Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 7 (13.8.1842)
- Date
- 1842-08-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1842. M 7. Diese Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und Iwar so, daß sie zum Sab- Haty überallhin versandt sein kann. Der Preis des Jahrgangs ist 1 Thlr. 10 Sgr., ohne Porto-Zuschlag für Preußen. Alle Post-Anstalten u. Zeitungs-Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. abbath -Statt. Unter Mitwirkung des vr. X C. Saalschutz, ist. Pred. m Königsberg, herausgcgcben von vr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Rönigl. Preuts. allergnädigtter Concetlion. In diese Zeitschrift werden Annoncen gegen 1 Sgr. Gebühren für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Briefe bittet man portofrei durch Hrn. E.F. Steinacker in Leipzig oder Li« rect an die ״Buchyandlung von Neumann- Hartmann in Elbing" einzusenden. Zum Sabbach, d. 13. August. ■.שפת פ' שפטים 7. Ellul 5602. Glaube und Aberglaube. ״Es toll unter Dir Reiner gesunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer führt; Reiner der Vahrtagerküntte treibt, kein Wolken- und Zeichendeuter und Zauberer; kein Thierbanner, Geitterbetchwörer und Todtenbekrager. Denn ein Gräuel dem Ewigen itt, welcher Solches thut, und wegen dieser Gräuel ilt es, dats der Ewige 2ene (llötker) vor dir vertreibt. תמים תהיה עם ח׳ אלהיך Ungetheilt tollst du teyn, mit dem Ewigen, deinem Gotte." 5. Mos. Kap. 18. W. 10 —13. s liegt im Menschen ein tiefes, wenn gleich nicht immer deutliches, Wissen von einer höhern Welt, eine lebendige Ahnung von einer überirdischen, Übermenschlichen Ordnung der Dinge, von einer geistig nnsichtbaren Leitung unseres Geschickes. Diese dunkeln Em-- psindungen unserer Seele werden zu einer leuchtenden Flamme des Glaubens, zur göttlich waltenden Überzeugung, wenn die Lehren der Offenbarung sie erhellen, wenn die Lehre Mosis uns deutlich und offenkundig sagt, was die Seele uns still und gcheimmßvoll vertrauet. Und dann erheben wir uns in heiliger Liebe zu Gott und geben uns ganz und gern dem Walten seiner Vorsehung hin. Aber wo nicht, wo das Helle Verständniß dessen, was wir ahnungsvoll in vnserm Herzen tragen, uns noch nicht aufging, wo wir es noch nicht gelernt haben, uns an die Erkenntniß eines Gottes ganz und ungetheilt hinzugeben, oder wo wir uns selbst und unserm bessern Wissen untreu wurden und Gott uns schuldig sprechen muß, nach dem Worte des Propheten: »sie wendeten mir den Nacken zu und nicht das Angesicht!" *) — da erstirbt, verstummet zwar noch nicht gänzlich, was Gott uns so tief ins Herz gelegt, aber was zum Hellen Glauben werden sollte, das wird zum Lüstern Aberglauben. Zn wirren Bildern umwaltet es uns dann, die die Einbildungskraft belebt und riesengroß verzerrt, eine abergläubische Geisterangst umfaßt uns dann mit ihren eisig kalten Armen, und theils, wie die Molochsdiener (auf deren gräßliche Kinder- >opfer unser Text hindeutet) bis zum Wahnsinn aufgeregt und durchschauert, gab der Mensch sein Theuerstes dahin, um Len unheimlichen Spuk blutig zu versöhnen, theils, wo Eitelkeit und Gewinnsucht über jene Angst gesiegt, wollte der Erdensohn überirdische Mächte und Mittel, wie er sie eben glaubte, zu seinem Dienste zwingen, um mit ihrer Hülfe die Zukunft zu erforschen und sein Geschick zu bessern und zu leiten. Alle Liese Versündigungen aber, alle diese Regungen des Aberglaubens fasset unsere Textes--Stelle zusammen und bezeichnet sie, indem sie sie streng verbietet, als das, was sie sind, als etwas, was dem Ewigen ein Gräuel ist. ,,Es soll unter dir Keiner gefunden werden, der (wie es im Molochsdicnst geschah) seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer führt, kein Zauberkünstler, kein Wahrsager und Zeichendeuter; sondern sey ungetheilt mit dem Ewigen, deinem Gott." תמים תהיה עם ח׳ אלהיך ,,ungeteilt sollst du seyn mit dem Ewigen, deinem Gott!" Du bemühest . .33 ,32 .»3 ויפנו אלי ערף ולא פנים (1