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Sabbath-Blatt · 1843-04-22 · 16 (22.4.1843) · p. [Seite]

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
16 (22.4.1843)
Date
1843-04-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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184a M 16. Diese Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und zwsr so» daß sie mit der Post zum Sabbath über- Min versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zuschlag für Preußen. Diejcnigen Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post abbat H-Älatt. Unter Mitwirkung des Or. X L. öaaifrljiit}, isr. Pred. in Königsberg, herausgegeben von Di־. Hermann Sommerketd, isr. Prediger in Elbing. Mit König!, preuts. allergnäd ig tter Concettion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesey- »cs Bestellgeld an das Post. Amt. Alle Wohllobl. Post- Anstalten und Zeitungs« Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt such durch jede Buchhand» lung bezogen werden. Zum Sabbath, d. 22. April. .חג המצות 22. Nisan 5603. Bitteres im Leben. מרור שאנו אוכלים על שום מה על שוכו i שמררו המצרים את חיי אבותינו במצרים ״Mete bitteni Kräuter etten wir,;ur Erinnerung, -als die Aegypter das Leben untern Vätern verbitterten." Hagadah. nter den vielen Krautern, welche Gott in seiner reichen Schöpfung ersprießen läßt, giebt es auch solche bittere, die ungeachtet ihres scharfen, mitunter widrigen Geschmacks, dennoch, wie die, welche wir an den Passah-Abenden zum Sinnbrlde genießen, der Gesundheit nicht nachtheilig, ja zuweilen, irr den Händen eines weisen Arztes, das einzige Mittel sind, die verlorne Gesundheit wiederherzustellen, die wankende zu erhalten, die drohende Krankheit abzuwehren. Und so werden denn diese bittern Kräuter sehr paffend zu dem, was sie uns am Passahfeste seyn sollen, zum Sinnbild menschlicher Leiden. Denn zwar die Leiden sind bitter, aber auch an ihnen, sie mögen nun von Menschen uns zugcfügt werden oder unmittelbar aus Gottes Händen kommen, können wir selbst es meistentheils erkennen, wie heilsam sie Der Gesundheit nnserer Seele seyen, und gewiß ist dies auch dann der Fall, wenn unser sterblicher Sinn ihre heilsame Wirkung nicht gewahr wird. Werfen wir zuerst einen Blick auf die Leiden, die von Menschen uns zugefügt werden, um sodann die ins Auge zu fassen, die unmiltelbar aus den Han« den Gottes kommen. Die Leiden, welche Menschen Len Menschen zufügen, bieten allerdings sittlich eine sehr trübe Seite dar. Es ist Ln der That ein sehr bitterer Gedanke, daß die Menschen, welche in der Klage übereinkommen, daß dies Leben, so kurz es ist, daß es dennoch an und für sich so viele Schwierigkeiten, so viele Schmerzen und Leiden, so viele Noth und so vielen Jammer darbietet, es ist ein bitterer Gedanke, daß die Menschen gleichsam übercingckommen zu seyn scheinen, das Maaß des Schmerzes und des Kummers zu vermehren, neue Quellen von Leiden für einander zu entdecken, neue Gelegenheiten zu ersinnen, um einander das ohnedies schon mühe- und leidensvolle Leben unerträglicher zu machen. Ja, es ist ein bitterer Gedanke, daß oft die besten Kräfte guter Menschen, daß oft das edelste Leben sich schon aufgezehrr habe, in diesen kleinlichen Quälereien und Neckereien, die Menschen einander so erfinderisch zu bereiten wissen, und die so oft durch ein freundliches Wort, durch eine friedliche Verständigung zu vermeiden wären. Denn es liegt in den Übeln, welche Menschen durch Menschen zugefügt werden, etwas besonders Verletzendes, das die durch Gott uns zugesandten Leiden nicht haben, es mischt sich in jene der Ärger über Ungerechtigkeit, jenes tief zehrende, nnd aufreibende Gefühl des Gekränktseins, das wir bei den von Gott zugesandten Leiden, sie mögen noch so hart seyn, doch niemals empfinden, so daß wir hier wohl oft

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