Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 15 (15.4.1843)
- Date
- 1843-04-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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•<י JUi lo. 2»c!c j-citfdjrift erscheint wöchentlich einmal, und zwar so, daß sie mit der Post zum Sabbaty über« allhin versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist 20 Sgr.. ohne Porto ° Zuschlag für Preußen. Die« i'enigen Abonnenten, welche wünschen. daß ihnen das Blatt von der Post abbath - Glatt. Unter Mitwirkung des vr. 3. €. SaaUrhütj, Ifc. Pred. in Königsberg, herausgegeben von vr. Hermann Sommerkelv, isr. Prediger in Elbing. Mit Königl. preuts. allergnä-igtter Concettion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesey» tes Bestellgeld an das Post. Amt. Alle Wohllöbl. Post. Anstalten und Zeitungs« Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestel« langen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhand« lung bezogen werden. Zum Sabbath, d. 15. April. .חג המצות 15. Nisan 5603. Die Erlösung. ויהי בעצם היום הזה הוציא ה' את בני ישראל מארץ מצרים על צבאתם. " An diesem Tage führte Gott -ie Kinder Israel aus Egypten in Heeresrügen. 2. Mos. 12, 31. n diesem Tage hat Gort uns erlöset. »So danket dem Ewigen, denn er ist freundlich, und seine Güte wahret ewiglich." Frei ward Israel an diesem Tage, frei durch den Ewigen Zebaoth! Vom Himmel kam die Erlösung, Gott selbst hat unsere Fesseln gelöst, unsere Banden gebrochen; so wendet euer Auge Zum Himmel empor, und lasset aufsteigen die heilige Opferflamme kindlichen Dankes. Oder könnten wir vergessen, was der Ewige an uns gerhan, wie Er durch Wunder, Zeichen und Thaten unsere Erlösung herbeigcführt, uns getragen auf Adlerfittigen seiner Huld und Gnade, uns aus Finsterniß zum Lichte, aus Knechtschaft zur Freiheit, von Weh zur Wonne geleitet d Nie und nimmer können wir vergessen an den Auszug aus Egypten, die Geschichte nuferer Erlösung ist aufbewahret in unferm Herzen, eingegraben mit diamantnem Griffel. So lange das Herz schlägt in des Israeliten Brust, so lange ge-- denkt er jener göttlichen Erlösung, welche begründet hat sein zeitliches Glück und seine ewige Seligkeit. Denn der Auszug aus Egypten bildet das Fuudament des Zndenrhums, die Erlösung aus dem Hause der Knechtschaft ist gleichsam die Grundsäule, worauf Israels Geschichte, sein äußeres und inneres Leben beruhet. Wie das Zudenthmn sich gestaltet hat im Laufe der Zeit — das findet seinen Grund und seine Entstehung in jener wunderbaren Befreiung. Hätte Gott uns nicht erlöset in jener denkwürdigen Nacht, so wäre unser ganzes Leben eine schaurige Nacht der Knechtschaft und des Götzendienstes geworden. Daß wir nunmehr dem einigen Gotte dienen, Ihm angehören, Seine Kinder uns nennen, Seinen heiligen Namen anrufen, Sein Gesetz zu unserm Wohle befolgen, auf Seinen Beistand hoffen, und mit dem Gedanken an Seine unendliche Liebe ruhig sterben kvnneu — das hat alles seinen Grund und seine Stütze in der Befreiung aus Egypten. Weil jene großartige Begebenheit so tief eingegriffen in unser Sein und Leben, so weithinwirkend in seinen Folgen ist, so unendlichen Segen schaffet für alle Zeiten, darum ermahnet dich die heilige Schrift, daß du doch denken mögest an den Auszug aus Egypten alle Tage deines Lebens, כל ימי חייך. Alle Tage deines Lebens sollst du denken an den Auszug aus Egypten, d. h. sowohl in deinen glücklichen Tagen, als auch in den Tagen des Unglückes; im Glücke — damit du nicht übermüthig werdest, im Urrglücke — damit du nicht kleinmüthig werdest. Des Menschen Kraft ist so gering, was er leistet so unbedeutend, und dennoch, wenn Las Glück ihn begünstigt, glaubt er, daß er sich sein Wohl bereitet daß seine Hand ihm die Guter zugeführt, deren er