Mannheim
Compact Memory

Sabbath-Blatt · 1842-10-08 · 15 (8.10.1842) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
15 (8.10.1842)
Date
1842-10-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/8620046-8635248-8635563--082-8620210
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

M IS Liesr Zeitschrift erscheint ivöchenttich einmal, und in>« so, daß sie mit der Post -um Sabbath überatlhin versandt fein kann. Der Preis des Jahrgangs ist 1 Thlr. 10 Sgr., ohne Porto - Zuschlag für Preußen. Dieienigen Abonnenten, weiche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post Sabbath.Statt. Unter Mitwirkung des vr. 2. €. Saalfrljüt;, isr. Pred. in Königsberg, herausgegeben von ermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit König!, preuts. aüergnädiglter Conrettion. in's Haus geschickt rverdr. zahlen dafür 1 Sgr. 3 Pf. vierteljährlich als festgesey» tes Bestellgeld an das Post- Amt. Alle Wohllöbl. Post. Anstalten und Zeitungt- Expeditionen des 3«r- und Auslandes nehme» Bestel» längen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhand, lung bezogen werden. Zum Sabbath d. 8. October. .יח *D 4 ^יבת. Marchesvon 3603. ...1.1 > V..I I —I——1^———----- --- Das göttliche Bundes - Zeichen. ^-s ist etwas ganz Eigenthümliches in Der äußern Form und Darlegung unserer Empfindungen, daß wir, wenn unser Herz seinen Gott suchet, wenn wir »ns m die Welt des Geistes hinversetzen, Laß wir dann unwillkührlich den Blick zum Himmel emporheben. Gott ist nicht (nach menschlich örtlichen Begriffen) im Himmel, alle ihre Weiten, sagt Salomo, fassen ihn nicht. Wir können, nach der Weise unserer finnlichen Anschauung, keine Stätte denken, wo der Allgegenwärtige, wo das unbegreifliche, geistige, über Raum und Zeit erhabene Wesen weilet. Er ist überall um uns, aber nicht nach menschlich-örtlicher Weise. »Er gehet an mir vorbei, ich sehe ihn nicht, er schwebt vorüber, ich werde ihn nicht gewahr." Seine Herr-- lichkeir, seine geheimnißvolle Nähe waltet durch alle Räume der Erde, wie des Meeres, durch alle Fernen der Welten, und doch fassen die Grenzen Dieses fichtbarm All sein Wesen nicht und er ist fern und verschieden von all dem unermeßlichen Anhalte der ge-, schaffenen Natur. Und dennoch sucht das Auge Len Himmel, und doch strebt der Blick zur Höhe empor, indem wir theils, durch ein natürliches Gesetz unserer äußern Bewegungen, veranlaßt werden, auf diese Weise, der innern Richtung unserer Gedanken zu folgen, die sich in solchen Augenblicken auch gleichsam über die niedern Erscheinungen der Zeitlichkeit erheben und sich empor- Lichten zu einer höher« Ordnung der Dinge, theils aber auch, weil wir gewohnt sind, am Himmel so Vieles wahrzunehmen, was uns, wie der Psalmist sagt, die Ehre, was uns die gegenwärtige Macht Gottes verkündiget :השם' מספח־' כבוד־ אל. Dort sehen wir die glänzenden Reihen der Gestirne, die der erhabene Ausdruck der Schrift die Heere Gottes nennt. Dort sehen wir die großen Himmelslichter, Mond und Sonne, die nach der wunderbaren, noch nie gestörten Ordnung der Tage und Nächte mit einander wechseln und deren einflußreiche Kräfte, das gesammte Leben der Natur zum Lheil beherrschen. Dort Deutet uns auch die am Sabbath zu vorlesende Parschah kine Erscheinung, ein Sinnbild an, welches erblickend, wir uns des Bundes Gottes mit den Menschen erinnern sollen: ״Gott sprach zu Noah: Ich errichte meinen Bund mit euch und euren Nachkommen, daß keine Fluth mehr seyn solle, die Erde zu verderben. Und ' Gott sprach: Dies sey das Zeichen des Bundes zwischen mir und euch und allem Lebenden bei euch für ewige Geschlechter: Meinen Bogen setze ich all die Wolken , er soll das Zeichen seyn des Bundes zwischen mir und der Erde." 1. B. Mos. Kap. 9. B. 8 ff. Gott hat mit den Menschen einen Bund geschlofisen und in dem Regenbogen giebt er ihnen ein Sinnbild dieses Bundes, ein sichtbares Denkzeichen seiner Liebe. Er hat mit ihnen den Bund seiner Gnade, den Bund der Erhaltung geschlossen, daß, so lange die Erde sie-- het, der wohlthätige Wechsel von Lag und Nacht, Hitze und Kälte, nicht aufhören und daß Saat und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.