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Sabbath-Blatt · 1842-12-03 · 23 (3.12.1842) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
23 (3.12.1842)
Date
1842-12-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 23. JMicft Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und zwar so, daß sie mit der Post zum Sabbath über. aUyin versandt sein kann. Der Preis des Jahr, ganzs ist, 1 Thlr. 10 Sgr., ohne Porto ° Zu» schlag für Preußen. Die» jenigen Abonnenten, wel» che wünschen, daß ihnen daS Statt von der Post «vb 11,1 latt. t i ךו ,י י«*׳ i ״,«י;ר Unter Mitwirkung des vr. 3. C. SaaikchüH, ist. Pred. in Königsberg, herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Aönigl. preuts. allergnädig lter Concektion. in'S Haus geschickt werde, zahlen dafür 1 Sgr. 3 Pf. vierteljährlich als festgeseytes Bestellgeld an das Post- Amt. Alle Wohllöbl. Post- Anstalten und Zeitungs- Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhand» tung bezogen werden. Zum Sabbath den Z.December. 30. Khislew 5603. Das Fest der Lempelwekhe. die Lichter des Wclhcfestes angezündet sind und ihre Helle freundlich und heilig uns umleuchtet, da kennen wir wohl der Außenwelt um uns her vergessen und unsere Blicke wenden sich einer großen Vergangenheit zu. Wir haben den Segen gesprechen, Gott um seiner Wunder und seiner Gnade willen gepriesen, die er an uns vollbracht. Wir ermnern uns des Mathathias und der Makkabäer, die sich wie eine eherne Mauer dem Heidenthum und den Tyrannen entgegenstellten, die cs mit blutiger Grausamkeit gewaltsam in Israel einführen wollten, wir erinnern uns dankbar bewundernd ihrer Siege und ihrer Großthaten, die mit der Weihe des wiederernmgenen Tempels endeten. Aber wie nun so die festlichen Lichter, eines nach dem andern, wieder verlöschen, da werden mancherlei Betrachtungen in unserer Seele wach. Wie fröhlich ward Lies Fest vormals in Israel gefeiert, in einer Vergangenheit, deren sich Viele unter euch noch sehr wohl erinnern werden. Da gab es wohl noch kein Haus, in welchem die Weihekerzen nicht mit frommem Sinne angezündet wurden, in welchem dann diese Abende nicht heitern Spielen und geselliger Freudigkeit angehörten! Wie sehr, wie schmerzlich hat sich seitdem Alles bei uns geändert, die Spiele, die religiöse Heiterkert jener Zeit sie sind längst aus vielen Häusern entflohen, und mit ihnen um so mehr der Ernst, der wahre, heilige Ernst, der mit jener Hand in Hand ging. Es hat sich Alles verändert und wir sind wahrlich dabei nicht glücklicher geworden, die dürre Gegenwart hat, wie jene Ähren im Traume Pharao's, von dem wir in der Parschah des Sabbaths lesen, die dürre Gegenwart, hat eine freudige, blühende Vergangenheit verschlungen, und es ist ihr nicht anzusehen, welche Jahre ihr vorangegangen. Und welch' tiefe Beschämung vollends muß uns ergreifen, wenn wir uns in jene Zeiten zurückversetzen, in denen dies Fest gegründet ward! Mit welcher unerschütterlichen Kraft und Gottesfurcht sahen wir damalö Greise, Jünglinge und Frauen jeder Zumuthung widerstehen, von den Geboten ihrer heiligen Religion abzuweichen. Jener würdige Greis Eleasar, jene Mutter mit ihren 7 Söhnen, sie ertrugen lieber einen zehnfach martervollen Tod, ehe sie sündigten und die ihnen auf Befehl des Königes dargebotenen Opferspeisen berührten, welche die Religion ihnen zu gerneßen nicht erlaubte. Wie viel nun giebt es uns zu bedenken, wenn wir diese religiösen Satzungen in vrelen unserer Häuser gänzlich vernachlässigt sehen, wenn wir bemerken, wie das, wofür jene ihr Leben hingegeben, einer großen Anzahl von Israeliten kaum irgend einer Berücksichtigung werth erscheint. Aber wir müsserr leider noch hinzufügen, die Schuld liegt nicht in dem Maße an den Übertretern selbst, als Ln dem Umstande, daß es Len meisten derselben an einer gründlichen Belehrung über diese Vorschriften und Satzungen gefehlt hat. Nicht in den Stand gesetzt, sich selbst oder ihren Kindern über diese Gebote, die

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