Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 9 (27.8.1842)
- Date
- 1842-08-27
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1842. M 9 Ltrse Zcitschrifk erscheint wöchentlich einmal, und zwar so. daß sie mit der Post zum Sabbath überaühin versandt sein kann. Der Preis des Jahr» «angs ist 1 Thlr. 10 Sgr., ohne Porto 31 ׳» schlag für Preußen. Die» jenigen Abonnenten, wrl» che wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post Sabbath - Statt Unter Mitwirkung des Dir. 3. L. Saalschutz, isr. Pred. in Königsberg, herausgegeben von vr. Hermann Sammerkeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Lönigl. Preuts. aliergnädig tte r Conceklion. ♦ in'8 HauS geschickt werde, zahlen dafür 1 Sgr. 3 Pf. vierteljährlich als fesigesey» tes Bestellgeld an das Post» Amt. Alle Wohllöbl. Post. Anstalten und Zritungs» Expeditionen des 3»- und Auslandes nehmen Bestel» lungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhand» iung bezogen werden. . Zum Sabbath, d. 27. August. .שבת פ' כי תבוא 21. Ellul 5602. .Die Stimme Gottes. ״And es werden über dich kommen alle diese Segnungen und dich erreichen, wenn du hörett aut die Stimme Gottes, deines Herrn." s. Mos. 28, s. ^8ottes Stimme kannst du überall vernehmen, wo du stehest im Tempel der Natur. Aus dm Raumen der Welt spricht der allmächtige Gott zu dir, denn die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Erde verkündet sein Lob. Jede Blume spricht von Gott, jeder Stern ist eine Schrift des Schöpfers. Im Windessäuseln hörst du die Stimme Gottes, im rollenden Donner offenbaret sich die Macht des Herrn. Die schäumenden Fluchen sind Gottes Stimme, die brausenden Wogen — eine Sprache des Weltenregierers. »Darum gebet dem Ewigen die Ehre seines Namens, betet ihn an im heiligen Schmucke. Stimme Gottes über den Wassern! der Gott der Ehren donnert! Seine Stimme erschallet mit Macht, seine Stimme mit Majestät. Gottes Stimme zerschmettert die Cedern des Libanon, spaltet Feuerflammen, macht die Wüste erzittern, entblättert Wälder — und in seinem Tem-» pel verkündet Alles Gottes Ehre." Erdensohn! du bist der Priester in dem Tempel der Natur. Du darfst die Stimme Gottes nicht überhören, darfst nicht vorüberziehen lassen die Heiligen Worte, ohne auf sie zu achten, sie zu fassen und zu beherzigen. Dich sollen diese Stimmen wecken und erheben, du sollst erkennen, wie du würdig leben mußt, weil du gewürdigt worden, die Stimme Gottes zu vernehmen und sein Wort heraus zu hören aus den Räumen der Ngrur. Wie kannst du Bedentungsloses treiben, kleinlich dich bewähren, da Größe dich überall umgiebt und die Stimmender Allmacht dich umschauern! Und doch willst du groß noch nennen dein unbedeutendes Sein, und erhaben dein eiteles Treiben? dein Herz will sich noch gar in Stolz und Übermuth erheben, da es doch zusammenbrechen muß, wenn nur eine Stimme Gottes dasselbe mächtig rührt. Die Stimme, die die Cedern des Libanon zerschmettert, muß dich deine Schwäche und Nichtigkeit fühlen lassen, daß du dem großen Weltenlenker gegenüber kein trotzig Wort mehr sprechen, keinem übermüthigen Gedanken mehr Raum und Nahrung geben magst. D emuth und Bescheidenheit sind die segensreichen Früchte, die du ernten wirst, wenn du hörest auf die Stimme Gottes in dem Tempel der Natur. Laut ist die Stimme der Natur, lauter noch die Stimme Gottes in deiner Brust: das richtende Gewissen. Dieser Stimme kannst du nicht entfliehen, du bist ihr so nahe, wie du deinem Gotte nahe bist; und wo willst du hinsiiehen vor Gottes Geiste, wo hingehen vor seinem Angesichte?2)— Gerecht ist Gott, gerecht ist auch die Stimme des Gewissens; ihr gilt kein Ansehen derPerson, sie erkennet keine irdische Macht an. So höre auf diese Stimme Gottes und folge ihr! 2) Ps. 139. 1) Pf. 29.