Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 23 (11.6.1843)
- Date
- 1843-06-11
- Page
- Seite 92 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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92 Brennt doch seine Fackel gut, Leuchtet freundlich hell. — Ach, da kommt ein Sturm mit Wuth, Löscht sie auf der Stell' Dennoch sagt der fromme Mann: »Was Gott thut, ist wohlgethan." — Zn derselben Nacht fürwahr, Die für ihn so schwer, Fiel auch eine Feindesschaar Uebers Städtchen her. Raubte Menschen, Thier' und Hab', Brannte dann es selber ab. Da erhob der fromme Mann, Als er dies vernahm, Seinen Blick zu Gott hinan, Der zu Hüls' ihm kam. »Hält' ich," sprach er, dort verweilt, Hätt' ihr Schicksal ich getheilt.יי »Auch hält' mich verrathen bald Meiner Thier' Geschrei, Als so nahe bei dem Wald Zog die Schaar vorbei. Auch die Fackel hatte leicht Meinen Aufenthalt gezeigt." » Darum sag' ich's nochmals laut. Sag es Groß und Klein: Auf den lieben Gott vertraut, Laßt Las Sorgen fein! Was der liebe Gott auch thut, Meint er immer mit uns gut! (Tendla u's Sagen und Legenden?, rwwww% «wvw»rtft Rundschreiben der Königl. Regierung zu Breslau über das jüdische Kirchen- und Schulwesen. Das Königl. Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten hat uns eröffnet, Daß die Cultus- und Schulangelegenheiten der Juden durch gesetzliche Bestimmungen geordnet und fester geregelt werden sollen, nachdem es sich je länger je mehr erwiesen, Laß Lurch einzelne Anordnungen und administrative Maßregeln dem desfallsigen Bedürsniffs nur unvollständig abgeholfen worden. Bei den weiteren Vorbereitungen zu diesem Zwecke kommt es vor Allem darauf an, die gegenwärtigen faktischen Zustände des jüdischen Cultus- und Schulwesens in den verschiedenen Landestheilen der Monarchie kennen zu lernen, um darnach prüfen und beurtheilen zu können, ob, und wie weit die Juden eines Ortes, eines Bezirks, einer Provinz w. in Gemeinden und weiter aussteigenben Corporarionen zu vereinigen, wie Liese auf eine, wo möglich dem jüdischen Nationalcharaktcr und den jüdischen Religionsbegriffen entsprechende Weise in sich zu orgamsiren, und unter andern in Verbindung zu setzen seien. Lesefrüchte. ״ sAugentälliger Skweis.) Salomon Maimon bemühte sich einst, einem Freunde Spinoza's System begreifiich zu machen, nach welchem alle Gegenstände bloße Accitenzen einer ewigen Substanz sind. Der Gegner unterbrach ihn und sagte: »Aber, mein Gott! sind Sie und ich nicht verschiedene Menschen und hat nicht jeder von uns seine eigene Existenz?" »Macht die Fensterladen zu!" rief hier Salomon Maimon. Voll Erstaunen fragte sein Freund, warum? Aber der Weltweise erwiederte: »Sehet, die Sonne scheint Lurch die Fenster. Dieses Viereckige giebt einen viereckigen, dieses Runde einen runden Widerschein; sind es nun deshalb schon verschiedene Dinge und nicht vielmehr ein und derselbe Sonnenschein? Macht die Fensterladen, zu, so werden diese verschiedenen Widerscheine gänzlich verschwinden." (Feder's Ehrentempel.) Anzeige n. Iw diese Zeitschrift werden Annoncen gegen 1Sgr. Gebühren für dre gespattenc Petit-Zeite oder deren Raum ausgenommen» Dießtällige Briefe bittet man portofrei durch Herrn E. F. Steinacker in Leipzig oder direct an die Buchhandlung von Neumann - Hartmann in Elbing cinzusenden. Folgende Bücher aus dem Verlage von Neumann-Hartm amt in Elbing sind durch alle Buch- Handlungen zu bekommen: Anekdoten von Friedrich dem Großen und Napoleon. 2 Hefte. 5 .A?: B ra u ri sch w eig, Fr., Marfa, letzte Fürstin Boretzki und Bürgermeisterin zu Nowegrod. Trauerspiel in 5 Akten. Nach Karamsin's Russischen Annalen bearb.!!5 $gr. Fuchs, Michael (Professor w. rc.) , Beschreibung der Stadt Elbing und ihres Gebietes in topographischer, geschichtlicher und statistischer Hinsicht. I — lil. 1.2.3. 5 m. 20 H/-. Druck und Verlag vs« Neu mann - H artwanu in Elbing.