Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 9 (4.3.1843)
- Date
- 1843-03-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 9 Drcfe Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und »war so, daß sie mit der Post zum Sabbath überallhirr versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zutchlag für Preußen. Diejenigtzn Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post Sabbath - Statt. Unter Mitwirkung des Dr. 3. L. Saal schütz, ist. Pred. in Königsberg, hcrausgegeben von Dr. Hermann Sommerkel-, isr. Prediger in Elbing. Mit Aönigl. Preuts. allergnädigster Eoncettion. in's HauS geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. $ Pf. halbjährlich als festgesetz» tes Bestellgeld an das Post» Amt. Alle Wohllöbl. Post» Anstalten und ZeitungS» Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Besteslungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhand« iung bezogen werden. Zirm Sabbath, d. 4. März. .שכת פ' אלה פקודי 2. Weadar 5603. Der Segen des Handwerks. ״So wie Gott dem Mol'es aufgetragen, fü fertigten die Linder Israel die ganze Arbeit. And Moses sah jegliche Handwerksarbeit, und üehe! sie hatten sie angesertigt; so wie Gott bekohlen, ko hatten sie es gemacht. And Mokes segnete sie. 2.2^.39,42—45. avid spricht:^) --Nährst du dich vom Handwerke, Heil dir! wohl dir!" Der Talmud sagt:2) »Ein Handwerk ist Werthvoll und ehret seinen Meister." Fassen wir diese beiden Gedanken zusammen, so haben wir den Segen des Handwerk's; dasselbe nemlich ehret und ernähret. Unsere Vorfahren lebten von ihrer Hände Arbeit, und fanden darin ihr zeitliches Wohl und Glück. Sie hielten den Grundsatz fest, daß sich der Mensch keiner ehrlichen Arbeit zn schämen brauche, und daß ein jeg-, liches Gewerbe, mit Lust nnd Liebe betrieben, vor Noth und Hunger schütze und dem Herzen Ruhe und Zufriedenheit gewahre. So fühlten sich unsere Stammväser glücklich in ihrem Hirtenstande; Moses, Saul, David wurden von ihren Heerden hinweggerufen, nach- 1) Ps. 128. .גדלת מלאכה שמכבדת את בעליה ® dem sie zu Volksführern erwählt worden. Aber au-« ßer Viehzucht und Ackerbau trieben Israeliten in frn« Hefter Zeit schon Handwerke und Künste. So haben sie gleich nach dem Auszuge aus Egypten ihre Tuchtigkeit bewiesen und die Bundeslade und alle dazu nöthigen Gerathschaften aus Gold, Silber und Kupfcr angesertigt, ferner die Priesterkleider, auch sonstige künstliche Weberarbeit, auch Stickerei in Wolle und Byssus. Unser Wochenabschnitt nennt besonders Bezalel und Aholiab als Meister dieser Gewerbe. Auf diesen Männern ruhte der Geist des Herrn, daß sie ohne Fehl ihre Arbeit vollendeten, woran aber ein Jeder wohl Theil nahm, soweit er Kennrniß und Geschicklichkeit besaß. Und Moses sah ügliche Handwecksarbeit, und siehe! sie hatten es vollendet. So brachten die Israeliten auch ihre Gcwerbthätigkeit in Las ihnen verheißene Land mit, und wenn sie auch daselbst meist dem Ackerbau ergeben waren, so fanden sich auch unter ihnen Handwerker verschie- Lener Art, als Zimmerleute, Töpfer, Steinhauer u.s.w. wie aus 1. Chronik. 4, 14 und 23 zu ersehen ist. Daß insonders die Frauen in Israel in Wolle und Flachs zu arbeiten verstanden, geht schon daraus hervor, daß Salomo von der Hausfrau, welche er als Muster und Beispiel ausstellt, folgendes rühmet: »Sie suchet nach Wolle und Flachs und reget mit Eifer ihre Hände, — ihre Hände legt sie an den Rok» ken und ihre Finger fassen die Spindel." 3) Spr. Sal. 31.