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Sabbath-Blatt · 1843-05-27 · 21 (27.5.1843) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
21 (27.5.1843)
Date
1843-05-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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EI» M 21 Dtcic Zeuschrjft erscheint ,vocncntlich einmal, unv zwar so, Vaß sie mit der Post zum Sabbat» »deriiUtiin verscindi fein kann. Der Preis für das »albe Zahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zu» jchlag für Preußen. Lieicnigen Abonnenten, wel- -che wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post abtrath -Blatt. Unter Mitwirkung des Dr. 3. C. Saalschutz ist. Pred. in Königsberg, herausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit König!. Ureuts. allergnädigfter Loncektion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 8 Pt. halbjährlich als festgesey» tes Bestellgeld an das Post» Amt. Alle Wohllöbl. Post» Anstalten und Zeitungs» Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Destel» lungen an. — Außerdem kann das Sabbath «Blatt auch durch jede Buchhand» lung bezogen werden. Zum Sabbath, d. 27. Mai. »TIpfD 'שכת פ 27. Ijar 5603. Folgen der Sünde. , Änd so ihr mir nicht gehorchet und mir entgegen- Krebst, to werde ich euch im Zorne entgegenttrebcn und euch süchtigen, ja siebenfach werde ich euch Ligen um eurer Sünden wegen." 3. Mos. 26, 27 — 29. ZDn der heutigen Parschah droht Gott denen, welche seine Gebote verwerfen, und ihnen entgegenwandeln, die härtesten Strafen an. Aber werden diese auch immer vottftreckt? Vermissen wir nicht so oft Gerechtigkeit beim Gange der menschlichen Schicksale? Genießen nicht oft, welche sich durch Trug und List Ln Besitz eines großen Reichthumcs zu setzen wußten, denselben ungestört, bleiben sie nicht meist allen widrigen Folgen ihres Übelthuns überhoben? Sehen wir nicht oft Lasterhafte noch immer ungestraft? Trägt es sich nicht all zu oft zu, daß diejenigen, die Böses lhun, nicht zu ernten scheinen, was sie säen? Muß La nicht der wahre Verehrer des Höchsten verzagt werden und in das Wort des Herrn Mißtrauen setzen und in Bangigkeit ausrufen: Soll es denn umsonst sein, daß mein Herz unsträflich geblieben, Hab' ich denn keinen Vorzug vor dem Sünder? Doch nein, sei unverzagt: die Strafe für das Böse bleibt nie aus, des Herrn Wort ist wahrhaftig und was er zusagt, hält er getreu. Oft wird das Böse schon hier auf Erden äußerlich bestraft. Mag auch der freche Dieb, der arglistige Betrüger lange ungestraft einher gehen oft kommt für ihn unerwartet die Zeit, wo er in die Hände der Obrigkeit fällt. Der Verschwender lebt lange Zeit in steter Freude, sein Habe und Gut scheint ein unerschöpflicher Quell zu sein, er genießt Alles, was dem Herzen gelüstet, da versiegt oft mitten im Genüsse die Quelle, er sieht sich in Noth und Elend herabgestürzr, selbst von denen verlassen, welche einst die Genossen seiner Freuden gewesen waren. Der Wüstling dient oft lange Zeit seine» Begierden, ohne die irdischen Folgen zu empfinden, da fühlt er sich plötzlich von der Schwäche erfaßt und von einem Heere körperlicher Übel gepeinigt. Der Verleumder setzt den Namen des Redlichen herab und es gelingt ihm, sich Treue und Glauben zu verschaffen und die Welt durch eine Lüge auf einen falschen Weg zu leiten — siehe, da kommt oft unerwartet sein Frevel an den Tag und der Rechtschaffene gelangt zu der Ehre, die ihm gebührt. Dergleichen Beispiele wirst du dir aus eigener Erfahrung noch viele vorführen können. Oft verrielh den Frevler, sicher geworden, selbst sein Herz, oft wurde er durch Helfer, auf welche er fest baute, verrathen. Oft werfen Umstände, die an sich geringe find, auf sein Sündenleben ein Helles Licht und zogen seine Schuld hervor. So ereilt schon äußerlich den Frevler die verdiente Strafe, noch häufiger aber innerlich in den Vorwürfen des Gewissens. Dieses läßt unabläßig seinen Ruf an uns ergehen, bald warnend und strafend, bald lobend und ermunternd. Wenn wir uns einer Handlung schuldig rrygchten, welche nicht vor Gott besteht, so spricht es zu

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