Sabbath-Blatt
- Journal
- Sabbath-Blatt
- Volume
- 1843
- Issue
- 3 (21.1.1843)
- Date
- 1843-01-21
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 3. Diese Zeitschrift erscheint wöchentlich einmal, unv iwar so, daß sie mit der Post zum Sabbat!) überallhin versandt sein kann. Der Preis für das halbe Jahr ist 20 Sgr.. ohne Porto - Zuschlag für Preußen. Diejenigen Abonnenten, welche wünschen, daß ihnen das Blatt von der Post abbath -Statt. Unter Mitwirkung des vr. 3. L. Sa alte!) ritz, isr. Pred. in Königsberg, herausgegeben von vr. Hermann Sommerkeld, isr. Prediger in Elbing. Mit Aönigl. Preuls. aUergnädigtter Concettion. in's Haus geschickt werde, zahlen dafür 2 Sgr. 6 Pf. halbjährlich als festgesey« tes Bestellgeld an das Post. Amt. Alle Wohllöbl. Post. Anstalten und Zeitungs« Expeditionen des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. — Außerdem kann das Sabbath - Blatt auch durch jede Buchhand, lung bezogen werden. Zum Sabbath, d. 21. Januar. .20 שבת פ' יתח. Schebat 5603. Gottes Liebe. ואשא אתכם על כנפי נשרים ואבא אתכם אלי: " Ich trug euch aut Adlertittigen und brachte euch mir." 2.B. Mos. Kap. 19, D.4. ist ein schönes Bild , unter welchem hier die schützende Liebe Gottes angedeutet ist. Non dem Himmel her haben die Adler Nichts zu fürchten, denn kein Feind, keine Gefahr ist über ihnen, die am höchsten fliegen. Nur von der Erde kann der Pfeil sie treffen, das tödterrde Geschoß, darum nimmt der Adler die Jungen auf seine Schwingen, er schwebet schützend zwischen ihnen und dein rödtenden Pfeil, und tragt sie sicher zu Himmelshöhen empor. Und also trug Gott auch m!s auf Adlerfittigen und hob uns geistig empor über die Angst, über die Schrckken der Erde, zu den reinen H'chen des Himmels, wo Friede und Herrlichkeit weilet. Er hob uns empor zum Himmel und seine Liebe stellete sich zwischen uns und die Gefahren, die unserm Geiste und anserni Herzen drohen. Er hob uns empor in Liebe md gab uns Las Licht der Erkenntniß. Die erste Gabe seiner Liebe war und ist die Erkenntniß und Offenbarung und darum ist die erste Gabe dieser Offenbarung die Erkenntniß seiner Liebe. Schaue auf, mit deinem zum Himmel gehobenen Blicke, schau zu den Himmeln empor, die sich leuchtend und der Wunder voll über dir wölben, und in Flammenzügen und in Slernenschrift bieten sie dir die Zeugnisse seiner Liebe der. Tritt heraus in den Tempel der Natur, mit seinen Höhen, die in der Morgensonne wie Altäre Gottes flammen, blicke dich um in allen ihren Weiten, in allen ihren Schöpfun-- gen, »frage nur die Thiere, sie belehren dich, des Him-- mels Vogel er verkündet dir, die Blume, die aus der Erde erblühet, sie wird Lir's sagen und es erzählen dir des Meeres Fische, daß Gottes Hand dies Alles machte." Ja, was sie dir verkünden, jene Sonnen, jene lichten Fernen, was sie dir verkünden von Gottes Liebe und Herrlichkeit, das ist, wie der Psalmist sagt, kein unverständlich, räthselhaftes Wort; nein! בכל הארץ יצא לום, der Saitenklang Des gro׳ ßen Hallelnjah der Sphären, jener Gottespreis der Himmel, er hallet wieder auf Der weiten Erde, er hallet nach in deinem Herzen und er wird vernommen von allen Geschlechtern der Menschen. Und willst du wieder, getragen von dem Ad« lersittig Gottes, willst du wieder vernehmen von seiner Liebe, versenke dich in den Himmel deines Herzens! Dein ricfes, reines Gefühl für das Gute, deine Lust an dem Edlen, dem Heiligen, daß die große, edle That die vor Jahrtausenden geschah, von Menschen, die längst in ihren Gräbern ruhen, an Menschen/ die längst dahin gegangen sind, daß Liese That selbst für uns nicht gestorben ist, sondern fortlebet und fortwirket in der Erinnerung, daß sie noch mächtig genug ist, uns Stunden der Weihe und Seligkeit zu schaffen, daß Lurch die Jahrtausende hin ihr Ruf, ihr süßer Klang zu unserm Herzen redet und alle seine Saiten wecket, zu einem Echo des Entzückens und der Begeisterung, ist das nicht ein Geschenk, ein Zeug-