Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 35 (2.9.1843)
- Date
- 1843-09-02
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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♦ 1834 Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich ein ma l, u. zwar so, daß sie mit der P o ft zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbeJahrift 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnentcn, welche wünschen, daßihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von Elr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der IM). I. L. Saalschütz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Poslanstalten u. Zeitungs - Expeditionen des Inu, Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durcb jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Schoftim, den 2. September. שופטים Sabbath - Gabe. ״Ich selbst, ich selbst bin euer Tröster!" Ies. 5i, 12. Wer des Trostes bedarf, der komme und höre unsere heutige Haftara. — Wer Balsam wünscht für seine Wunden, der komme und schöpfe aus der Quelle der göttlichen Verheißung, die da enthalten ist in d?m Propheten Jesaja, Kap. 51—52. Also spricht Gott der Herr: ״Ich selbst, ich selbst bin euer Tröster! Warum fürchtest du den Menschen, den Sterblichen? den Erdensohn, der dahin welken muß, wie Gras? Warum willst du vergesien an den Ewigen, deinen Schöpfer, der den Himmel spannet, und die Erde gründet? Warum fürchtestAu standig und täglich des Tyrannen Zorn, der zum OMerben gerüstet? Was denn bedeutet des Wüthrichs Grimm? Frei plötzlich frei, soll der Unterjochte werden, nicht den Tod in Kerker finden, nicht den Hungertod erleiden? Bin ich denn nicht der Ewige, dein Gott, der das Meey besänftigt, und die tobenden Wellen zum Schweigen bringt? Ewiger Zebaot ist sein Name! Trostworte lege ich in deinen Mund, im Schatten meiner Hand findest du deinen Schutz, bis der Himmel von Neuem gespannt, die Erde von Neuem gegründet, bis ich zu Zion spreche: Du bist mein Volk! Erwache, erwache! erhebe dich Jerusalem! Du hast geleert den Leidenskelch aus Gottes Hand, bis '7 שבת פ• Elul, 5603. zur Neige hast du ihn geleert! Niemand leitet dich von deinen Kindern, Niemand unterstützt dich von allen deinen Söhnen. Doppeltes Wehe traf dich, wer trug Leid um dich? Verwüstung und Verderben, Hunger und Schwert, und wer tröstete dich? Deine Kinder liegen kraftlos darnieder, zerstreut auf den Straßen, wie mit Netzen umstrickt, belastet mit dem Zorne des Herrn, und den Drohungen deines Gottes. — Aber, nun höre dieses du Unglückliche, die du trunken bist, aber nicht vom Freudenkelche! Also spricht dein Herr, der Ewige, dein Gott, der für sein Volk streitet: Siehe ich nehme hinweg den Taumelkelch, den Becher mit Zorn gefüllt, du sollst ihn nie mehr trinken. Ich gebe ihn in die Hand deiner Tyrannen, die zu dir gesprochen: ״Krümme dich, daß wir über dich schreiten, daß dein Nacken eine Straße werde, ein Weg für Wanderer!" — Erwache, erwache! Kleide dich in Macht, Zion! Zeuch an deine festlichen Kleider, Jerusalem, du heilige Stadt, du sollst nimmermehr entweiht werden! Schüttle ab den Staub, erhebe dich, besteige den Thron, Jerusalem. Zerreiße die Fessein, gefangene Zionstochter. Also spricht der Herr: ״Umsonst seid ihr verkauft, ohne Lösegeld sollet ihr errettet werden! Also spricht Gott, der Herr: ״Zuerst Egypten, wohin mein Volk als Fremdling hinabzog, dann hauste Assur, ohne Grund, Grausamkeiten und Schmach; aber soll dieses mir widerfahren, spricht der Herr, daß man mein Volk ohne Grund hinweg führt, daß die Tyrannen frohlocken, und mein Name ständig und täglich gelästert wird? Wahrlich, mein Volk soll meinen Namen erkennen, ja heute noch erkennen, daß ich es bin, der da ruft: 35