und Thor- Heiken dein Herz hängst, werde einsichtsvoll und erkenne, wie nichtig-alle Erdenfreude ist, wie im Tode jedes irdische Vergnügen aufhöre und aller Jubel verstumme. Darum lerne 41

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