Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 24 (10.12.1842)
- Date
- 1842-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1842. .4? 24. Liese Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und «war so, daß sie mit der Post zum Sabbath über« allhin versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist so Sgr., ohne Porto - Zuschlag für Preußen. Dietenigen Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post alrbath - Statt. Unter Mitwirkung des Vr. 3. L. Saalschutz, ist. Pred. in Königsbergs herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Äönrgl. Preuts. atiergnädigtter Concettion. Ln's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesetz« tes Bestellgeld an das Post» Amt. Alle Wohllöbl. Post. Anstalten und ZeitungS- Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestellungcn an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhandlung bezogen werden. Zum Sabbath d. 10. Deeember. .7 שבת פ' ליגש. Thebeth 5603. Beim Ablauf des Semesters werden die auswärtigen geehrten Leser d. Bl. ersucht, den Betrag für das nächste halbe Jahr nach Eingang der vorliegenden Nummer mit 20 Sgr. an die ihnen zunächst gelegene Post-Anstalt zu bezahlen, andernfalls die regelmäßige Versendung des Blattes gestört werden würde. Neuhinzutretende Theilnehmer werden auf die oben beim Titel mit kleiner Schrift abgedruckten Bedingungen noch besonders aufmerksam gemacht. Der Verleger. Jakob. ״And Jakob sprach ju Pharao: Die Tage meiner Wallüchrt sind 130 Jahre. Wenig und trübe waren die Tage meiner Lebensjahre, und nicht erreichten sie die Tage der Lebensjahre meiner Väter in der Zeit ihrer Pilgertchatt." 1. M0s. 47, 9. ttt Blick auf das Leben des Patriarchen zeigt uns die Wahrheit dieses Ausspruches. Jakobs Lebensjahre enthalten bis zu dem Augenblicke, in welchem er seineu Sohn Joseph wieder findet, eine fast ununterbrochene Reihe von Elend und irdischem Ungemach. Hatte Abraham viele und harte Prüfungen zu bestehen, war auch Isaaks Leben nicht frei geblieben von Schmerz und Mühseligkeit, so hatte doch Zakob den Leidenskelch bis zur Neige leeren müssen und konnte mit Recht sagen; Mein Leben war jammervoll und freudenarm. Frühe mußte Zakob das Elternhaus verlassen, um den Nachstellungen seines Bruders zu entgehen. Wer so durch Liebe verwohnt worden, wie Zakob, welcher der Liebling seiner Mutter war, der mußte es doppelt schmerzlich empfinden, die heimatliche Hütte mit dem Pilgerstabe zu vertauschen. Und im Hause Labans, wo er als Verwandter auf Liebe und Freundlichkeit Anspruch machen konnte, wo er das Herbe des Fremdlebens nicht hätte fühlen sollen, auch da erfuhr er manche Täuschung und ■ manche Krankung, und nur der Besitz seiner geliebten Nahe! konnte die trübe Dienstzeit ihm versüßen. Nachdem nun zwanzig mühevolle Jahre vorübergegangen, in denen Zakob das, was er gewonnen, im Schweiße seines Angesichts errungen und erkämpft halte, — da mußte er heimlich entfliehen, um nicht das so schwer Erworbene dem Neide Labans als Opfer zu bringen, und hatte Gott sich nicht seiner erbarmt, er wäre nicht frei geworden von den drückenden Fesseln des Dienstes. Doch kaum waren diese abgestreift, so überfiel eine neue Angst den Patriarchen und er fürchtete, seines unver- Ähnlichen Bruders Zorn werde ihn und die Seinigen vernichten. Zwar ward er auch von dieser Angst befreit, aber zur Ruhe kam Zakob dennoch nicht. Denn ehe er noch die Heimath erreicht hatte, erlitt er großen Kummer und Ärger, den ihm seine Söhne, welche