Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 32 (12.8.1843)
- Date
- 1843-08-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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1843 Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,«, zwar so, daß sie mit derPost zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbeIahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenÄbonnenten, welche wünschen, daßihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wermiem Herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DI». I. L. Saalschutz und I. Fürst. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Jeitungs - Expeditionen des Znu. Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bk. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Korach, den 12. August. שבת פ׳ זאהנז 3. Tamnms. 5603. Sabbath-Gabe. Es giebt nur Einen Gott! Höre Israel! der Ewige, unser Gott, der Ewige!steinig. 5. Mos. 6, 5. Die Heiden glaubten an viele Götter. So berühmt auch die alten Völker geworden sind durch ihre Weisheit, so begabt sie auch waren mit Anlagen des Geistes, so viel sie auch thaten zur Verbreitung der Künste und Wissenschäften, eine Thorheit verdunkelt ihren Ruhm, ihr Glaube an viele Götter. So klein auch Israel ist unter den Völkern, so unbedeutend unter den Nationen, um so höher steht es dennoch unter allen andern, um so rühmvoller ist dennoch sein Name, weil es das erste Volk war, welches an Einen Gott glaubte. Es mußten die alten Völker verschwinden von dem Schauplatze der Erde, denn ihre Weisheit konnte sie nicht halten, und ihr Staatenbau war ohne Stütze. Es mangelte ihnen der Glaube an Gott, und nur dieses Fundament dauert in Ewigkeit. Zeugniß davon giebt Israels Bestehen. Die wahren und rich- Ligen Begriffe von Gott und seinem Wesen, die Gottes- Erkenntniß hat uns aufrecht erhalten bis auf den heutigen Tag. Wie die Schatten sind die Völker des Alterthums entflohen; aber wir leben und rufen an den Namen des einigen Gottes. Dieser Glaube an Einen Gott, hat sich verbreitet von einem Ende der Welt bis zum andern, und daher sind in Israel gesegnet worden alle Geschlechter der Erde. Und so wie der Segen unendlich ist für die gesammte Menschheit, so fühlt auch jeder Einzelne, wie sehr ihn dieser Glaube beglücke. Denn wenn der Heide weder Ruhe noch Frieden gewinnen konnte bei seinem Glauben an viele Götter, so haben wir die wohlthuende Ueberzeugung, daß wir überall in dem Reiche Eines Gottes stehen, überall erhört werden von dem Einen Vater im Himmel, und so wir versichert sind des Schutzes, den uns der einzige Gott gewähren will, fürchten wir keine Macht und keine Gewalt, keine Kraft und kein Element, denn die Elemente vollführen seinen Willen, die Kräfte hat er hervorgerufen, keine Macht kann ibm widerstehen, und alle Gewalt ruhet in seiner Hand. Dank und Lob gebühret dem Ewigen, der sich uns als den einigen Gott offenbaret hat. Auf Sinai sprach der Herr: ״Ich bin der Ewige dein Gott — du sollst keine andern Götter haben neben mir. Und so wollen wir auch nie und nimmer vergessen, daß uns zuerst diese Lehre ist mitgetheilt worden, daß wir dieselbe um so fester bewahren müssen in unserm Herzen. Holz und Stein anzubeten als Götter — so weit werden wir die Thorheit zwar nicht treiben — aber Thorheit und Sünde ist's auch, wenn wir neben Gott auch irgend einem Geschaffenen göttliche Kraft und Macht beimessen. Es giebt nur Einen Gott, darum werden wir auch auf Nichts unser Vertrauen setzen, als auf dieses einige, einzige Wesen, von ihm allein Hilfe verlangen, zu ihm allein beten, ihn allein preisen und seinen heiligen Namen loben. Denn also spricht der Herr: ״Ich bin der Erste und bin der Letzte und Keiner außer mir." Es giebt nur Einen Gott. Darum sind auch alle Menschen Brüder und Kinder eines Vaters. Also spricht der Prophet: ״Haben wir nicht Alle einen Gott und Va- 32