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Sabbath-Blatt · 1843-08-05 · 31 (5.8.1843) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
31 (5.8.1843)
Date
1843-08-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Diese Zeitschr. erscheint wöchentlich einmal,», zwar so, daß sie mit derPost zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Pr eis für das halbeIahr ist 20 Sgr., ohne Porto- Zuschlag für Preußen. DiejenigenAbonnenten, welche wünschen, daß ihnen d. Blatt v. der Post in's Haus geschickt wer- Herausgegeben von ])■׳. Hermann Sommerfeld, israelitischem Prediger in Elbing. Unter Mitwirkung der DB. I. L. Saalschutz und I. Fürst» 1843. de, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetztes Bestellgeld an das Postamt. Alle wohllöbl. Postanstalten u. Zeitungs - Expeditionen des Znu. Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Bl. auch durch jede Buchhdl. bezogen werden. Sabbath Debarim, den 5. August. שבתפ׳דברים 9. Ab, 5603. Sabbath - Gabe. Die Zerstörung Jerusalems. .חטא חטאה ירושלים ״Versündigt hat sich Jerusalem!" Klaget. 1, 8. Gott sprach zu Ieremia, seinem Propheten: ״Gehe hinab in das Haus des Töpfers, daselbst will ich dir kund thun meine Worte. Und Ieremia ging hinab in des Töpfers Haus, und sähe, wie der Meister fertigte seine Arbeit auf der Scheibe. Und wenn ein Gefäß ihm misrathen war, so war es doch nur Thon in des Töpfers Hand, und er arbeitete es wieder um, und machte ein anderes Gerath daraus, je nachdem es ihm recht dünkte, wie er's machen wollte. Da sprach Gott zu Ieremia: Kann ich nicht auch, wie der Töpfer da, mit euch verfahren, Haus Israel? Was der Thon ist in des Töpfers Hand, das seid ihr in meiner Hand. Bald beschließe ich über Volk und Reich, es zu zerstören und zu zertrümmern; wie aber das Volk ablaßt von seiner Bosheit, so lasse ich nicht kommen das Unglück, welches ich beschlossen hatte. Bald spreche ich aus über das Volk und über das Reich, zu bauen und zu pflanzen; so aber das Volk Böses thut in meinen Augen, und nicht gehorchet meiner Stimme, so verwerfe ich das Glück, das ich zu seinem Besten ausgedacht. Israel war ein schönes Gefäß in Gottes Hand, eine Zierde aller Völker, auserkoren und auserwählt; aber in dem Monat Ab, am Tage als der Zorn des Herrn entbrannte ob der Sünden seines Volkes, da entfiel das Gefaß der göttlichen Hand; zertrümmert liegt Israels Pracht und Herrlichkeit, zerstört ist Jerusalem, die Gottesstadt, und der heilige Tempel ward ein Raub der Flammen. Viele Jahrhunderte sind vergangen, seitdem Jerusalem zerstört worden, und noch immer ist nicht versiegt der Quell der Thränen, die um die Gottesstadt geweint werden, und noch immer sind die Wunden nicht vernarbt, die um Aion's Witten bluten. So weit Israels Name zu finden ist, auf allen Theilen der Erde, ertönt an diesen Tagen Klagelied und Trauergesang. Aber die Schrift sagt'): ״Was beklagt sich der Mensch im Leben? klage doch jeglicher ob seiner Sünden." Versündigt hat sichJerusalem, deshalb hat uns die gerechte Strafe getroffen. Daran sollen wir denken in den Trauertagen, in Erwägung ziehen die mannigfachen Ursachen der Zerstörung, in unser eignes Herz blicken und unfern Wandel bessern. Uneinigkeit und Unfriede war die Ursache, weshalb des Reiches Pfeiler stürzten. So lange Einigkeit im Volke herrschte, blühte sein Glück; es war unüberwindlich im Kriege, gesegnet im Frieden. Als aber Zwiespalt aufkam, und Parteien sich bildeten da war des Landes Macht gebrochen und der Segen Gottes gewichen. Und die Propheten verkündeten es laut, daß, so lange nicht aus. Efrajim und Juda ein einiger Stamm würde, so lange nicht Einigkeit und Friede im Volke herrsche, so lange werde sich das Volk nicht erheben von seinem Falle. Darum mögen wir uns prüfen, und unfern Wandel bessern. Auch in unserer Zeit tobt der Geist des Zwiespal- 1) Klage!. 3, 39. 31

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