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Sabbath-Blatt · 1843-01-07 · 1 (7.1.1843) · p. Seite 4

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Journal
Sabbath-Blatt
Volume
1843
Issue
1 (7.1.1843)
Date
1843-01-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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lichkeit des leiblichen Genusses haben, ja er nimmt erstaunt wahr כי לא על הלחם לבדו יחיה האדם, daß es in dem Leben der Menschen noch etwas Anderes gebe, daß zu demselben noch etwas Anderes gehöre, als das tägliche Brod allein. So karm^eö denn gar nicht anders kommen, als daß er auf Mse -Weise zugleich emporgehoben werde zu einem höhern Scyn, indem ein neuer Kreis von hö- Hern -Bedürfnissen für ihn entstehet, eine neue Quelle reinerer Freuden sich ihm eröffnet, geeignet, jenen niedrigen Neigungen die Waage zu halten, jene niedrigern Genüsse und Vergnügungen ihm entbehrlicher zu machen. (Schluß folgt.) mvwi'wvuwmMi L i t era t u r. Talmud Babli Babylonischer Talmud. Tractat Beraellotll Segenssprüche. Mit deutscher llcberfchung und Len Commentaren Raschi und Totephoth nebtt den vertchiedenen Verbesserungen aller früheren Ausgaben. Hinzugefügt find: Neue Lesarten und Parallel״ stellen in allen Theilen dieses Tractates und der Commentare, Vokalisation der Mitchnah, Inter״ punlrtion der Milchna und Gemara, Raschi und Totephoth, Etymologie und Uebertragung der fremden Wörter, Erklärungen des Mehartchal und Mehartch a, N. A scher mit Erläuterung der Halatehah und den abweichenden Lesarten, R. Moscheh's, Sohnes R. Maimon's, Commentar zur Mitchnah mit Berichtigungen, Einleitung in den Talmud, enthaltend Grundprincipicn der Methodologie und Cregetik des Talmud. Von I)r. E. M. Pinn er, Membre de la Societe Asiatigue de Paris etc. etc. etc. Erster Band. Berlin, 1842. Dies, seit längerer Zeit angekündigte Werk hat nunmehr zu erscheinen begonnen unv wir begnügen uns vorläufig, unfern Lesern hiervon die Notiz zu geben. Dies ganze, man kann wohl sagen, ungeheure llnternehmen ist, als die Kunde von demselben ins Publikum kam, von verschiedenen Seiten her verschieden beurtheilt worden. Aber was die Leistung selbst betrifft, so wird man derselben, so wie dem Verfasser, erst nach ihrem weiteren Fortschreiten, so wie nach der Entwickelung ihres Einflusses im Bereiche der Wissenschaft vollkommen gerecht werden können. Nur über einen Punkt sey hier ein Wort angedeutet, nämlich über die Preisgebung derjenigen Stellen im Talmud, welche nicht geeignet sind, von dem größer», mit der morgenländischen Bildersprache nicht bekannten Publikum, richtig und würdig aufgefaßt zu werden. Man har naurentlich hieran von mehreren Seiten Anstoß genommen, aber wohl mit Unrecht. Gerade jene Stellen sind in Auszügen von Feinden der Israeliten, so wie der wissenschaftlichen Wahrheit, der Menge vorgelegt worden und der ganze übrige, hundertmal umfangreichere Inhalt des Talmuds und dem man den Ruhm des verschiedenartigsten, Wissenschaftlichen Werthes nicht streitig machen wird, blieb Gelehrten wie Ungelehrten verschlossen, so daß, wer im Eisenmeng er und faden Sammlern desselben Gelichters geblättert hatte, den Talmud zu kennm glaubte. Auch Auszüge im entgegengesetzten Sinne konnten zu einer eigentlichen Würdigung des Talmuds nicht führen, denn um ein Werk gründlich zu beurteilen, muß man es ganz, in seiner eigentlichen Form, vor sich haben. Lange noch abet wird der Talmud in dr Ursprache christlichen Gelehrten unzugänglich seyn, tfl Lurch eine mit Commentarien begleitete Übersetzung wrd er ihrer vollen Einsicht dargeboten , erst so wird man n Hinsicht des Talmuds zur Wahrheit kommen. Dese aber, der man unter allen Umständen (weil sie das jöchste Gut ist) den Weg bahnen soll, dürfen wir hier' gnviß nicht fürchten. Bei einer Beurtheilung seines G escmmtinhaltes kann der Talmud in der öffentlichen Meiirmg nur gewinnen. Kommt auch nur das Eine zum Bwußtsein, daß der Talmud nicht ein systematisches Lehruch (Courpendium) der Religion ist, wofür ihn Viele!alten, sondern eine Sammlung von Disputationen, Errterungen und Gesprächen (zwischen den verschiedensten Rännsrn, so Lehrern als Schülern und durch Jahrhundere) über Gegenstände der Religion, des Cultus und rnmentlich des Rechts, so wird auch dies manche gute Fruste für eine vernünftige Würdigung desselben tragen. Wie man aber auch über Liese Punkte denke, das Eine »ird man Herrn Vr. Pin ner nicht absprechen können, ds Verdienst einer dewundernswürdigen Ausdauer und Energie. Es gehörte wirklich ein seltener Muth dazu, eil solches Unternehmen zu beschließen, das Erscheinen einer so kostspieligen Werkes zu sichern und alle das Märtrerthum der sich unendlich häufenden Hindernisse zu erragen. Wir.wünschen Herrn vr. Pinner Glück zu Lr ausgebreiteten Theilnähme, die er sich zu schaffen rußte und welche man aus dem reichen Subscribenten - Vrzeichniß,ersehen kann, an deren Spitze Se. Majest. unser König und der Kaiser von Rußland (für hundert Exempare) stehen, nebst noch vielen andern gekrönten und fürsttchen Häuptern. ^Möge der Erfolg des Werkes, das arch nach seiner äußern Form geschmackvoll geordnet und ausgestattet ist, wie den Interessen der Wissenschaft, so dnen des gelehrten Herrn Bearbeiters entsprechen! 8 z. Druck und Verlag von Neumann-Hartmann in Elbing.

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