Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 5 (30.7.1842)
- Date
- 1842-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1842 M S Siteft Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und twar so, daß sie zum Sab» bath überallhin versandt sein kann. Der Preis der Jahrgangs ist 4 Thlr. 10 Sgr., ohne Porto-Zuschlag fiir Preu׳ Len. Alle Poft-Anstalten o. Zeitungs-Expeditionen der In» und Auslandes nehmen Bestellungen an. abbath -Statt. Unter Mitwirkung des Di2 .־. L. SaaltchüH, ist. Pred. in Königsberg, herausgegeben von vr. Hermann Sommerketd, isr. Prediger in Elbing. Mit König!. Preuts. allergnädigtter Concetkion. In diese Zeitschrift werde« Annoncen gegen 1 Sgr. Gebühren für die gespal» tene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Briefe bittet man portofrei durch Hrn. E. F. Steinacker in Leipzig oder di» rect an die ״Buchyandlung von Neumann» Hartmann in Elbing" kinzusenden. Zum Sabbath, d. 30. Juli. שבת פ' עקב. 23. Ab 5602. Das Leben in der Wüste. ״Gedenke des ganzen Weges, den dich der Ewige dein Gott, getühret hat, diese Vierzig Jahre in der Wüste, um dich;u demüthigen, um dich?u prüfen, dass sich ^eige, was du im Herren hakt, ob du beobachten wirkt keine Gebote oder nicht. And er demüthigte dich und liels dich darben ׳und speisete dich mit Manna, das du nicht kanntest und deine Väter nicht kannten, um dich erfahren M las״ sen, daks nicht vom Brode allein der Mensch lebet, sondern dass von Allem, das hervorgehet aus dem Munde Gottes, der Mensch lebet." (4. Mos. vm, 2—3.) üst und leer war die Erde, in Nacht und Grauen gehüllt, bevor der Herr gesprochen: es werde Licht! Als aber das Licht des Lebens und des Segens seine erleuchtenden und erwärmenden Strahlen verbreitete, da schwanden die Nebel, da floh das nachtliche Grauen, La gestaltete sich die wüste, leere Erde zu einem Hellen, freundlichen Gottesgarten, zu einem Paradiese, welches für den Menschen bestimmt ward, Laß er daselbst sein Glück und seinen Frieden finde. Und der Mensch, zuletzt hervorgegangen aus der Hand des allliebenden Schöpfers, wandelte auf der schönen Gotteserde, von Licht und Klarheit umgeben, von der Fülle der göttlichen Gaben umringt, ohne Ahnung eines Verlustes, ohne Vorgefühl wie bald ihm die schöne Erde eine Wüste werden könne. Es giebt eine Zeit im Leben des Menschen, da wandelt er, gleichwie der erste Erdenbewohner, im Paradiese des Friedens, da leuchtet ihm das Licht der Freude und des Segens, da erscheinet ihm die Erde wie ein Eden Gottes, so liebereich, so freudenvoll. Aber »wie ein Mann seinen Sohn erziehet, also erziehet Gott den Menschen;" *) wie ein Vater seinem Kinde Entbehrungen auflegt, so läßt auch Gott uns eine Weile gleichsam in der Wüste leben, damit wir daselbst lernen Noth und Mangel leiden, Mühen und Gefahren überwinden, Verlust und Schmerz ertragen, damit wir aber auch in solcher Wüste, gleichwie das gesammte Israel, die göttliche Offenbarung empfangen, und in dieser Offenbarung finden mögen unsere himmlische Mannaspeise für jede Erdennorh, unsere Waffen gegen jeden Erdenkampf, unseren Trost in jedem Erdenjammer. Dir ist die schöne Gotteserde zur Wüste geworden, der du bei allem Fleiße, bei aller Mühe, doch nicht erringen kannst das tägliche Brod für dich und die Deinen. Du siehst wohl die Früchte wachsen, aber für d i ch nicht reifen; du siehst die Quellen fließen, aber nicht zu stillen deinen brennenden Durst; du siehest eine große, reiche Tafel, aber für dich nicht geordnetz du erkennest, wie die Erde noch immer ein reicher, schöner Gottcsgarten sei — für dich, Darbender, jedoch so arm, so freudenleer! Nur dir ist sie eine Wüste, 1) 4. Most 8,5 r 0<שר ייסר >*יש] ><ת-בנו ה' אלהיך מיסרך