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Sabbath-Blatt · 1842-12-31 · 27 (31.12.1842) · p. Seite 110

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
27 (31.12.1842)
Date
1842-12-31
Page
Seite 110 (sequence 4)
Language
German
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Lese fruchte. [3ubcrntccKenten.] Hier und da kommen noch immer .kleine mittelalterliche Judenneckereien vor. Dem Landrath N. N. zu N. N. fiel es auf einmal ein, einen Befehl zu erlassen, nach welchem die Juden zu N. N., welche zur Messe nach Leipzig reisen wollen, sich mit Passen ins Ausland zu versehen hätten, wiewohl bisher inländische Pässe genügend gewesen. Auslandspässe bringen dem Landrath 20 Schreibgebühren. Die Juden haben Beschwerde eingereicht und der Landrath hat sich genöthigt gesehen, seinen Befehl zurückzunehmen, da diese kleinliche Judenneckerei höhern Orts nicht gebilligt werden mochte. _ [Dr. jFrcmhel.] Die jüdische Gemeinde ZN Berlin hat einen Oberrabbiner gewählt, — nicht einen Oberlandesrabbiner, wie es in einigen Zeitungen hieß — da die Berliner Gemeinde nur sich selbst, nicht aber der Provinz oder dem ganzen Lande einen Rabbiner geben kann. Die Wahl ist auf den berühmten Gelehrten, den bisherigen Oberrabbincr in Dresden, Herrn vr. Frankel gefallen. sAr'nd die Juden ^urn Staatsdienste geeigneten Der Königs. Regierungs-Vau-Jnspector S. Sachs ist unter Millionen Preußen wohl der Einzige, der als Jude zum Staatsdienfte _ zu gelassen worden ist. Derselbe hat nunmehr sein 50jähriges Dienstleben durchgemacht, und legt gewissenhaft über sein Wirken Rechenschaft ab. Er hat eine sehr bcachtungswerthe Schrift herausgegeben: »Mein 50jähriges Dicnstleben und literarisches Wirken. Ein Beitrag zur thalsächlichen Beleuchtung der Frage: Sind Juden zum Staatsdienst geeignet? Berlin, 1842." Die Anzeige (in der Verl. Zeitg. M 272 Veil.) schließt mit den Worten: »Es muß doch etwas Nachhaltiges in dem Glauben der Juden liegen, wenn Sachs behauptet, daß dieser allein ihn aufrecht erhielt und ihn immer mehr anspornta, auch außer dem Bereich fernes Amtes, als Schriftsteller, vorzüglich in den Bauwissenschasten und in der Mathematik, sich nützlich zu zeigen. Mögen diejenigen erröthen, welche, wie hier actenmäßig dargethan wird, sich dem immer vorwärts strebenden Manne hemmend entgegensetzten. Die Schrift wird, wenn sie das Glück hat, zu den Stufen des Thrones unsers Königs zu gelangen, dem Verfasser gewiß die höchste Anerkennung und Theilnahme verschaffen, und bei der nahe bevorstehenden Promulgation des neuen Judengesetzes, auch auf seine Glaubensgenossen nachhaltig wirken." [9d}ullel)reri!erein.] Die Allg. Schulzeittmg meldet, daß sich in Würtemberg ein Schullehrerverein aus Lehrern aller Confessio neu gebildet habe. An;.eigen. In diese Zeitschrift werden Annoncen gegen iSgr. Gebühren für die gesxcii» tene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Dicßfällige Briefe bittet man portofrei durch Herrn E. F. Steinacker in Leipzig oder direct an dir Buchhandlung von Reumann »Hartman« in Elbing cinzuscnden. Folgende mathematische Schriften meines Verlages sind durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Richter, Aug., Aufgaben (350) über das geradlinige Dreieck, trigonometrisch gelost. Mit 1 Taf. Fig. 15 Sfyn -des Apollonius von Perga zwei Bücher vom V7erhältnissschnitt (de Sectione llationisj. Aus dem Lateinischen des Halley übersetzt und mit Anmerk, begleitet und einem Anhänge versehen. Mit 4 Taf. Fig. 22^ Jfyn -Lehrbuch der reinen Mathematik für die mittleren Klaffen höherer Lehranstalten. 3 Thcile. 28£ Dasselbe einzeln r 1. Theil: Arithmetik. 10 Sfrn 2. Theil r Planimetrie. Mit 2 Taf. Fig. 12z tyn' 3. Theil: Lehrsätze und Aufgaben zur Uebung in der Planimetrie. Mit 2 Taf. Fig. 64. Jßn -Porismen nach Robert Simson bearbeitet, und vermehrt, nebst den Lemmen des Pappus zu den Porismen des Euklides. Mit 6 Figurentafeln. iz 3U£. Mber den Werth dieser Schriften sprechen sich aus: Hall. Lit. Zettg. 1835 Nr. 194, 1837 Nr. 214. 215,' Erganzungsbl. Nr. 54, 1839 Nr. 149. 150. — Jenatsche Lit. Zeitg. 1836 Nr. 45. — Gotting. Anzeigen von gel. Sache« 1834 Nr. 196. — PreuH. Archiv (Provinzialbl.) 1836 Jan.-Heft. Neumann-Hartmann. Vor wenigen Monaten verließ die Presse nachstehendes, von vielen Seiten herbeigewünschte, bereits in mehreren Gemeinden eingeführte Sch ul-Such: Biblische Erzählungen mit RuHanweisungen und Sprüchen. Don Dr. H. Sommerfeld, ist. Pr. in Elbing. Preis 10 Sfyn Alle Buchhandlungen nehmen hierauf Bestellungen an. M VMWLWMSL - Blartmanilt Den geehrten Abonnenten des «Sabbath-Blattes" pro Octbr. bis Deebr. d. I., welche am Schluffe des Jahres die Blätter vielleicht binden lassen wollen, um sich auf diese Weise eine noch nicht existirende wohlfeile Sammlung von Erbauungen auf alleSabbathe des Jahres anzulegen, diene zur ergebensten Nachricht, daß zur Ergänzung einer solchen Sammlung die Blatter vom Juli bis Sept. noch abgegeben und durch alle Postanstalten und Buchhandlungen für den Pränumerations-Preis von 10 (fyn bezogen werden können. Der Verleger. Druck und Verlag von Neumann,Hartman» in Elbing.

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