Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 4 (28.1.1843)
- Date
- 1843-01-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1843. M 4• actefc Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, und »war so, daß sie mit der lipo st zum Sabbatv über- «ühi» versandt sein kann. Der Preis für da« valbe Jahr ist 20 Sgr., ohne Porto - Zufchlag für Preußen. Diejenigen Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen da« Statt von der Post Sabbath - Statt. Unter Mitwirkung des vr. 3. L. Saalkchüt;, ist. Pred. in Königsberg, herausgegeben von vr. Hermann Sommerfeld, isr. Prediger in Elbing. Mit König!. Preuts. allergnädigstcr Conrettion. in's HauS geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als fesigesey. tes Bestellgeld an das Post- Amt. Alle Wohllöbl. Post. Anstalten und Zcitungs- Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Nestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhandlung bezogen werden. Zum Sabbath, d. 28. Januar. .27 שכת פ' משפטים. Scliebat 5603. Der E i d. ״Wenn Einer dem Andern einen Esel, oder einen Ochsen, oder ein Lamm, oder irgend ein Vieh giebt }tt hüten, und es stirbt, oder wird verletzt, oder weggetrieben, Niemand aber siehet es: so entscheide ein Eid bei Gott Mschm Seiden, ob er nicht Hand gelegt an dem Gute seines Nächsten, und der Eigener muss es annehmen, und jener befahlt nicht." 2. Mos. 21, 9 — 10. SPn; Name Gottes ist das Heiligste, was über des Menschen Lippen kommen kann. Die Majestät Gottes wird beleidigt, wenn sein heiliger Name unnöthig ausgesprochen wird. Und doch giebt es Menschen, die bei den geringfügigsten Sachen den Namen Gottes im Munde führen. Zst es denn nöthig, daß der Kramer, wenn er seine Waare hingiebt, um zu betheucrn, daß die Waare acht und gut sei, sprechen muß: »So wahr Gott lebt!" Schon der Prophet Hoseas eifert dagegen und sagt: 'אל תשבעו חי ת Schwört Loch nicht immer: So wahr Gott lebt! Wenn ein Za oder ein Nein hinreichend ist, wozu schwörst du, und sprichst unnöthig den Namen Gottes aus? Zst denn gar keine Wahrheit und keine Ehrlichkeit mehr zu finden auf Erden, daß jedes Wort, das im Handel und Wandel gesprochen wird, erst beschworen oder beeidigt werden muß? Zst denn gar kein Zutrauen mehr unter den Menschen, daß jede Zusage erst mit einem Eide bekräftigt werden muß? Noch, glauben wir, reicht in den meisten Fällen ein einfach Za oder Nein wohl hin, und so lange ein Gefühl des Rechts unter den Menschen vorhanden ist, so lange ein Funke religiösen Sinnes die Menschheit belebt, so lange wird auch Las gegenseitige Zutrauen nicht völlig aufhörcn und schwinden können. Zedoch giebt es Fälle, wo ein Za oder Nein nicht ausreicht, wo einEid nothweudig wird. Von einem solchen Falle spricht der Text. Wenn der Nichter in einer Streitsache die Wahrheit nicht anders erforschen kann, als Lurch einen Eid, dann ist gcstattet, einen solchen zu verlangen. Und wer vom Rich. ter aufgcfordert wird, seine Aussage durch einen Schwur zu bekräftigen, damit der Streit ein Ende nehme, der kann, wenn er sich vollkommen bewußt ist, Laß er die Wahrheit geredet, den Namen Gottes bei der Betheurung feiner wahrhaft!- gen Aussage anrnfen. Wie sehr aber ein Zeder sich zu bedenken habe, wie sehr ein Zeder feine Aussage zu überlegen habe, ehe er den Mund aufthne zum Schwure, ist einleuchtend. Denn der Schwörende ruft den allhciligen Gott zum Zeugen an, ruft den allgerechten Gott an, daß er ihn strafen solle, wenn er falsch schwöre. Darum zittert selbst derjenige, der mit gutem Gewissen vor Gott hintritt um zu schwörcn, denn jeder fühlt seine Schwäche in der Nähe des Allmächtigen, fühlt seine Sündhaftigkeit in der Nähe des Allhciligen. Der Mensch ist schwach, die Sinne können täuschen; wie leicht könnte die Sache sich dennoch anders verhalten, wie leicht kannst du das den-