Mannheim
Compact Memory

Sabbath-Blatt · 1842-07-23 · 4 (23.7.1842) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1842
Issue
4 (23.7.1842)
Date
1842-07-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/8620046-8635248-8635261--025-8620164
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

1842 M 4. Diese Zeitschrift erscheint wöchenttich einmal, und zwar so, daß sie zum Sabbath überallhin versandt sein kann. Der Preis deS Jahrgangs isi 1 THlr. 10 Sgr., ohne Porto-Zuschlag für Preu« sie». Alle Post-Anstalten o. Zeitungs-Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. abbath - Statt. Unter Mitwirkung des Di3 .־. L. SaaltrhüH, ist. Pred. in Königsberg, herausgegeben von Dr. Hermann Sommerkeld, isr. Prediger in Elbmg. Mit Lönigl. Preuls. alle rgnäd ig tter Loncettion. 3n diese Zeitschrift werden Annoncen gegen 1 Sgr, Gebühren für die gespal» tene Petit-Zeile oder de» ren Raum ausgenommen. Briefe bittet man portofrei durch Hrn. E. F. Stein» acker in Leipzig oder di» rect an die ״Buchyand» lung von Neumann- Hartmann in Elbing" einzusenden. Zum SabbatH, d. 23. Zuli. .(1VN3) PNNbkl '2 שגת 16. Ab 5602. Der Blick zur Höhe. »Tröster, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet zum Herzen Jerusalems, rufet ihr zu, daß ihre Dienstzeit zu Ende sey, ihr Vergehen gesühnet, daß sie von Gottes Hand zwiefach gestraft worden für alle ihre Sünden. Eine Stimme des Rufenden tönt durch die Wüster Bereitet den Weg des Ewigen, ebnet im Gefilde eine Bahn unserm Gott! Jedes Thal soll erhöhet und jeder Berg und Hügel soll abgetragen werden, und die Krümme werde grade und was ungleich zur ebnen Fläche. Denn offenbar soll werden die Herrlichkeit des Ewigen, und alles Fleisch insgesammt soll sehen, daß der Mund des Ewigen redet. Eine Stimme spricht; rufe! Er sprach: was soll ich rufen? — Wie Gras ist alles Fleisch und all' seine Herrlichkeit wie des Feldes Blume. Das Gras welket, die Blume verblühet, denn Hauch des Ewigen wehet sie an. Ja, Gras! so ist das Menschenvolk. Das Gras welket, die Blume verblühet, doch das Wort unseres Gottes bleibet ewiglich. Zur Bergeshöhe steig' empor, Zion, Heilverkündigerinn! erhebe mit Macht deine Stimme, Derkündigerinn Jerusalem! Erhebe, fürchte nicht, sprich zu den Städten Juda'sr steh! es ist euer Gott! Sieh! Gott, der Herr, kommt mit Macht und sein Arm Herrschet ihm, sieh, sein Lohn ist mit ihm und seine Vergeltung gehet vor ihm her; dem Hirten gleich, der seine Heerde weidet, in seinen Arm die Lämmer sammelt, sie an seinem Busen tragt, die schwachen Mütter leitet! — Wer maß mit seiner Hand die Wasser, ordnete mit der Spanne die Himmel und häufte wohlberechnet der Erde Staub? Wer wog die Berge mit Gewicht und mit der Waage die Hügel? Wer bestimmte den Geist des Ewigen, wer unterrichtete ihn durch seinen Rach, mit wem beriech er sich, daß er ihn unterwiese, daß er ihn belehrets in den Regeln des Rechts, daß er ihn Wissen lehrte und den Weg der Einsicht ihm zeigete. Sich! die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer und dem Staubchen an der Waage gleich. Sieh! die Inseln sinwie eine leichte Scholle! der Libanon reichte nicht hin zum Feuer und seine Thiere nicht zum Opfer. Alle Völker sind nichtig ihm gegenüber, und gering und eitel vor ihm geachtet. — Mit wem nun wollt ihr mich vergleichen, dem ich ähnlich wäre, spricht der Heilige? Heber zur Höhe eure Augen und sehet, wer all dies geschaffen, wer, gezahlet, die Himmelsheere auSführt! Ihm, der reich an Stärke ist und groß an Kraft, kann Keines sich entziehen." Jes. Kap. 40 V. 1 ff. .שאו מרום עיניכם -.Grh-btt znr Höpe mr- Augen!" Er, dev dies Alles schuf und leitet, er schuf auch dich, den einzelnen Menschen, zu einem Hohen Ziele, das er dir geoffenbaret Hat. Er leitet die Menschen und die Volker, nnd ihr Geschick und ihre Zukunft entwickelt sich vor seinen Augen. Diese Wahr- Heit, diesen Blick zur Höhe lasset uns nicht vergesftn auf unsrer irdischen Wallfahrt! Der du dich in das Gewirrs des Lebens stürzest, in leidenschaftlichem Rausche Maß und Ziel des Daseyns vergessend, noch einmal ehe der Strudel der Zeitlichkeit dich erfasset und in seine Tiefe dich rettungslos hinabzieHct, noch einmal Hebe zur Höhe dein Auge empor und erinnere dich Dessen, der sie alle schuf, jene leuchtenden Heere des Himmels! Wie »ihrer Keines sich seinem Auge entziehet," so entzie- Hest auch du dich ihm nicht, dem richtenden Blicke seiner Allwissenheit. Ergreift den rettenden Arm, den dein göttlicher Vater dir darreichet, bevor du für ewig in den Abgrund der Sünde versinkest.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.