Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 7 (18.2.1843)
- Date
- 1843-02-18
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/8620046-8635247-8635210--178-8620076- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Elbląg 1× ep/1047890
OCR text
M 7. Diese Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, unv zwar so, daß sie mit der Post rum Sabbat!, überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbe Lahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zu- ,chlag für Preußen. Dielenigen Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post abbtttl) *lUlatt. Unter Mitwirkung des Dr. 3. £. öaalfrijiitj, ifc, Pred. in Königsberg, herausgegeben von Dr. Hermann öommrrkeld, ist׳. Prediger in Elbing. Mit K-önigl. Preuts. aNergnädigtter Concettion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesey« tes Bestellgeld an das Post- Amt. Alle Wohllöbl. Post- Anstalten und Zeitungs- Erveditionen des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath -Blatt auch durch jede Luchhandiung bezogen werden. Zum Sabbath, d. 18. Februar. .שבת 5' כ* תשא 18. Adar 5603. E l i a h. ״Da trat Eiiah vor das ganze Volk und sprach: Wie lange hinket ihr aut beiden Seiten? Itt der Ewige — Gott, to gehet ihm nach, itt es aber Saal, to dienet ihm. And das Volk antwortete ihm nichts." Haphtorah. 1. Könige 18, 21. lisch, der Prophet, eifert gegen seine Zeitgenossen. Dieselben wollten zwar nicht ganz an Gott vergessen, hatten aber auch nicht die Kraft, sich vom Götzendienste losznsagen. So wollten sie dem Baal dienen und nebenher dem einigen Gotte, der Finsterniß hul- Ligen, und nebenher im Lichte wandeln. Aber wo Gott thronet, da darf neben chm kein Götze weilen, wo das Licht herrschet, da muß die Finsterniß weichen, wo die Wahrheit ihr Haupt erhebt, da muß die Luge zurircktreten. Daher ist es ein unsinniges Treiben, einen Vertrag schließen zu wollen zwischen dem Heiligen und Unheiligen, zwischen der Wahrheit und dem Arrthum, zwischen Freiheit und Knechtschaft, zwischen Gott und — Baal, dem Götzen. Gegen solch' ein unsinniges Treiben, gegen solche Halbheit der Gefinnnng eifert der Prophet und spricht: »Wie langze hinket ihr aus beiden Seiten?" ער־־־ מתי אתם פסחים על־־שתי הסעפים. Staude heute Eliah unter uns, und schauete das Treiben unserer Zeit, er würde wahrlich unsere Ge-- neratkon nicht anders anreden, sondern in gerechtem Eifer also sprechen: Auch ihr hinket ans beiden Seiten, auch ihr seidnicht fest in eurer Gesinnung, ihr schwanket und wanket hier hin und dort hin. Halbheit ist der Stempel, der eurer Zeit anfgedrückt ist. Halb seid ihr Gott ׳ und der Wahrheit und der Freiheit zugerhan, und halb dienet ihr dem Götzen des Vorurtheils, der Lüge und der Knechrscha ft.- Oder ist es nicht so? Lasset uns prüfen. — Ihr saget, daß ihr dem Ewigen dienet, ihn allein anbeter in seinem Heiligthrrme nrrd vor ihm allein knieend Las Opfer eures Herzens bringet. Aber knieet ihr nicht auch in knechtischer Unterwürfigkeit vor Menschen, die, wie ihr, Staub und Asche sind, bücket und beuget ihr ihr euch nicht vor Geschöpfen, die der Würmer Staub einst werden, bieget und schmieget ihr euch nicht vor Len Großen der Erde, um eine Gnade, eine Gunst zu erhaschen von dem schwachen Erdensohne? Es stehet aber geschrieben: Wohl dem Menschen, der auf Gott bauet und versiuckr der — welcher ans Mensehen trauet." (vergl. Zerem. 17, 5 — 7.) Ihr saget ferner, Laß ihr dem einigen Gotte allern vertrauet, aber erwartet ihr nicht auch euer Heil von den Gestirnen des Himmels, schauet ihr nicht nach den Himmelszeichen, nach der Zunahme und Abnahme des Mondes, nach dem Laufe der Planeten? Merket, was Hiob spricht: »Sah ich das Tageslicht, wie es glänzte und des Mondes majestätischen Gang, und ließ sich heimlich mein Herz verleiten , daß ich vor ihnen angebetet. Auch dies wäre strafwürdiges Verbrechen, denn verläugnet hätte ich Gott in der Höhe." (Hiob 34, 26 — 27.) Ihr glaubet ja auch,