Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 18 (29.10.1842)
- Date
- 1842-10-29
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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1842 M 18. Drcsc Zeirschrift erscheint wöchentlich einmal, und zwar so, daß sic mit der Post jum Sabbatv über׳־ allliin versandt sein kann. Der Preis des Jahr- -anzs ist 1 Thlr. 10 Sgr.. ohne Porto - Zuschlag sür Preußen. Diejenigrn Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Statt von der Post Salrbath -Statt. Unter Mitwirkung des vr. 3. L. SaaltchüH, ist. Pred. in Königsberg, hcrausgcgeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit König!. Preuts. allergnädigtter Concettion. in's Haus geschickt werde, jahlen dafür 1 Sgr. 3 Pf, vierteljährlich als festgesey» tes Bestellgeld an das Post- Amt. Alle Wohllöbl. Post- Anstalten und Zcitungs- Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestel» lungen an. — Außerdem kann das Sabbaty - Blatt auch durch jede Buchhand» lung bezogen werden. Zum Sabbath d. 29. Oetober. .7 חיי שרהD 23 שבת. Marclieschwan 5603. Ehret die Tobten! »Sarahs Lebenszeit war 127 Jahre. Da ltarb Sarah in Airsath - Arba, das itt Ehebron im Lande Lanaan. Abraham kam, um Sarah;u beklagen und?u beweinen.! Und als Abraham von keinem Todten aukgektanden war, redete er;u den Söhnen Lheth: Fremdling und Einsatte bin ich bei euch — to gebet mir einen Degräbnitsplat; als Eigenthum, dats ich meinen Todten begrabe, der vor mir liegt." 1. Mos. 23,1-8. eit Abraham könnt ihr lernen: die Todten ehren. Ist der Tod ins Haus getreten, und hat seine kalte Hand auf das Herz Eines von eurer Umgebung gelegt,so sprechet in frommem Sinne: »Gott hat gegeben, Gott har genommen; der Name des Herrn sei gelobt!" Alsdann sorget, daß der Todte mit Ehren in die Erde komme. Von Abraham aber mögt ihr lernen, daß ihr nicht nörhig habet, euch zu übereilen und mir unruhiger Hast den Todten ans dem Hause zu bringen. Abraham kam, um seine verstorbene Frau zu beweinen und zu beklagen, und als er aufgcstanden war von seinem Todten, da besprach er sich mit seinen Nachbarn wegen einer Grabstätte. Darüber ist eine geraume Zeit hingegangen. Auch in andern Fällen weiset die heilige Schrift darauf hin, daß die Vorbereitungen zum Begräbnisse mit aller Ruhe und Sorgfalt getroffen worden. Nirgends ist ein Beispiel zu finden, daß ein Todter mit Haft und Eile sei begraben worden. Nur von einem Hingerichteten wird gesagt, daß er nicht über Nacht auf dem Richtplatze bleiben dürfe. — , Bedenket, welche Versündigung ihr durch Ubere i l n n g auf euch ladet, da es möglich ist, daß ein Mensch, den ihr in Hast begraben habt, zum Leben hätte zurückgerufen werden können. Das Schreckliche dieses Gedankens hat in vielen Gemeinden schon mehr Vorsicht hervorgerufen; — wo aber jetzt noch die Unsitte des zu frühen Begrabens statt finden sollte, da möge endlich Vernunft und Überlegung über einen veralteten Mißbrauch den Sieg davon tragen. Lobenswerth ist die Einfachheit, mit welcher in Israel die Todten begraben werden. Bleibet bei dieser schönen Sitte! Es soll der Arme wie der Reiche in gleicher Weise bestattet werden. Das ist wahrhaft vernünftig, denn der Tod gleicht Alles aus. Zm Tode ist Alles gleich , Scepter und Bettelstab, Purpur und Lumpengewand! Und nur durch diese Einfachheit könnt ihr Gleichheit bewirken! Behaltet bei die schöne Sitte, daß die Bestattung des Todten nicht Sache der Betherligten sei, sondern einer aus frommen Mitgliedern bestehenden Gesellschaft, die auch für den in Armurh Gestorbenen mit derselben Liebe und Treue sorget. Bei der Einfachheit aber braucht ihr nicht den Anstand, die Ruhe, die Ordnung außer Augen zu setzen. Ehrfurcht gebühret dem Todten! Darum folget seiner Bahre mit Würde, bedenket bei jedem Schritte, daß ihr die Hülle, darin eine unsterbliche Seele gewohnt hat, zur Ruhe führet. Und seid ihr so in o rdnungsmäßiger Folge zu der Men Ruhestätte ge-