Mannheim
Compact Memory

Sabbath-Blatt · 1842-08-20 · 8 (20.8.1842) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
8 (20.8.1842)
Date
1842-08-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/8620046-8635248-8635265--045-8620180
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

M 8. Diese Zcirschnft erscheint wöchentlich einmal, und zwar so. daß sie zum Sab» datv überallhin versandt sei» kann. Der Preis veS Jahrgangs ist 1 rvlr. 10 Sgr., ohne Porto-Zuschlag für Preutcn. Alle Post-AnstaUca «. Zeitungs-Expeditione« des In« und Auslandes «etzwen Bestellungen an. abbath Blatt. Unter Mitwirkung des vr. I. L. Saaltchüt;, ist. Pred. in Königsberg, herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit KönigL. Preuts. allergnädigster Concettion. 3n diese Zeitschrift werden Annoncen gegen 1 Sgr. Gebühren für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Briefe bittet man portofrei durch Hrn. E.F. Steinacker in Leipzig oder di» rect an die ״Buchyand» lung von Neumann« Hartman« in Elbing" einzusenden. Zum Sabbath, d. 20. August. .שבת פ' כי תצא 14. Ellul 5602. Ein gutes Herz. »Wenn du -einem Nachlten ein Darlehn giebtt, ko darktt du nicht in kein Haus gehen, um ein Pfand von ihm;u nehmen. Drautsen tollst du stehen bleiben und der Mann, dem du geliehen hast, toll dir das Pfand heraus bringen. Wenn es aber ein armer Mann itt, so tollst du dich über seinem Pfände nicht tchlaken legen; sondern;urückgeben tollst du ihm sein Pfand bei Sonnen-Antergang, auk dats er tchlate unter seinem Kleide und dich segne; und dir wird dies als Gerechtigkeit gelten vor dem Ewigen, deinem Gotte. Du tollst dem Armen und Dürftigen feinen Lohn nicht vorenthalten, er tey von deinen Brüdern oder von -einen Fremdlingen, die in deinem Lande, in Leinen Städten. An demselben Tage tollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne toll nicht darüber untergehen; denn er itt dürktig und er harret darauf mit seinem Leben; dats er nicht über dich;um Ewigen ruke und cs dir;ur Sünde tey. Beuge nicht das Recht des Fremdlings, des Waiten, und nimm nicht;um Pfände das Kleid der Wittwe; sondern erinnere dich, dats du Knecht wartt in Äegypten und dats dich der Ewige von dort erlöset hat, darum befehle ich dir, alto;u thun. Wenn du Ernte hattest auk deinem Felde und auk demselben eine Garbe vergessen hakt, ko tolltt du nicht;urückkehren, um sie;u nehmen; dem Fremdlinge, dem Waisen und der Wittwe soll üe gehören, auk dats der Ewige dich tegne, in Allem, was deine Hände khun. Wenn du deine C>ehlbäume schüttelst, ko sollst du nicht nachher noch;witchen den Zweigen tuchen; dem Fremdling, dem Waiten und der Wittwe soll es gehören, Wenn -u auk -einem Weinberge die Trauben schneidest, ko sollst du nicht Nachlese halten; dem Fremdling, dem Waiten und der Wittwe toll es gehören. Denn erinnere dich, dats du Fremdling wärest in Aegypten, darum befehle ich dir, alto;u thun." s. B. Mos. Kap. 81. ss. 10—22. m&r affen wir alle diese Gebote zusammen, so ist es im Allgemeinen unbeschränkte, uneigennützige Gefäl» ligkeit und Liebe, welche die Schrift, sowohl gegen Israeliten als Nichtisraeliten von uns fordert. Sie lehrt uns, jeden Eigennutz, ja selbst jede zu ängstliche Besorgniß vor möglichem Verluste meiden, wenn es gilt, edel und wohlthätig zu handeln. In diesem Geiste ist es, daß sie so oft und dringend gebietet, dem Armen ein Darlehn nicht zu versagen, und wenn man ein Pfand von ihm erhalten, wenn er es zur Nacht brauchen könnte, es ihm vor Sonnen-Untergange wie» der zurück zu geben, aber was ihm am Tage unent» behrlich ist, wie das Kleid der Wittwe, oder die Steine, die der Arme zum Mahlen seines täglichen Mehlvorrathes braucht, gar nicht zum Pfände zn nehmen, auch wenn dadurch das gegebene Darlehn unsicher wird. Zn demselben Geiste göttlicher Liebe wurde in פ* באת <5. B. Mos. 15.) geboten, im 7ten Zahre dem Armen alle seine Schulden zu erlassen, hierbei aber streng gewarnt, ja nicht kurz vor diesem Erlaßjahre ein Darlehn zu versagen, aus unedler Besorgniß, dann die verliehene Summe nicht mehr zurückzuerhalten. תשמר לך, heißt es daselbst (B.9.) »hüte dich, daß nicht in deinem Herzen sey דבר בליעל ein nichtsnutziger,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.