Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1842
- Issue
- 2 (9.7.1842)
- Date
- 1842-07-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Diese Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und zwar so, daß sie zum Sabbat!) überallhin versandt sein kann. Der Preis des Jahrgangs ist 1 Thlr. 10 Sgr., ohne Porto-Zuschlag für Prenßen. Alle Wohllöbl. Posi- Anstalten des In- und Auslandes nehmen Befiellungen an. l U \ J Unter Mitwirkung des Dr. 3. €. Saalschutz, isr. Pred. in Königsberg, herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Äönigl. preuts. alle rgnädigttxr Concetlion. In diese Zeitschrift werden Annoncen gegen 1 Sgr. Gebühren für die gespallene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Briefe bittet man portofrei durch Hrn. E. F. S t e i nacker in Leipzig oder dsirect an die ״Buchhandlung von Neumann- Hartmann in Elbing" rinzusenden. Zum Sabdath, d. 9. Zull. .שגת פ' מטות ומסעי 2. Ab 5602. Israels große WelLhoffnung. ^^er letzte Abschnitt des 4ten Buches Mosis, פ' מסעי, beginnet mit einer Übersicht der Züge und der Geschichte Israels, seit dem Tage, da es Ägypten verließ: אלה מסעי בני ישראל אשר יצאו מארץ מצרים. So wollen wir denn, auch von den Anfängen der Israelitischen Geschichte beginnend, Zugleich auf die nachfolgenden Zeiten einen Blick werfen und, im Gedanken der ernsten Tage, denen wir entgegen gehen, uns der Leiden unsres Volkes, aber auch seiner wunderbaren göttlichen Leitung und seiner heiligen Hoffnungen erinnern. Joseph, der Sohn Israels, hatte die Seinigen hinweggerufen aus dem Lande der Emoriter, er hatte ihnen die reichen Triften Gosens angewiesen, wo sie, als freie Hirten lebend, und in Erinnerung ihrer Väter und ihres göttlichen Führers sich geistig läutern und kräftigen sollten. Vor seinem Tode aber sprach er zu seinen Brüdern: ״Ich sterbe, aber eurer wird Gott gedenken und euch hinführen aus diesem Lande, in das Land, welches er dem Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen." *) Das Jahrhundert Mosis, des göttlichen Mannes, sah diese Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung ge- Yen, und wir sehen an dem Schluffe der Parschah die Nachkommen jenes Joseph, zu einem zahlreichen Stamme geworden, für das Recht ihrer Besitzungen im Lande 1) 1. Mos. so, 24. Palästina das Wort ergreifen. Ein Reich wurde gegründet, das anderthalb Jahrtausende stand. Dort, wo die Straßen der Völker zusammenlaufen, wo die Verbindungswege dreier Weltrheile sich durchschneiden, dort erblühete dieses Reich, es stand und kämpfte für Ideen, mit denen die Völker sich segnen sollten. Es fiel endlich, aber ging nicht unter. Der neunte Tag des Monats Ab תשעה באג, das jährliche Trauerfest, für welches die religiöse Vorbereitung bereits beginnt, erinnert uns an jene schreckenvollen Zeiten, da das Heiligthum Zwei Mal in Feindes Hand fiel. Das erste Mal, als babylonische Kriegesschaaren sich Zerusalems bemächtigten und Nebukadnezar die Blüthe des Volkes in die siebenzigjährige Gefangenschaft führte. Edle Fürsten Persiens sandten das Volk wieder in die Heimath zurück. Doch die alten Zeiten des Glükkeö und der Freiheit waren dahin. Noch einmal zwar kehrte ihr Glanz wieder, als Mathathias und die Makkabäer sich erhoben, damals als Israel, durch den Heiden Antiochus Epiphanes, seinen Glauben, die religiösen, geistigen Schätze bedrohet sah, für die es leben und sterben wollte. Noch einmal weheten die Siegesbanner der alten Zeiten, noch einmal zierten freie Kronen die Stirnen einheimischer Könige, aber bald darauf, wiederum am neunten Tage des Ab, erlag Zion der Übermacht der Römer. — So flimmert die Fackel noch einmal empor, ehe sie verlischt, so leuchtet nach sturmvollen Tagen die Sonne noch einmal am Abend auf, um dann ihre Strahlenkrone ins Meer zu senken. Achtzehn Jahrhunderte waren damals seit jenem in