Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 12 (25.3.1843)
- Date
- 1843-03-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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184a M IS D!c<c Zcitschnst erscheint wöchentlich einmal, und zwar so, daß sie mit der Post zum Sabbalh überallhin versandt sein kann. Der Preis für das -albe Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zulchlag für Preußen. Die» ienigen Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post abbath S1 att. Unter Mitwirkung des vr. 2. L. Saal schütz, ist. Pred. in Königsberg, herausgcgeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Könige. preuts. allergnädigtter Loncettion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesctz. tes Bestellgeld an das Poll» Amt. Alle Wohllöbl. Post» Anstalten und ZcitungS» Expeditionen des Zn- und Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbaty - Blatt auch durch jede Buchhand» tung bezogen werden. Zum Sabbach, d. 25. März. .(שנת פ׳ שמיני (פרה 23. Weadar 5603. Verherrlichung Gottes int Schmerze. nsere Parschah erzählt Ans ein erschütterndes Ereigniß, welches bei der Einweihung des heiligen Gezcltcs vorfiel, nämlich den Tod der Priester Nadab und Abihu, der Söhne Aharons: ,,Es nahmen die Söhne Aharons, Jeder keine Raucherxkanne und legten in dieselbe Feuer und schüttelten darüber Räucherwerk und brachten vor den Ewigen fremdes Feuer, das er ihnen, nicht geboten hatte. Und es ging ein Feuer aus von dem Ewigen und verzehrte sie, und tie starben vor dem Ewigen. Da sprach Moses zu Aharon: Das ist, was der Ewige gesprochen: בל,דבי אקדש ועל פני כל העם אכבד Durch die, so mir nahe sind, will ich geheiliget und vor dem Angesichte des ganzen Volkes will ich geehret werden |לידם אהר und Aharon ward stille. 3. B. Mos. Kap. 10. D. 1 — 3. Sind hier die Worte ״ בל,דבי אל,רשdurch die, so mir nahe find, will ich geheiliget werden" auf die Söhne Aharons zn beziehen, die durch ihren Tod Zeugniß geben mußten, welche Gefahr für die Weifesten selbst darin liegt, wenn fie eigenem Ermessen folgen wollen, ohne das Gesetz Gottes zu befragen, so fanden jene Worte doch demnächst auch ihre volle Anwendung auf Aharon, da es gewiß die Aufgabe derer, die Gott nahe stehen wollen, ist, Gott auch im Leben nach ihren Kräften zu heiligen. Und so wird denn dem Hohenpriester, dem durch den plötzlichen Verlust seiner Kinder tief gebeugten Vater, in den Worten: בל,ד' אל,דש »durch die, so mir nahe stehen, will ich geheiligt seyn" zugleich die Aufforderung, auch selbst Gott in seinem Schmerze zu heiligen. Wir heiligen aber Gott im Schmerze, wenn wir auch da Lief durchdrungen bleiben von der Uberzeugung, daß, was Gott thut, daß es wohlgethan sey, selbst wenn es uns Leiden bringt, selbst wenn die Wege Gottes, unbegreifllich und erschütternd, unfern theuersten Besitz, unser heiligstes Heiligthum durchbrechen. Hiob leihet diesen Gefühlen Worte, indem er spricht: גם את הטוב נקבל מאת האלהים ואת הרע לא נקבל »das Gute nehmen wir freudig an von Gott, sollten wir das Schlimme nicht auch also annchmen?ה' נתן לה' לקה יהי שם ״ ה* מברך »der Ewige gab es, der Ewige nahm es, der Name des Ewigen sei gepriesen!" Gott kann nichts thun, was eigentlich schlimm wäre, was in der Absicht geschähe, uns unglücklich zu machen, uns zwecklos Schmerz zu verursachen. Er ist gütig in allen seinen Wegen und mild und gerecht in allen seinen Handlungen." Zwar erscheint uns zuweilen als Übel, was nach der Weisheit Gottes unstreitig wohlgethan ist, während Gott unser ganzes Leben, Zeitlichkeit und Ewigkeit, überschauet. Aber wir kennen allein den kurzen Tag des Erdenlebens, während Gott unser ganzes Leben, Zeitlichkeit und Ewigkeit überschauet. Za, wir vermögen kaum den Inhalt der nächsten siüchtigen Stunde vorherzusehen und in Rechnung zu bringen, und rechtfertigt nicht wirklich schon diese oft, was dem sündigen Herzen