Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 37 (16.9.1843)
- Date
- 1843-09-16
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Elbląg 1× ep/1047890
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1843. Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal, u. zwar so, daß sie mit der Post zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbeJahrist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten. welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v> der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von 1)1*. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DD. I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs - Expeditionen des Inu. Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Ki Tabp, den 16. September. תבא Sabbath - Gabe. /,Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und deine Mondeshelle nicht mehr schwinden, denn der Herr wird dir zum ewigen Lichte sein, und es werden zu Ende gehen die Tage deiner Trauer." Haftara Jesaja 60, 20. Worte, an dem Lage der Zerstörung Jerusalems und dem Feste der tausendjährigen Einigung Deutschlands in der Synagoge Königsbergs gesprochen. (Schluß.) ״Und er wird richten zwischen den Völkern und zurechtweisen viele Nationen, und sie werden umschmieden ihre Schwerter zu Pflugschaaren und ihre Speere zu Sicheln, nicht mehr wird Volk gegen Volk das Schwert erheben und sie werden nicht mehr lernen den Krieg." Spricht hier der Prophet etwan davon, daß in jener, alle Menschen einigenden Zeit, der Unterschied der Völker aufhören würde, daß sie ihrer besondern Geschichte, ihrem besondern Namen entsagen, ihres Ursprungs vergessen würden, um mit einander zu einem einzigen Erden-Volke zu verschmelzen. Deutet er nicht vielmehr geradezu an, daß es auch dann verschiedene Nationen geben werde, nur daß sie nicht mehr mit einander Krieg führen, daß sie einig sein werden in der Liebe und in der Erkenntniß Gottes. Und warum sollten auch die Völker die Erinnerungen ihres Ur- שבת 2' בי_21 . Elul, 5603. sprungs und ihrer Geschichte aufgeben, ihrer großen Männer und der durch dieselben vollbrachten Heldenthaten zu gedenken verlernen? Liegt in diesen besondern Erinnerungen eines jeden Volkes nicht etwas zu allem Großen und Edlen Begeisterndes? Und ferner vernehmen wir, was Jesaja im 44. Kapitel spricht: ״ זה יאמר לי״ אני וזה יקרא בשם יעקבAn dem großen Tage der Verheißung, da wird der Eine sprechen: des Ewigen bin ich, und der Andere wird rufen den Namen Jakobs, der Eine tpird mit seiner Hand sich dem Ewigen zuschreiben, und wird den Namen Israels nennen." Also auch an jenem Tage wird zwar der Gedanke des Glaubens einig, aber dennoch der Ausdruck der gläubigen Begeisterung ein verschiedener sein. Keine geistige Sklaverei wird das Wort unter eine Form bannen, sondern die Geister werden frei sein und bleiben, und den Gegenstand ihrer Erkenntniß und ihres begeisterten Bekenntnisses unter verschiedenen Ausdrücken andeuten dürfen. Warum sollten also auch jetzt die verschiedenen Weisen des gläubigen Bekenntnisses zu Haß und Ungerechtigkeit verleiten, und Lieblosigkeit und Verfolgung entstehen, weil der Eine spricht: ich bin des Ewigen, der Andere aber den Namen Israels nennt? Nein, mögen immerhin die Völker ihrem Ursprünge und ihren geschichtlichen Erinnerungen treu bleiben, in dem Ausdruck und dem Bekenntniß ihrer gläubigen Begeisterung von einander abweichen, wenn sie nur einig sind in der Liebe und in dem innigen Aufblick zu dem lebendigen Gott! Und wollen wir eine Bürgschaft, eine große Bestätigung dieses Gedankens sehen, so dürfen wir nur auf unser gelammtes deutsches Vaterland Hinblicken, welches heute den Tag seiner tausendjährigen Einigung und Selbstständigkeit feiert. Sind