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Sabbath-Blatt · 1843-06-04 · 22 (4.6.1843) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
22 (4.6.1843)
Date
1843-06-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Lrc!c Zeitschrift en'cftctnt wocycntlich einmal, und »war so, daß sie mir der Post »um Sabbatv übernamn versandt sein fann. Der Preis für vaS datbc Jahr ist so S g r., ohne Porto - Zuschlag für Preußen. Diejrnigen Abonnenten, wclche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post ll U U ll l II 1 U V Unter Mitwirkung des Dr. 3. C. daalkrhüt;, isr. Pred. in Königsberg, herausgcgeben von Dr. Hermann Aommerkeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Könige. Preuts. allergnädigtter Concettion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 3 Sgr. s Pl, halbjährlich als festgeseytes Bestellgeld an das Post. Amt. Alle Wohllöbl. Post Anstalten und Zeitungs, Expeditione» des In- und Auslandes nehmen Nestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhandlung bezogen werden. Zum Wochenfeste, d. L Juni. .6 ח3 ה־&בען־ת. Siran 3603. Stark wie der Tod ist Liebe -'s ist für das Schebuoth-Fest vorgeschrieben, das Buch Ruth zu lesen, -ein Buch, welches uns Die Liebe in ihren edelsten Gestalten zeigt. Alles hatte Naemi in fremdem Lande verloren, ihren Gatten, ihr Vcrmögen, ihre Kinder; aber einen Schatz hatte sie sich erworben, ein Herz, das sie innig liebte, die edle Ruth, die ihr in das Land der Heimath folget und sie nicht verlassen will. Denn also lesen wir Kap. 1. V. 16. f.: »Ruth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, von dir mich zu wenden; denn wohin tu gehest, da gehe ich mit, wo Lu übernachtest, da übernachte ich, dein Volk ist me>n Volk und dein Gott mein Gott; wo du stirbst, da will ich sterden, und da begraben werben; also möge mir Gott jetzt und fürder helfen! nur der Tod sott mich von Dir trennen." Wie ergreifend lauten diese Worte! wie sollten wir uns hier nicht eines der schönsten Aussprüche Salomons erinnern: עזה כמות אהבה »stark wie der Tod ist Liebe!" Hohe Lied 8, 6. Stark ist der Tod! Nichts vermag ihm zu widerstehen, er überschreitet jede Schranke, er dringt, in jede Pforte und durch feste eherne Riegel, er löset auch Die innigsten Bande. Er ist stark und gewaltig und unerbittlich. Weder die Macht der Schönheit vermag ihn zu erweichen, noch Thranen ihn zu ruhren, noch der Menschen Weisheit ihn zurück zu halten. Er ist stark, wie die Nacht, die den Tag verschlinget, wie das Eis, das die Wärme aufzehrt. Was macht uns trauern, wenn der Herbst herannaht, wenn der Winter sich von Ferne zeiget? Es ist, daß die Na tur um uns her dann ein weites Bild jenes erschüt-- ternden Gedankens. Zn den Stürmen, die auf den Meeren wüthen, in Len Blättern, die von den Bäu-- men fallen, in den Regenschauern, die an unser Fenster schlagen, scheint es uns zuzurufenr stark ist der Tod, der ein Bündniß geschlossen hat mit der Zeit, mit dem eilenden Jahre, daß der Frühling, kaum daß er erwachte, dahin ist, der Sommer so bald mit allen seinen Freuden erstarret. Vergebens täuschen uns noch die Hellen Tage des Herbstes, die Sonne, die durch die Wolkenschatten durchblickt, die über die kahlen Felder hinzichen, vergebens! — denn es fleucht der Engel des Todes durch die Länder hin, das eiserne Schwcrdt Ln seiner Hand, und jede Blume beuget sich vor ihm, und von ihm berührt sinkt der Schmuck der Bäume, und vor dem Wehen seiner Flügel erstirbt jeder warme Hauch. Da gedenken wir denn, in der weiten Stille der langen Steruenabende, wir gedenken trauernd des entschwundenen Lpbensfrühlinges, der gesunkenen Blüthen unserer Hoffnungen, des Grabes so mancher innigen Lebensfreude, und ahnungsdüster spricht es in unserer Seele: stark ist der Tod! Doch ein mächtiger Trost ist uns verliehen in dem Schauer dieses Gedankens, und wenn wir zu den Sternen empor, in den fernen Schimmer leuchtender Welten Hinschauen, dann redet es zu uns in unausgesprochenen Worten: »stark wie der Tod jß

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