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Sabbath-Blatt · 1842-12-17 · 25 (17.12.1842) · p. Seite 101

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
25 (17.12.1842)
Date
1842-12-17
Page
Seite 101 (sequence 3)
Language
German
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101 Aufforderung zur Wohlthätigkeit. Die Einwohner von Galant, früher wohlhabende Leute, haben, durch eine große Feueröbrunft, im verflossenen Sommer Alles verloren und befinden sich in einem beweinenswerthm Elende. Nicht im Stande, ihre Wohnungen aufzubauen, haben sie, so lange die Witterung es zuließ, in Hütten auf dem Felde gelebt. Jetzt aber, in den wenigen noch übrig gebliebenen Raumen zusam» mengepreßt, werden sie, außer dem Mangel, auch durch pestartige Krankheiten aufgerieben, die durch das enge Zusammenwohnen so Vieler entstehen. Herr M., ein gelehrter und würdiger Mann, hat aus reinem Mitgefühle für eine unglückliche Nachbargemeinde, um für sie zu sammeln, eine beschwerliche Reise unternommen. Nicht nur unter Israeliten, sondern auch unter christlichen Menschenfreunden ist ihm für den edlen Zweck seiner Reise reiche Beisteuer geworden. Möge ihm aller Orten, wohin er sich wendet, eine gleich freigebige Lheilnahme entgegenkommen! Protpertus und auf die mit dem Jahre 1843 forterschemende größte Zeitschrift dieser Tendenz: Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. Auch für Staatsmänner und Gesetzgeber, für höhere Theologie und Orientalismus, für Bibliotheken und Museen. W1 e 1• t®r Jlalirgang• Herausgegeben von Br. Julius F׳iirsts * Lehrer an der Universität zu Leipzig. Das seit drei Jahren nun bestehende, die Wissenschaft des Judenthums fördernde Blatt ist ohne Prospectus, ohne ausführliche und anpreisende Ankündigungen ins Leben getreten und die Lheilnahme und der Anklang, den es gefunden, beweiset hinlänglich, wie auch das für gebildetere Kreise Bestimmte seine Verehrer findet. Nachdem der ״Orient" nun aber einen dreijährigen Eyklus durchgemacht und seine Unpartheilichkeit in der Mittheilung der Ereignisse, seine Gediegenheit ein der Besprechung der jüdischen Literatur, seinen Reichthmn in der Mittheilung von Abhandlungen über jüdische Geschichte und Wissenschaft bewährt, glaubt die Unterzeichnete Verlagshandlung im Rechte zu sein, ohne den Verdacht der Ruhmredigkeit auf sich zu laden, wenn sie hiermit zur Subscription einladet und auch ihre Standesgenosseu, die VerlagshanLlungen Deutschlands, so wie jeden Freund der Gewissensfreiheit und der völligen Emancipation, des jü- Lischen Alcerthums, der jüdisch-theologischen Literatur u. s. w. ergebenst auffordert, in ihrem Kreise gefälligst für Verbleitung dieses Blattes sich zu verwenden. Es ist jetzt das einzige Organ, welches das Fortschreiten des jüdischen Geistes in Geschichte und Literatur abspiegelt, das einzige, welches Las dem Gesetze und der Wissenschaft abgerungene, so weit es Juden und Judenthum betrifft, zum Bewußtsein zu bringen strebt, Las einzige, welches der Kritik auf dem Felde des Judenthums gewidmet ist, und als solches biete ich es dem geehrten Publikum zur Verücksichtigung. Die Punkte, welche der ״Orient" auf sei« ner dreijährigen Laufbahn vorzüglich berücksichtigt hat und in Zukunft auch berücksichtigen wird, sind folgende: 1. Historische Mittheilungen über die Israeliten aller Länder, am ausführlichsten über die des Morgentaudes, mit möglichster Weglassung alles Gewöhnlichen, Alltäglichen oder Unbedeutenden. Namentlich wird das politische Element und der Emancipationskampf berückstchtigt, wahrend das synagogale Leben und die Schule nur eine secundärs Stelle einnimmt. Allwöchentlich erfolgt rioch überdieß eine Überschau dessen, was die meisten politischen Zeitungen für und wider die Juden enthalten, so wie nach Ablauf eines jeden jüdisch-kirchlichen Jahres ein umfassender politischer Rückblick erfolgt, der sich über alle diejenigen Lander erstreckt, in denen die jüdischen Verhältnisse aus dem Kreise der Stagnation und der Unthatigkeit getreten. , 2. Übersicht abgegränzter Zustände, sei es einzelner Gsmeinden und Anstalten, oder überhaupt der Israeliten irgend eines Landes, in welchen aber wieder vorzüglich das politische Element hervorgehoben wird. Mit nächstem Jahre erfolgt auch zu diesem Zwecke eine Reihe von Abhandlungen, die Gesetzgebung des neunzehnten Jahrhunderts über dis Juden in Deutschland und in den benachbarten Staaten betreffend. 3. Urkunden zur Geschichte der Juden im Mittelalter in Len -Originalsprachen mit wortgetreuen Übersetzungen, wie deren Abdruck schon in diesem Jahre begonnen.

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