Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 8 (25.2.1843)
- Date
- 1843-02-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 8. Diese Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und »war so. daß sie mit der Post zum Sabbaty überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zuschlag für Preußen. Diejenigen Abonnenten, wetche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post abbath »Slatt. Unter Mitwirkung des vr. 2. ff. SaaltchüH, isr. Pred. -in Königsberg, hcrausgegeben von Dr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit König!. Preuts. ailergnädig tter Concetkion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür s Hgr. 6 PL halbjährlich als festgrsrp, tes Bestellgeld an das Post. Amt. Alle Wohllbbl. Post. Anstalten und Zeitnngs. Expeditionen des Z«- und Auslandes nehmen Besten lungen an. — Außerdem kann das Sabbath. Blatt auch durch jede Buchhand, lung bezogen werden. ZumSabbaH, d. 25.Februar. .(25 שבת פ' ויקהל (שבודים. Adar 5603. Des PredigtamLs Weihe und Wirkung. »ויקהל משה את כל ערת בני ישראל. Ls vertammlete Mofes die ganse Gemeinde der Kinder 21rael und sprach ju ihnen: Dies sind die Worte, welche Gott befiehlt, sie zu erfüllen: Sechs Tage tolltt du Arbeit verrichten, aber der siebente soll euch heilig fegn 'שבת שבתל[ לה , ein hoher Ruhetag, dem Ewigen geweihet." 2. B. Mos. Kap. 35. D. 1. 2. nsere Weisen knüpfen an das erste Wort ויקהל die Bemerkung, Gott hätte zu Moses gesprochen: versammle um dich die Gemeinden, והורש לפניהם ברבים הלכות שבת und predige vor ihnen öffentlich über die Verordnungen vom Sabbath כהי שילמדו ממך דורות הבאים להקהיל קהילות בכל שבת ושבת, auf daß von dir die Geschlechter der Nachkommen lernen mögen, an jedwedem Sabbathe die Gemeinden zu versammeln,'ללמד ולהודות לישר דברי חורה איסור והיתר, um Israel Zu lehren und ihm vorzutragen den Inhalt der Thora, was dersagt nnd was gestattet ist. Und hiernach behaupten die Weisen, daß Moses es in Israel singeführt habe שיהיו רורשין בעניינו של יום, Laß fic an jedem Festtage über seine Bedentung predigen sollten, הלכו' הפס' בפ' הלב' עצרת בעצרת, und Moses hätte zu Israel gesprochen, wenn ihr nach dieser Anordnung verfahret, so rechnet es euch Gott, gepriesen sei er! so hoch an, als wenn ihr ihn in seiner Welt als König einsetzter, שנאמר ואתם ערי נאום ה' ואני אל (Scf.43), »ihr zeuget von mir, nnd also bin ich euch Gott." Der letzte Gedanke,, der hier, in herkömmlicher Weise, an die Worte des Propheten angeknüpft wird, ist eben so sinnreich als wahr. Gott beherrscht durch sein Wort nur dann die Welt vernünftiger Wesen, wenn sie im Stande sind, ihn als Gott zu begreifen und von ihm Zeugniß zu geben. So lange die Völker des Alterthnms dem Götzendienste hingegeben waren, waltete über sie der Wahn und dcr Zrrthum, aber nicht die beseligende Kraft des göttlichen Wortes, und wir — so lange nicht in uns jeder Athemzug Zeugniß giebt, daß Gott allein uns Herr Und Helfer und Schutz sey, so lange ist er es auch für uns nicht in dem ganzen, heiligen Unrfange dieses Gedankens, nnr wenn wir Gott als un« fern Herrn erkennen, nur wenn wir in ihm unfern Helfer sehen, dann hilft und tröstet er uns, und wir empfinden es freudig und dürfen es stolz bezeugen, wir sind die Diener des höchsten Königes. Die Institution der Predigt wurde also, nach den Bemerkungen der Weisen, schon von Moses eingeführt, es ist sein unsterbliches Beispiel, und Gottes Geheiß, dem wir folgen, indem unter uns an Sabbath- und Festtagen das Wort der Thora verkündiget und erlärltert wird, und cs ist Gottes Herrschaft, die wir erst wahrhaft unter uns begründen, wenn wir sein ewiges Gesetz in rechter Weise darbringen und empfangen, und so durch uns selbst von ihm und seinem Reiche Zeugniß geben.